Südafrika Reisebericht:
Quer durch Südafrika mit dem Shongololo-Reisezug

von Johannesburg bis Kapstadt

Schon lange war es mein Wunsch Südafrika zu bereisen und die wundervolle Natur und die artenreiche Vielfalt der Tiere zu bewundern.
Ein Jahr lang machte ich mit meinen Eltern Pläne für diese Reise. Zuerst wollten wir mit dem Shongololo Reisezug von Johannesburg die Westküste entlang nach Kapstadt rattern, die so genannte Gartenroute entlang. Dies beansprucht zweieinhalb Wochen, danach wollten wir noch auf eigene Faust zehn Tage mit einem Mietwagen die Gegend erkunden.
 
Mitte November 2009 war es dann soweit, alle Vorkehrungen wie Impfungen, Malariatabletten, Reisestrümpfe für den 14 stündigen Flug, Internationaler Führerschein und natürlich Reiseschecks und Geld der Landeswährung in Rand war organisiert.
 
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Einen neuen Fotoapparat – extra für diese Reise gekauft, natürlich mit großen Speicherkarten, vielen Akkus und ein guter Feldstecher durfte auch nicht fehlen.
Die Tiere in gute Obhut gebracht, die Koffer waren gepackt und alle nötigen Reiseunterlagen und Ausweise parat.-……nun begann das Abenteuer, dass ich schon sehnlichst herbeiwünschte.
 
Der Flug ging mit der Britisch Airlines – erst von München nach London, dann weiter in die entgegengesetzte Richtung nach Johannesburg.
Diese Fluggesellschaft würde ich nicht weiter empfehlen, da das Personal so unfreundlich und die Sitze sehr eng und zu hoch waren.
 
Endlich nach 14 Stunden sind wir am Flughafen in Johannesburg – im Westen von Südafrika, angekommen. Ich habe noch nie einen so bunten und super glänzenden Boden gesehen, der jedem Spiegel Konkurrenz machen könnte.
 
Wir wurden abgeholt von der Reiseorganisation des Shongololozuges. Nach kurzer Fahrt vom Flughafen zum Bahnhof, erreichten wir den Zug.
 
 
Der Shongololo – übersetzt der „Tausendfüßler“ bestand aus 20 Wagons, wovon der erste die Küche, der zweite der Speisewagen, der dritte der „grüne Salon“ unser Aufenthalts – u. Informationsraum war, der vierte war die Bar, danach kamen die Schlafwagons……meiner war der letzte!!!!
Ich dachte schon ich bekomme Alpträume wegen dem ewigen Marathon in dem langen, schmalen und oft rüttelndem Gang.
Es waren gute 90 Reisegäste im Zug. Wir bekamen täglich Infos zum Programmplan der nächsten Tage, wo sich jeder eintragen konnte, welchen der 3 Ausflüge man machen wollte.
 
Am 1. Tag: Die Panoramaroute stand auf meinem Programm. Zuerst fuhren wir zum berühmten Blyde River Canyon. Die gigantisch Schlucht ist 26 km lang und bis zu 800 Meter tief. Diese Schlucht wurde durch Erosion aus dem Felsen geformt und ist eines der Naturwunder Afrikas, danach gings weiter zu dem bekannten Aussichtspunkt der „ Three Rondavels“, wo ein wunderschöner Ausblick auf die eindrucksvolle Landschaft, den Canyon und die 3 mächtigen Berge, (die an afrikanische Rundhütten erinnern) zu bestaunen war.
 
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Anschließend besuchten wir die Bourke`s Luck Potholes. Diese merkwürdigen tiefen, zylindrischen Formationen wurden durch Wassererosion und Flutwasser geformt. In diesen in Stein ein geformten Löchern hat ein Mann viel Gold darin gefunden, da diese wie ein Sieb funktionieren.
 
 
Der 2. Tag: Der berühmte Krüger National Park, der so groß wie ganz Hessen oder Jerusalem ist!!! Er hat fast 2 Millionen Hektar und ist mit seiner Vielfalt an Lebensformen, der eine beeindruckende Anzahl von verschiedenen Tier – und Pflanzenarten, wie zB. 147 Säugetier-, 507 Vögel-, 114 Reptilien-, 34 Amphibien-, 49 Fisch-, und 336 Baumarten beheimatet.
 
