Gorilla-Trekking Reisebericht Uganda:
Berggorillas hautnah erleben

Uganda – einst von Winston Churchill als „Perle Afrikas“ bezeichnet.
Uganda, das kleine Land am Äquator ist im Vergleich zu anderen ostafrikanischen Staaten reich an fruchtbaren Böden und wurde daher bereits von Winston Churchill als „Perle Afrikas“ bezeichnet.
Am Viktoria See gelegen und umgeben von Tansania, Kenia, Sudan, dem Kongo und Ruanda besitzt Uganda die artenreichsten Tierbestände Afrikas. Auf Reisen durch dieses einmalige Land kann man daher zahlreiche einzigartige Nationalparks entdecken.
Als Ausgangspunkt für unser Gorilla-Trekking in Uganda dient die Hauptstadt Kampala. 1,2 Mio Einwohner zählt die lebhafte, grüne Metropole mit angenehmem Klima in einer Höhe von 1155m über dem Meer. Der größte Teil des Landes befindet sich ebenfalls in dieser Höhenlage und bildet eine einheitliche, jedoch hügelige Hochfläche.
Das erste Ziel liegt rund 200km nördlich von Ugandas Hauptstadt.
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Uganda Reisen und Gorilla Trekking:
Der Murchison Falls Nationalpark. Er umfasst die größte zusammenhängende Schutzfläche des Landes mit knapp 4000km².
Die komfortable Sambyia River Loge liegt mitten in der Savanne und bildet den idealen Ausgangspunkt für Safaris am nächsten Morgen. An einem Pool oder im offenen Restaurant kann man sich von der langen Reise erholen und bei einem Kaffee die Geräuschkulisse der abendlichen afrikanischen Savanne genießen, bevor es bei Sonnenaufgang mit der Fähre über den Nil auf die Nordseite des Parks geht.
Seinen Namen verdankt die sehr tierreiche Savannenlandschaft den mächtigen Murchison Falls im Westteil des Parks. Der Victoria Nil zwängt sich dort durch eine wenige Meter breite Schlucht und stürzt anschließend in die Tiefe.
Seit der Wilderei in den 80er Jahren, hat sich der Tierbestand im Murchison Falls Nationalpark weitestgehend erholt. Mächtige Elefanten, Giraffen, Löwen und Leoparden sowie Wasserböcke und Oribis lassen sich auf mehreren Pirschfahrten mit Hilfe einheimischer, naturkundlicher Führer zum Teil aufregend nah beobachten.
Nashörner sind hier durch Wilderei seit 1983 leider komplett vernichtet, aber der Bestand der Elefanten hat sich in den letzten Jahren wieder erholt. Somit hat man heute wieder die Möglichkeit riesige Elefantenherden zu entdecken.
Selbst die seltene Rothschild Giraffe ist mit einem größeren Bestand im Park wieder zu finden und kleine Herden von Kaffernbüffeln und Uganda Kobs lassen sich mit etwas Glück gut beobachten.
Die Safari nähert sich dem längsten Fluss der Erde. Der Nil – Lebensader für unzählige Vögel und Wassertiere. 424 Vogelarten wurden bislang hier gezählt. Dazu gehören Goliathreiher, Nilgänse, Bienenfresser und Kingfisher.
Und mit etwas Glück kann man sogar einen der seltenen Schuhschnäbel erblicken, von denen es nur noch rund 1500 Individuen gibt.
An den Ufern des Nils entdeckt man häufig Wasserböcke und Oribis. Mit einem Fernglas ausgestattet lassen sich sogar aus sicherer Entfernung die drollig aussehenden Flusspferde beobachten. Jedoch sollte solch ein Nilpferd trotz der Ruhe und Behäbigkeit nie unterschätzt werden. Es gehört zu den gefährlichsten Tieren Afrikas.
Pünktlich zum Lunch am Victoria Nil nähern sich neugierige Besucher. Anubispaviane – sind hier zu Hause. Sie ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen und Früchten, jedoch ist ein Lunchpaket schnell eine willkommende Abwechslung.
Und selbst die mächtigen Elefanten bekommen bei diesem Geruch Appetit.
