Südafrika Reisebericht 2010: Von Johannesburg nach Kapstadt
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Südafrika Reisebericht 2010: Von Johannesburg nach Kapstadt
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Afrika Reiseberichte - Südafrika Reiseberichte
Geschrieben von: Wagner, Petra   

Südafrika Panorama Rundreise vom 23.10. bis 13.11.2010

Einleitung
 
Um unseren Busfahrer Craig zu zitieren: “Africa is not for Weicheier”. Ich finde Südafrika ist “Afrika für Einsteiger“. Wer hier das typische Afrika aus Filmen erwartet wird evtl. enttäuscht sein. Südafrika sieht häufig europäisch aus und als absoluter Liebhaber der namibischen Landschaft mußte ich erst einmal schlucken, meine Vorstellungen beiseite schieben und mich vollkommen neu auf dieses Land einlassen.
02. Tag – Von Johannesburg nach Ohrigstad in der Provinz Mpumalanga
Sofort nach Ankunft am Flughafen bekamen wir unsere erste Lektion bezüglich dem unterschiedlichen Zeitaufwand zu Deutschland für übliche Vorgänge wie z.B. Geld wechseln. Leider war am Flughafen kein Geldautomat zu finden, sodass wir uns am Schalter einer Wechselstube anstellten. Wir haben ca. eine ¾ Stunde warten müssen, bis wir unsere ersten Südafrikanischen Rand in Händen hielten. Das lag aber nicht an der langen Schlange, sondern an dem langwierigen Vorgang des Wechseln selbst. Das Kopieren des Reisepasses und unzähligen Unterschriften auf verschiedenen Dokumenten nahm – zumindest gefühlt – soviel Zeit in Anspruch wie ein Hauskauf in Deutschland. Dabei ist völlig egal ob Bargeld gewechselt wird oder eine Auszahlung über die Kreditkarte erfolgt, der Zeitaufwand ist der gleiche. Eine ähnliche Erfahrung machten die Reisegruppenmitglieder, die eine Telefonkarte fürs Handy käuflich erwarben.
Als alle ihre notwendigen Erledigungen am Flughafen getätigt hatten, verließen wir in unserem Kleinbus Johannesburg und fuhren 400 km in die Provinz Mpumalanga zu unserer ersten Unterkunft der Hanna Game Lodge. Sie liegt nahe Ohrigstadt, einsam in eine Hügellandschaft eingebettet auf knapp 1.300 m Höhe. Jeder hatte dort ein eigenes Chalet mit Ausblick in die braune, unspektakuläre Landschaft. Da es den ganzen Winter bis einschließlich zu unserer Ankunft (Ende Oktober) noch nicht geregnet hatte, hatte die Natur auch gar keine Chance sich in einem besseren Outfit zu präsentieren. Nichtsdestotrotz haben wir aber trotzdem viel Zeit auf unserer Terrasse verbracht, da uns Südafrika gleich am ersten Abend mit einem Gewitter begrüßte. Überall auf dem Gelände sind hohe Blitzableiter aufgestellt, was sich auch sehr schnell als äußerst sinnvoll herausstellte. Da direkt vor unserer Terrasse ebenfalls ein Blitzableiter stand, konnten wir mehrmals staunend zuschauen, wie der Blitz dort mit Zischen einschlug. Südafrika hieß uns mit einem “Naturspekatel” willkommen.
 
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