Nach den ersten 200 Metern betrachteten wir eine große Herde von Antilopen. Es war schön, sie zu beobachten wie sie sich grazil kratzten mit einem Huf, wie sie sich spielerisch balgten, wie die Madenhacker ihnen das Fell von Parasiten befreien und dabei ließen sie sich beim grasen nicht stören.
Auf Fahrrädern und zu Fuß kamen uns Wildhüter mit Gewehren entgegen. Unser Guide erklärte uns, dass die Wildhüter auf die Wilderer scharf schießen dürfen seit ca. 1998. Die getöteten Wilderer wurden ausgezogen, Fingerabdrücke genommen und einfach liegen gelassen. Seit dem ist die Wilderei stark zurückgegangen.
Schon relativ am Anfang sahen wir eine Elefantenherde die zur Straße trottete. Die Großfamilie (es waren ca 15 Tiere) kam kurz vor unserem Bus auf die Straße. Sie waren ganz aufgeregt, wedelten mit ihren großen Ohren, so dass sie noch größer wirkten und stampften auf uns zu. Manche Fahrgäste bekamen Angst vor den grauen Riesen, da diese wenn sie nur noch zwei Meter vor einem stehen noch gewaltiger Aussahen.
Sie griffen uns nicht an, aber warum waren sie so nervös? Was wir nicht wussten, war, dass genau dort wo wir standen eine kleine Quelle am Straßenrand war, die sie zum trinken aufsuchten. Die Leittiere behielten uns ständig im Auge, sodass die Gruppe ihren Durst stillen konnte. Mir war heiß und kalt, meine Augen waren gebannt auf diese majestätischen Tiere gerichtet. Mein Adrenalinpegel stieg an vor Erregung und Freude. Ich versuchte den Augenblick mit der Kamera einzufangen. Immer wenn ich diese Bilder heute sehe, läuft mir eine Gänsehaut über den Rücken.
 
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Unsere Augen wurden so angestrengt vom lauter suchen nach den verschiedensten Tieren, weil man keine Minute wegsehen und etwas gigantisches verpassen wollte. Den Foto immer im Anschlag, das Fernglas und die Akkus nicht weit entfernt. Schwierig war, weil man nicht wusste was man als nächstes sehen würde. Suchte ich nach Löwen sah ich die hohen Giraffen nicht, ich schaute nach Leoparden im Baum so sah ich die Schildkröte oder die Mungos nicht.
Aber mit der Zeit wurde unser Auge geübt. Wir entdeckten Tiere die sich gut getarnt hatten, zB. Antilopen, Zebras, Gnus, Warzenschweine, Paviane, Steinbock, Nashorn – wir waren richtig stolz auf uns selbst.
Von den BIG 5 (Elefanten, Büffel, Nashorn, Leopard und Löwe) haben wir 4 gesehen – nur die Löwen ließen sich leider nicht blicken.
Auch bekamen wir Eisvögel, Adler, Tausendfüßler, Flusspferde, Krokodile, Fledermäuse, Warane, Gibbonaffen und Springböcke zu Gesicht.
 
 
Als eine Hyäne vor dem Bus über die Straße hinkte, blieb sie plötzlich stehen, hob ihren Kopf und fing irgend einen interessanten Duft ein. Die Hyäne folgte der Duftspur und wir verfolgten sie mit den Augen. Dadurch erblickten wir einen wunderschönen Leopard, der eingerahmt unter einen Ast saß. Diese geschmeidige Katze sah uns an und zeigte uns wie stolz und erhaben sie war. Sie blieb lange genug sitzen so das wir sie eingehend bewundern und bestaunen konnten.
Dies war ein krönender Abschluss eines einmaligen, phantastischen und anstrengenden Tages.
 
Tag 3: Ausflug nach Nelspruit – ein Handelszentrum für den Obstanbau ( Mango, Bananen, Avocado, Macadamia und Pecan Nüsse), das ca 300 km östlich von Johannesburg liegt. Im anschließend besuchten Lowveld Botanischem Garten, sichteten wir eine seltene Sammlung von Pflanzen und den ersten, von Menschenhand erschaffenen Regenwald. Ein enormer Wasserfall im inneren des Parks läd wie ein Paradies zum verweilen ein. Die Sudwala Höhlen gewährte uns tiefe Einblicke in das ursprüngliche Afrika.
 