Der Höhepunkt eines Aufenthalts im Murchison Falls Nationalpark ist ohne Zweifel die 17km lange Fahrt Nil aufwärts, zu den imposanten Fällen. Hierbei kann man neben zahlreichen Wasservögeln, vor allem große Flusspferdherden und gefährliche Krokodile sehen.
6000km lang ist seine Uferzone und bis zu 100m breit kann er werden. Alle großen Entdecker Afrikas standen schon an ihm: Livingstone, Stanley oder Speke, und bewunderten diesen beeindruckendsten Fluss der Erde.
Unterhalb der Fälle geht es nun an Land und mit einem erfahrenen, heimischen Führer hinauf zur Abbruchkante.
Der Viktoria-Nil stürzt in imposanter Weise über eine Stufe 43m in die Tiefe, nachdem er sich durch eine nur etwa 7m breite Schlucht des Ostafrikanischen Grabens gezwängt hat.
Am Fuße des Wasserfalls halten sich Nilkrokodile auf, die sich auch von Tieren ernähren, die Opfer des Wasserfalls wurden, Flusspferde und viele Vögel. Auch der seltene Schuhschnabel ist dort zu finden.
Nach etwa 1 Stunde Fußmarsch steil bergauf wird man mit einem fantastischen Ausblick über die Fälle und des Viktoria Nils belohnt.
Feiner Sprühregen und tosende Wassergeräusche kündigen bereits die Abbruchkante an. Möchte man einen Regenbogen entdecken, sollte man sich die Mühe machen noch einige Meter höher hinaus zu wandern.
Bereits Winston Churchill hatte die Idee, eine Brücke über die Fälle zu bauen. Jedoch erst im Jahre 1961 baute man eine Fußgängerbrücke unmittelbar am oberen Rand der Fälle über den Nil. Diese wurde aber bereits 14 Monate später bei einem Hochwasser weggespült. Seitdem ist sie nie wieder hergerichtet worden, doch die Überreste kann man noch heute gut erkennen.
Die nächste Etappe der Reise führt weiter nach Süden, entlang des Lake Albert und der legendären Mondberge bis über den Muzizi Fluss.
In der Regenzeit kann es vorkommen, dass solche Flüsse entlang der Reiseroute etwas mehr Wasser tragen und somit eine einfache Überquerung mit dem Fahrzeug unmöglich wird.
Abenteuer pur für den Touristen, Alltag für die dort lebenden Menschen.
Der Kibale Forest Nationalpark im Westen Ugandas ist das nächste Ziel auf dieser Reise.
766 km² Berg- und Regenwald mit eingeschlossenen Sumpf- und Graslandabschnitten und einer der höchsten Primatendichten weltweit. Er ist der zugänglichste der großen Regenwälder Ugandas mit einem angenehmen Klima und einer Höhe zwischen 1100 und 1600m.
13 Primatenarten, darunter die seltenen roten Colobus-Affen und Vollbartmeerkatzen lassen sich hier finden.
Doch die Hauptattraktion ist zweifellos die Möglichkeit, während einer ausgedehnten Wanderung die Schimpansen, unsere nächsten Verwandten zu entdecken.
Erfahrene einheimische Führer vermögen schon aus der Ferne am Geräusch zu orten, wo sich die mit Spannung erwarteten Schimpansen aufhalten.
Vorsichtig sollte man sich durch das Unterholz bewegen um die scheuen Waldbewohner nicht zu verschrecken, und wer etwas Geduld und Ausdauer mitbringt, der wird nach 2-3 Stunden leerreichem Marsch mit einem einmaligen Erlebnis belohnt.
Die Schimpansen – eine Gattung aus der Familie der Menschenaffen.
Sie sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen und bewohnen das mittlere Afrika.
Schimpansen sind Allesfresser, die sich aber zum überwiegenden Teil von Pflanzen ernähren. Diese tagaktiven Tiere leben auf Bäumen, wo sie zur Nachtruhe ein Blätternest legen, wobei sie jede Nacht ein neues Nest errichten.
Nach nur wenigen Kilometern in Richtung Süden, gelangt man zum Queen Elizabeth Nationalpark, ein weiteres Juwel des ugandischen Naturschutzes.