Am Tag 4 fuhren wir nach Johannesburg zum Old Fort Prison Complex, wo wir das Gericht und das Gefängnis (wo Nelson Mandela und Mahad Magandi eingesperrt worden waren) besichtigten.
Danach ging es weiter nach Soweto, wo wir die Townships mit Millionen Einwohnern erleben konnten. Wir sahen das Haus, in dem Nelson Mandela (der hoch gepreiste und immer noch verehrt wird) einst wohnte. Straßen, Museen und Schulen sind nach ihm benannt, Aufdrucke mit seinem Bild und reichlich Bücher sind von ihm zu kaufen.
In dem Apartheidsmuseum bekamen wir seine dritte Frau zu Gesicht, die eine Sonderausstellung vom Leben des Nelson Mandela besuchte und eröffnete.
 
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Tag 5: Hluhluwe-Umfolozi Nationalpark und Shakaland im nördlichen Zululand.
Dieser Park war von der Vegetation ähnlich wie der Krüger Nationalpark aber wesentlich kleiner. Auch bei den Tiere waren keine neue, noch ungesehene Arten zu erleben. Dieser Park war einfach nur zum genießen und erleben, da Fotos schon genügend im Krüger National Park gemacht wurden.
Am Nachmittag ging es zu einem Zuludorf im Shakaland. Das Dorf lag so idyllisch inmitten von Bergen und einem Flusstal eingebettet. Ein Reisemitglied meinte, dass dies das schönste Fleck Erde der Welt sei. Abends sahen wir den Stammestänzen gespannt zu und genossen die Kulinarischen Köstlichkeiten vom reichhaltigen Buffet. Wir übernachteten diese Nacht nicht im Zug, sondern in diesem Shakadorf, jeweils in tollen und komfortablen Rundhütten.
 
Tag 6: Am Morgen noch im Zuludorf wird die Kultur der Amazulu „Die Menschen des Himmels“ uns dargestellt. Die Tour erklärt uns die Sitten und Gebräuche zur Zeit König Shaka. Danach fuhren wir zum St. Lucia Feuchtgebiet, welches zu dem Welt Natur Erben gehört. Im Mündungsgebiet machten wir eine Bootsfahrt, um nach Nilpferden, Krokodilen und Wasservögeln Ausschau zu halten. Es war eine lustige Bootstour, aber die Tiere sah man leider nur von weitem (näher konnte man mit dem Boot nicht ran fahren, da die Tiere sonst zu arg gestört werden).
 
Tag 7: Durban – die drittgrößte Stadt Südafrikas
In Durban leben viele Inder und ist wegen ihrer Industrie und des großen Hafen bekannt. Nach dem Viktoriamarkt brachte man uns zu dem größten Meereserlebnispark „ uShaka Marine World“, das direkt am Meer liegt, mit wunderbarem, weisen, langen Stränden.
Ein Teil der Aquarien waren in einem großen, echten Schiff untergebracht. Ein Restaurant, in dem man gleichzeitig gut Speisen und die verschiedenen Haie ( Riffhai, Sandhai, Schwarzspitzenhai, Hammerhai ufm.) und bunte Fische beobachten konnte.
In dem ganzen Bauch des Ozeanriesen waren viele Becken mit Meereslebewesen wie z.B. Steinfisch, Rochen, Mondfisch, kunterbunte Fische, Quallen, Sandwürmer usw.
Der Park war großzügig angelegt mit vielen Grünflächen. Dieser Erlebnispark war in zwei verschiedene Bereiche untergliedert. Der eine ist ein Bereich mit vielen verschiedensten Rutschen (dieser Bereich war aber wegen schlecht Wetter geschlossen). In dem anderen Bereich waren immer wieder zwischen drinn Becken mit z.B. Haien, bei den man – wenn man mutig genug war – schwimmen, tauchen oder schnorcheln konnte.
 
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Auch ein Delfinarium durfte nicht fehlen und die Kunststücke dieser Intelligenten Tiere waren phantastisch.
Pinguine, Robben u. Rochen waren dort auch zu bestaunen.
Der halbe Tag in diesem Meereszoo war beeindruckend aber leider zu kurz.
 
Tag 8: Durch ein Tal am Rande der Drakensberge wurde ein 8,5 km langen Hiking Trail unternommen. Die Landschaft war großartig, wir sahen eine große Herde an Elandantilopen ( die größte Antilopenart der Welt).
Wir schlichen uns immer näher an die Gruppe, mit Wartepausen, das die famosen Antilopen keine Angst vor uns bekamen. Nach einer längeren Beobachtung der Tiere machten wir uns auf zu einer Höhle die hinter einem Wasserfall lag. Dort machten wir Pause und ließen das Gewitter an uns vorüber ziehen.
 
Am 9ten Tag waren wir in Bloemfontain und besichtigten ein Kriegsmuseum in dem wir einen Eindruck über das Leben in den Konzentrationslagern des Burenkrieges bekamen, in denen 27.000 Frauen und Kinder zum Opfer fielen. Danach folgte eine Orientierungstour durch die Stadt und fuhren hoch zu dem berühmten „ Naval Hill“ wo man einen tollen Blick über die Stadt hatte.
In der Loch Logan Waterfront konnten wir in dem großen, modernen Einkaufszentrum mit shoppen den Tag ausklingen lassen.
 
Der 10te Tag war wieder etwas tolles auf dem Programm, der Addo Elephant Park; der ganz in der Nähe von Port Elizabeth liegt.
Es leben heute über 350 Elefanten in diesem Gebiet. Davon haben wir bestimmt die Hälfte gesehen, wie sie zu dem Wasserlöchern gezogen sind, sich darin badeten, spielten und dabei rauften.
Der Zusammenhalt der Tiere ist einfach grandios.
Durch die vielen Speckbäume (eher dichte Büsche) war diese Safari sehr anstrengend.
Zum Abschluss des Tages besichtigten wir Port Elisabeth.
 
Tag 11 war etwas besonderes für mich. Wir besuchten in Oudtshoorn eine Straußenfarm. Wir bekamen eine deutschsprachige Führung. Sie zeigte uns die Jungtiere, die Erwachsenen, die riesigen Eier – wo wir auch drauf standen – so viel halten diese Eier aus. Ein Männchen balzte uns an und vollführte einen interessanten imposanten Tanz.
 
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Danach gingen wir in ein kleines Museum, wo die Knochen und verschiedenen Federn ausgestellt war. Danach schauten wir uns die unterschiedliche Staußearten an. Das Highlight dort war für mich, dass ich mich auf einen Strauß setzen durfte, es war ein interessantes Gefühl.
Am Ende zeigten sie uns auch noch ein kleines Straußenrennen.
Ab Mittag ging es in die Cango Krokodil – und Gepardenfarm.
Über 300 junge und ausgewachsene Krokodile – manche sogar bis zu 4 Meter lang - besitzt die Farm. Diese Kraftpakete sprangen sogar für Futter aus dem Wasser; beeindruckend.
Danach ging es zum „Cheetah Land“ wo eine Vielfalt großer und prächtiger Raubtiere in weitläufigen Gehegen gehalten werden. Über einen festen Steg liefen wir über die Gehege und hatten so freie Sicht auf diese mächtigen, starken Tiere. Wir sahen Geparden ( auch Junge), Löwen (auch Albinos) und Tiger (auch zahme weiße – die wer sich traute auch streicheln konnte).
Der zweite Höhepunkt meines Tages war es, zwei ausgewachsene Geparden zu streicheln, kraulen und Fotos von uns drei hübschen zu machen. Die Gebrüder schnurrten wahnsinnig laut, und auch ich genoss die kurzen Minuten sehr.
  
Tag 12: Neben dem 2ten und 11ten Tag gehörte auch dieser Tag zu meinen unvergesslichen, schönsten Tage.
Im Robberg ( Berg der Robben) Naturreservat machten wir eine schwierige Wanderung, die nur für fitte und schwindelfreie Reisegäste war. Dieses Reservat mit einer 4 km langen, malerischen Landzunge aus rotem Sandstein, die sich bis in das blaue Wasser der Indischen Ozeans erstreckt. Die Nordseite von Robberg ist sehr felsig und wild und die Südseite bietet mit ihren weißen einsamen Stränden genau das Gegenteil – genau das richtige für mich, abwechslungsreich !
Ich glaube ich habe an diesem Tag mindestens 50 Fliegen verschluckt, den mein Mund stand vor lauter Staunen immer offen. Jede Minute der Wanderung genoss ich in vollen Zügen. Wir sahen sogar 3 wilde Delfine die aus dem Meer sprangen….Freiheit pur.
 
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Bei der Tour musste ich mich sehr auf den Weg konzentrieren, denn es ging oft steil an den Felsen zum Meer runter, ohne Absperrungen und Halterungen. Auch waren die Möwen über meine Neugier an ihren Jungtieren nicht begeistert und die Mutter griff mich schreiend an. Ich war noch so Geistesgegenwärtig um ein Foto der angreifenden Möwe zu schießen. Ich hatte mich schon mit einem Loch im Kopf gesehen, von einer Möwe eingehakt….zum Glück war es nur eine laute Warnung.
Die Robben sahen wir auch, aber leider waren sie weit weg, ganz unten auf einem großen Felsen.
Die Natur hier ist wie ein Wunder, einzigartig und unvergesslich- ein lebender Traum!
 