Gegründet 1952 erlangte der Park seinen heutigen Namen im Jahre 1954, anlässlich eines Besuchs der englischen Königin, Elizabeth II.
Inmitten des Nationalparks befindet sich auf einer Halbinsel die elegante Mweya Lodge oberhalb des Kazinga Kanals, die man nach ersten Pirschfahrten am Abend erreicht
Sie gehört zum Besten, was Uganda zu bieten hat. Die exklusive Lage, die luxuriöse Ausstattung und ein exquisites Restaurant, machen den Aufenthalt zu einem Genuss.
Bevor es am nächsten Morgen auf zur Safari und einer Bootsfahrt entlang des Kazinga Kanals geht, sollte man die hervorragende Aussicht, bei einem reichhaltigen Frühstück genießen.
Fast 100 Säugetierarten und mehr als 600 Vogelarten kann man im Park finden. Allein am Kazinga Kanal, lassen sich vor allem Flusspferde und Pelikane, aber auch verschiedene Eisvögel, Schreiseeadler, Goliathreiher, Büffel, Elefanten und Löwen mit etwas Glück beobachten.
Der Park umfasst eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, die neben offener Savanne auch viel Buschland, Sümpfe, Flüsse und Seen enthält. Im Nordwesten wo sich das Kraterhochland befindet , welches vorwiegend aus Grassavanne besteht kann man über 30 Krater verschiedener Größe entdecken, welche jahreszeitabhängig mit Salzwasser gefüllt sind.
Der Kazinga Kanal ist eine natürliche Wasserstraße, die den Lake George im Osten mit dem Lake Edward im Westen verbindet und den Park in zwei Abschnitte teilt.
Während einer rund zweistündigen Bootsfahrt entlang der teils steilen Uferzonen bestehen gute Möglichkeiten neben Wasservögeln und Flusspferden auch Nilwarane, Elefanten oder Leoparden vom Boot aus zu beobachten und zu fotografieren.
Auf dem Weg zum Hochland von Kigezi befindet sich der letzte größere Ort auf unserer Route.
Kabale, eine lebhafte Kleinstadt auf 1867 m über dem Meeresspiegel. Keine 20km entfernt, beginnt das Nachbarland Ruanda, 80 km entfernt der Kongo und daher ist Kabale ein wichtiges Handelszentrum und Ausgangspunkt für Reisen nach Kisoro und zur kongolesischen Grenze.
Einige Kilometer westlich der Stadt beginnt die großartige Berglandschaft von Kigezi, durch die, die kleine Straße nach Kisoro führt. Wer nach Ruanda oder zu den Virunga Vulkanen reist, der muss diese Straße überwinden. Abenteuer pur!
Als die „Schweiz Afrikas“ bezeichnet, gehört diese Region zu den beeindruckendsten Landschaften Ugandas und zählt zu den dicht besiedeltsten Gebieten Afrikas.
Die Gruppe der Virunga Vulkane bilden die Grenze zwischen Ruanda, Uganda und dem Kongo und erheben sich bis auf 4500m Höhe. Von Südwesten nach Nordosten bilden die Vulkane Karisimbi, Visoke, Sabinyo und Muhavura ein beeindruckendes Panorama.
An deren Hängen leben die letzten Berggorillas der Welt.
Am nächsten Morgen ist es soweit, es geht es auf zu den Hängen des tropischen Bergwaldes der Virunga Vulkane und die Suche nach den letzten lebenden Berggorillas beginnt.
Dort wo auch schon die amerikanische Gorillaforscherin Diane Fossey wirkte, im Vulkan Nationalpark im Nordwesten Ruandas, sowie im Bwindi Nationalpark auf der ugandischen Seite befinden sich die meisten für Touristen erreichbaren Berggorilla Gruppen.
Durch dichtes Unterholz und bis in Höhen von 3000-4000 m führt solch eine anstrengende Suche. Jedoch mit der richtigen Ausrüstung, erfahrenen Führern und Spurensuchern erreicht man nach einiger Zeit sicher das langersehnte Ziel - die Berggorillas.