 
 
 
 
Tag 13: Hermanus - Walsichtungsgebiet
Ein Erlebnis der Besonderen Art. Hermanus ist auf Platz 12 der Liste der weltweit besten Walbeobachtungsplätze des WWF ( World Wildlife Fund) , und auf dem ersten Platz für Beobachtung vom Land aus. Von den Klippen aus konnten wir diese gigantischen Wale ( „Southern Right Whale“ – Glatwale) aus der Nähe betrachten. Normalerweise ist die Walsaison von Juli bis November, aber wir sahen in diesem schönen Ort diese imposanten Tiere noch Mitte Dezember. Wir saßen auf einer Restaurantterrasse und genossen die tolle Aussicht auf das Meer und das Spiel der Meeressäuger.
Ein denkwürdiger Tag, denn ich weiß nicht ob ich jemals wieder diese 15 Meter langen Riesen der Meere zu Gesicht bekomme.
 
 
 
Am Tag 14 und 15 waren wir in Kapstadt, sie gilt als eine der schönsten Städte der Welt……
An diesen beiden Tagen besuchten wir den 528 Hektar großen Botanischen Garten von Kirstenbosch, die für die Schönheit und Vielfalt der Kapflora und für ihre malerisch Lage am Osthang des Tafelberges weltberühmt ist. Ich habe noch nie sooo viele bezaubernde Blumen, Bäume und Büsche gesehen und so liebevoll angelegt und gepflegt. Ein muss für alle Pflanzenfreunde.
Es folgte der Fischereihafen in Hout Bay mit seinen zahlreichen bunten Fischerbooten, danach der Chapman`s Peak Drive, eine der spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Anschließend besuchten wir eine afrikanische Pinguinkolonie beim Boulders Beach. Diese sind die kleinste lebenden Brillenpinguine und leben das ganze Jahr dort.
Fabelhaft war auch der Besuch des Naturschutzgebietes des Kaps der Guten Hoffnung. Es war sehr stürmisch dort. Leider hatten wir nicht viel Zeit zur Erkundung des eindrucksvollen Gebietes.
Leider habe ich mir einen Schnupfen geholt, höchstwahrscheinlich von lauter Klimaanlage.
Am zweiten Tag war der Tafelberg nicht von Wolken umhangen und wir fuhren mit der Seilbahn auf den Tafelberg. Das war meine erste Seilbahnfahrt meines 29 jährigen Lebens.
Von diesem geraden Berg aus hatte man eine tolle Sicht über Kapstadt und die Strände. Auch eines der neuen Stadien für die WM 2010 war gut zu sehen. Auch hier reichte die Zeit nicht aus um einen längeren Spaziergang zu machen…
Auch besuchten wir das Bo-Kaap Museum, eine Diamanten Werkstatt und den Distrikt 6 (ein Bezirk, wo die ärmsten der armen Menschen hausen).
An diesem Tag (01.12) war auch der Welt-Aids-Gedenktag, der dort ( zu meinem Erstaunen) stark zelebriert wurde.
Diese beiden Tage waren sehr sehenswert und anstrengend.
Auch waren es die letzten Tage auf dem Shongololozuges. Morgen begann unsere eigene Abenteuerreise ohne Führer und Hilfe.
 
Am 16 ten Tag hieß es Abschied nehmen, von den inzwischen gewonnenen Freundschaften mancher anderen Reisegästen. Koffer wurden gepackt, Getränke und Tip bezahlt, Adressen ausgetauscht und manche Versprechen zwecks wiedersehen gegeben.
Wir wurden das letzte Mal mit dem Shongololo eigenen Bus zum Flughafen gebracht, wo unser Mietwagen schon auf uns wartete.
Es war das erste Mal das ich Linksverkehr fuhr und war sehr aufgeregt, noch dazu fahren in einer fremden Stadt.
Wir wollten dort hin, wo es uns gefiel und so lange bleiben wie wir wollten.
Wir suchten uns täglich eine neue Bleibe meist „Bed and Braekfast“; das war am Anfang sehr langwierig, da es uns drei gefallen musste. Am schönsten war es in Heidelberg – ja auch in Südafrika gibt es eine Stadt diesen Namens.
Wir fuhren in den 10 Tagen die N2 entlang bis Plettenberg Bay ca. 530 km einfach. Es ist eine gut ausgebaute und beschilderte Nationalstraße, vergleichbar mit guten Bundesstraßen oder sogar Autobahnen. Alle Straßen wurden erneuert, verbessert oder ausgebaut wegen der dortigen Fußball-Weltmeisterschaft diesen Jahres.
Wir nahmen uns vor, in einige Parks noch rein zugehen, wie z.B. den Löwenpark, der Affenpark und drei verschiedene Nationalparks. Auch wollten wir noch eine Bootsfahrt machen, zur nochmaligen Walbeobachtung. Ich wollte unbedingt Haifischkäfigtauchen machen, aber meine Mutter hatte solche Angst um mich, das ich die Walbeobachtungsbootfahrt mitmachte. Aber alles der Reihe nach.
 
Bei diesem ersten Tag (02.12) unserer eigenen Tour fuhren wir schnell raus aus der Millionenstadt nach Stellenbosch (ca.50 km von Kapstadt) und besichtigten die schöne Stadt. Aber wir trauten uns nicht weit von dem Auto weg, weil uns wurde eingeimpft, wie Kriminell da unten alle sind – wir haben auf unserer ganzen Reise nichts schlechtes erlebt. Alle Afrikaner und Einheimische waren so freundlich und hilfsbereit uns gegenüber, richtig herzlich.
Nachdem wir aus Stellenbosch rausgefahren sind, wollten wir zum Loenpark, der in der Nähe der N2 lag, das war eine Pleite, den dieser Park bestand aus 5 Käfigen mit ca.8 Löwen und 4 Jungtieren darin und dafür hatten sie aber fast 10 Euro umgerechnet, pro Person verlangt. Dies sagte ich dem Führer auch als er fragte, ob wir es genossen hätten.
Danach suchten wir dann in Gordons Bay (an der Küste) eine Unterkunft.
 
Den zweiten Tag (03.12) fuhren wir weiter die N2 zu einem schönen , großen Affenpark. In diesem Park waren die verschiedensten Affen und Primaten zu finden. Wir, die Besucher sind durch einen Käfiggang gelaufen und die flinken Tiere über uns hinweg. Es waren bestimmt über 50 verschiedene Rassen zu bestaunen; von den großen Schimpansen über Paviane bis hin zu den kleinsten Affen der Welt. Ein Führer erzählte uns interessantes über allgemeines zu den Tieren und auch über die einzelnen Lebewesen. Dieser Park war wie ein Dschungel aufgebaut; idyllisch mit vielen verschiedenen Pflanzen zum Schutz vor den stechenden Sonnenstrahlen. Mittags fuhren wir weiter nach Heidelberg (ca.275 km v. Kapstadt), den uns hat der Ort schon bei der Durchfahrt mit dem Shongololo Bus gefallen. Wir fanden gleich auf Anhieb eine tolle, günstige Unterkunft mit super freundlichem und herzlichen Service. Das war ein sehr zentraler Punkt, um verschiedenes zu erleben, darum blieben wir dort zwei Nächte.
 Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich auf der Terrasse im Sonnenschein.
 
Den ersten Tag in Heidelberg (04.12) fuhren wir eine Safari in einen Nationalpark mit einem offenen Jeep. Dort sahen wir Goldene Gnus, die ich sonst in keinem anderen Park sah. Wir konnten an alle Tiere z.b. Nashörner oder Löwen bis auf ca 5 Meter ran fahren. Der Fahrer gab uns auf Englisch Erklärungen und Anweisungen über die einzelnen Tieren und beantwortete unsere Fragen. Die Löwen waren in einem abgetrennten Gehege, nicht frei rumlaufend wie im Krüger Nationalpark. Da war die Spannung nicht so groß, weil jede Herde ihr bestimmtes Gebiet hatte, wo sie am häufigsten angetroffen werden. Interessant war es mit dem Jeep, weil einem die kühle Luft und die heiße Sonne einem um den Kopf wehten. Abenteuerlich war es in dem sandigen Gebiet, wo das Gefährt schnell hin und her fahren musste, damit man nicht stecken blieb. Ich wollte dort nicht aussteigen, und bei einer Panne einem Büffel oder nem Nashorn gegenüberstehen.
 