Die mächtigen, bis zu 2 Meter großen Tiere gehören zur Gattung der Menschenaffen und leben bis heute weit zurückgezogen in den Tiefen der tropischen Bergwälder. Nur der Mensch hat es geschafft, diese friedlichen Lebewesen durch Wilderei fast vollständig zu vernichten. Heute leben weltweit noch rund 700 Berggorillas verteilt auf zwei Gebiete in Uganda, Ruanda und dem Kongo.
Sie leben in festen Verbänden von 2 bis 35 Tieren, und werden von einem alten Männchen, dem Silberrücken geführt. Er kann bis zu 200 kg schwer werden und duldet meist kein weiteres erwachsenes Männchen. Daher wird man in Gorillagruppen vor allem Weibchen und junge Tiere vorfinden.
Über 100 Pflanzen stehen auf ihrem Speiseplan, den Berggorillas sind Vegetarier und Insekten verspeisen sie nur eher zufällig. Bambus, wilder Sellerie, Nesseln und Disteln sind ihre Leibspeise.
Die täglichen Streifzüge, die diese Tiere bei der Nahrungssuche zurücklegen, sind mit rund einem Kilometer recht kurz. Doch für den Menschen ist es nur mit einiger Anstrengung möglich, den Gorillas in den Höhen bis 4500 m durch den dichten Bergregenwald zu folgen. Das meist üppige Angebot an Blättern und der geringe Nährwert dieser Nahrung, sind der Grund für die recht überschaubaren Streifzüge. Zur Mittagszeit schläft meist die ganze Gruppe in einem Umkreis von 50 Metern. Somit können sie bei nahenden Gefahren sich durch Grunzlaute und Schreie warnen.
Das Klima an den Hängen der Virunga Vulkane ist sehr wechselhaft, und so sollte man jederzeit, auch auf Schlechtwetter vorbereitet sein. Die Atmosphäre jedoch, bei solch einem Regenguss inmitten dieser grünen Berge, umringt von mannshohen und doch so friedlichen Gorillas, wird man sein Leben nicht vergessen.
Zum Schutz der letzten Berggorillas dieser Erde wird heutzutage nur eine Gruppe von 6 bis 8 Personen für maximal 60 min. am Tag an eine Gruppe herangelassen.
Nach dieser Zeit heißt es dann, glücklich und zufrieden, den Abstieg zu beginnen.
Ein einmaliges Erlebnis, dass jede Mühe lohnt und man für ewig in seinem Herzen tragen wird.
Voll unvergesslicher Momente, geht es auf den Rückweg. Vorbei am 200km entfernten Lake Mburo Nationalpark.
Der 260 km² große Lake Mburo Nationalpark verdankt seinen Namen dem größten einer Gruppe von Seen inmitten des Parks. Mosaikartig setzt er sich aus offenem Grasland, Akazienwäldern, Sümpfen und Seen zusammen.
Zahlreiche Felsen und Hügel bieten bei einer Safari immer wieder gute Aussichtspunkte, von denen man bei gutem Wetter bis weit ins Landesinnere schauen kann.
Der Park ist das einzige Reservat Ugandas, in dem neben Topis und Oribis auch die Schwarzfersenantilopen, die Impalas vorkommen.
313 verschiedene Vogelarten wurden bislang hier gezählt. Am Wasser kann man recht oft den farbenprächtigen Sattelstorch und Schreiseeadler beobachten.
Hier sollte man auch die Möglichkeit nutzen, aus dem Fahrzeug zu steigen und eine kleine Fußwanderung entlang des Ufers unternehmen. Doch Vorsicht: Krokodile und Flußpferde sind meist nicht weit entfernt.
Von hier aus geht es zum letzten Ziel dieser Reise, der Quelle des Nils am Viktoriasee, wo der über 6000km lange Nil entspringt.
Unweit von Jinja liegt das komfortable Kingfisher Resort direkt am Ufer des 68.000km² großen Viktoriasees.
Eine Bootstour führt zum Austritt des Nils aus diesem See, der eigentlichen Nilquelle. Hier bietet sich noch ein letztes Mal die Gelegenheit, die faszinierende Vielfältigkeit Ugandas zu erleben – und man wird am Ende sagen können:
Uganda - das kleine Land am Äquator - eine wahre Perle Afrikas.
Diese Reise wurde organisiert vom Reisebüro Colibri, dem Spezialisten für Uganda Reisen.



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