 Am 05.12 fuhren wir zum Ort Stillbaai, um einen Tag am Strand zu verbringen. Es war sehr schön dort, der Strand menschenleer, aber zu kalt und windig zum Baden, so spazierten wir nur in dem kühlen Nass umher. Wir suchten uns eine Unterkunft in George ca. 440 km von Kapstadt entfernt. Dort reservierte ich eine Pferdesafari im Knysna Park.
 
Am 06.12 war ich sehr aufgeregt, im Knysna Park zu Pferd unterwegs. Wie verhalten sich die Pferde, wie die wilden Tiere? Gab es Löwen in dem Gebiet? Nur der Führer und ich waren zu Pferd unterwegs. Ich bekam somit einen Sonderritt. Der Wallach war super ruhig und total trittsicher. Ich fühlte mich wohl und sicher auf ihm. Auch Fotos von ihm aus zu machen war kein Problem. Die Wildtiere ließen uns ganz nahe an ihre Herde ran, da sie nur die Pferde als andere Tiere wahrnahmen und nicht uns Menschen. Die Aussicht war grandios, der Ritt entspannend und abenteuerlich zugleich.
Einen kleinen Abstecher zum so genannten Garten Eden machten wir ganz zufällig. Mitten in der Pampa war ein Parkplatz mit dem Verweis zu diesem Paradies. Wir fanden heraus, das dies ein Zwischending zwischen Wald und Dschungel war. Wir liefen einen Rundgang auf einem schönen Holzbretterweg entlang. In diesem Park gab es die verschiedensten Bäume und Sträucher, sogar 3 Mammutbäume waren zu betrachten.
Nach diesem tollen Vormittag fuhren wir Richtung Route 62 (eine sehr bekannte Straße), dabei mussten wir allerdings über einen Pass. Hätten wir im voraus gewusst, das wir für diese 70 km ca 3 Std brauchten, hätten wir es gelassen. Der Pass war eine einzige Schotterpiste, mit einer engen Fahrbahn und Einerseits einen steilen Abhang von ca 400 Metern neben uns und auf der anderen Seite ein Feldmassiv, das teils so aussah, als ob es gleich auf uns nieder käme.
An diesem Nachmittag bin ich bestimmt um 10 Jahre gealtert, denn mein Vater fuhr und ich musst aufpassen, das er weder den Abhang hinunter machte, zu schnell fuhr oder Paviane oder Kühe mit rießen Hörnern überfuhr – die einfach mitten auf der Fahrbahn nach einer der vielen Kurven einfach dastanden. Die Aussicht war zwar gigantisch schön, aber wir konnten sie nicht genießen.
Nach diesem Höllentrip fuhren wir die Route 62 Richtung Oudtshoorn, aber uns gefiel diese Strecke überhaupt nicht. Es brauchte lange bis man mal eine Tankstelle mit kleinen Snacks oder eine Toilette fand. So fuhren wir schnellstmöglich wieder auf die N12 über die wir wieder zur N2 kamen. Wir übernachteten in George.
 
Am 07.12 fuhren wir nach Mossel Bay. Dies war ein total verregneter Tag. An diesem Tag haben wir nicht viel unternommen, wir schlenderten kurzzeitig in einer kleinen Einkaufspassage umher, gingen was essen und suchten uns eine Zimmer, wo wir den Tag mit lesen und Fernsehen rumbrachten.
 
Am 08.12 war wieder ein toller Nationalpark dran. Dieser war in der Nähe von Albertina. Als wir ankamen war die Safari in einem Unimog schon unterwegs. Die nächste Fahrt ging erst am Nachmittag. Wir entschieden nach langen überlegen, dass wir den Mittag zum Meer fahren und danach nochmal zu diesem Park düsen wollten. Dies war auch ganz gut, das wir trotzdem die Tour mitgemacht hatten, den es war nach dem Krüger Nationalpark der zweit schönste. Wir fuhren mit einem umgebauten Riesenlaster durch diesen interessanten Park. Zuerst fuhren wir zu den 3 zahmen, afrikanischen Elefanten, von denen man auch den Bullen und die Kuh reiten konnte. Das junge trottete immer mit seinen Eltern mit. Mit dem Halbstarken und seinen Pfleger bin ich schon vor der Safari zusammengestoßen, wie ich ein bisschen herumgelaufen bin und die Umgebung mir anschauen wollte. Wir haben uns prächtig unterhalten.
Danach ging es richtig steil Berg auf, um an das Gehege der Löwen zu kommen. Wir brauchten gar nicht rein fahren, da die Löwen schon sehnsüchtig am Zaun auf Fressen warteten, da das Löwenmännchen und die zwei Weibchen schon eine gute Woche nichts mehr bekommen hatten. Danach ging es wieder den steilen Berg runter, was mit dem 3 Meter breiten und ca 10 Meter langen Gefährt abenteuerlich war. Nun ging es weiter quer durch die Wildnis. Auf der großen Grasebene erblickten wir Nashörner neben Pferden grasen.
Wir sahen auch viele verschiedene Antilopenarten, sogar schwarze Springböcke die es nur noch ganz selten gibt, da die Wilder jagt auf das wertvolle Fell gemacht hatten. Dieser ist der einzige Park in dem ich diese herrlichen, anmutigen Tiere sah.
Am Abend überlegten wir wo wir übernachten sollten, wir einigten uns darauf rückwärts auch wieder in Heidelberg stopp zu machen. Leider war in der prima Unterkunft alles ausgebucht, aber die liebe Besitzerin hat extra das Auto geschnappt die ganze Familie mitgenommen und uns hinterher fahren lassen und bei Freunden, die auch Bed and Breakfast hatten, eine tolle Unterkunft besorgt. Wir bedankten uns herzlich mit Umarmung und dem Versprechen morgen vor der Weiterreise nochmal vorbei zuschauen.
 
Gesagt, getan, am 09.12 verabschiedeten wir uns als Freunde. Wir fuhren weiter Richtung Kapstadt nach Gansbay. Es war ein schöner Tag, nur die Zeit schritt mit Zimmersuche bis Nachmittag voran. Aber wir wurden auch immer anspruchsvoller. Diesmal (unsere letzte Nacht) sollte unser Zimmer mit Aussicht zum Meer haben. Und das hatte es auch. Es waren ältere Leute mit zwei aufgeweckten Hunden. Wir gingen an der felsigen Bucht entlang, wo wir wieder diese glanzvollen Riesen der Meere von Land bestaunen konnten. Wir spazierten weiter zu einem Naturschutzgebiet. In dieser wunderschönen Naturlandschaft lag eine kleine Strandbucht umzingelt von hohen Felsen. Diese Meeresniesche war menschenleer und paradiesisch schön. Wir sammelten dort sehr viele großartige Muscheln, manche so groß wie eine Hand und diese schimmerten in Astralfarben. Meine Mutter hat diese nun als Seifenschale zu hause, um sich immer an diese traumhafte Bucht zu erinnern.
 
Unser allerletzter Tag (10.12) in diesem Paradiesischen Land begann mit einem super tollen Frühstück (das beste in all der Zeit – obwohl der Besitzer sagte, dass das ein Sparfrühstück wäre).
Am Tag zuvor hatten wir eine Bootsfahrt für die Walbeobachtung gebucht. Auf dieser Bootsfahrt sahen wir zuerst einen großen weißen Hai der um unser Boot schwamm. Sie wurden von verteiltem Blut der anderen Boote angelockt, die Haifischkäfigtauchen anboten.
Der ca 2,5 Meter lange Hai war ein Prachtexemplar. Ich bekam eine Gänsehaut vor Aufregung. Einen echten weißen Hai, nur ca. 2 Meter Auge in Auge gegenüber – einfach irre.
 
 
 
Danach düsten wir weiter zu den Stellen, wo die meisten Wale gesichtet wurden. Wir beobachteten lange Zeit eine ca. 15 Meter lange Mutter mit ihrem ca.7 Meter langen Jungtier, das erst ca. sechs Monate alt war. Sie kamen sehr nahe an das Boot ran, weil sie genauso neugierig auf uns waren wie wir auf sie.
Anschließend fuhren wir zu einer Robbeninsel, wo der Bootsführer uns eine Babyrobbe ins Boot holte, sodass wir sie mal von ganz nah sehen und betrachten konnten. Sie war total drollig anzusehen.
Den Nachmittag verbrachten wir dann noch in Hermanus, genossen noch ein vorzügliches Mahl beim Rauschen des Meeres. Auch wurden auf dem angrenzenden Markt noch Souvenirs gekauft. Meine Favoriten waren die Straußeneier – ich erwarb drei, ein beklebtes ( mit den Big 5 und einer Landkarte), ein mit Tieren geschnitztes für Teelichter und ein halbes Ei als kleine Schale.
Am Abend fuhren wir nach Kapstadt zum Flughafen, gaben unseren tollen Mietwagen ohne Probleme zurück und verabschiedeten uns aus dem freundlichen, farbenfrohen, tief in unserem Herzen verankerten großartigem Land.