Uganda Reisebericht:
Mit Colibri-Reisen zu den Berggorillas
Am 16. Mai 2008 ist mein Traum, die Berggorillas zu besuchen, endlich in Erfüllung gegangen.
Nach einer kurzen medizinischen und organisatorischen Vorbereitung, ging es zunächst nach Brüssel, wo die sechsköpfige Reisegruppe zusammen traf, um dann gemeinsam nach Entebbe/Uganda zu fliegen. Wir alle waren voller Erwartungen und ziemlich aufgeregt, denn keiner von uns hatte je vorher Berggorillas in ihrem Lebensraum gesehen. Aber vorher ging es per Jeep mit einem super deutsch sprechenden Reiseleiter der gleichzeitig auch hervorragender Fahrer war, in den Kibale Forrest Nationalpark, wo ein Schimpansentrecking auf dem Programm stand.
Nach langem Spaziergang durch den Regenwald war es dann so weit. Fünf Schipansen: ein Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere pflegten in der Baumkrone ihr Familienleben. Dieses Gebiet ist nicht nur die Heimat dieser Menschenaffen, sondern auch ein Paradies für diverse Vogelarten wie zum Beispiel Hammerkopf, Marabu Reiher, Schopfadler Hornvogel, Riesenturako und Toko. Eine ausgedehnte Wanderung durch das Bigodi Wetland Reservat war für mich besonders spannend, weil ich wieder Affen beobachten konnte, und zwar diesmal Guerezza, rote Stummelaffen, Grauwangenmangaben und Paviane.
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Uganda Reisen zum Gorilla Trekking:

Im Queen Elizabeth Nationalpark sah ich nun zum ersten Mal Elefanten, Wasserböcke, Warzenschweine, Zebramangusten, riesige Ansammlungen von Büffeln und Flusspferden, Wassergeflügel, beispielsweise Pelikan, Reiher, Kormoran, Sattelstorch, Schwarzstorch und Nimmersatt. Auch Hyänen, Krokodile und Warane ließen sich blicken. Selbst das sehr selten vorkommende Große Afrikanische Waldschwein, eine echte Seltenheit, war zu bewundern. Obwohl diese Tierbegegnungen oft unglaublich hautnah und interessant waren, wurde die Aufregung wegen der bevorstehenden Wanderungen zu den Berggorillas immer größer – aber dann war es endlich so weit. Das erste Trecking fand im Bwindi Nationalpark statt. Der Aufstieg war sehr anstrengend, weil er sehr steil, unwegsam und sonnig war.

Mehrmals hatte ich mit mir gerungen, die Tour abzubrechen, aber die Vorstellung, vielleicht Berggorillas hautnah erleben zu können, hat mir die Kraft gegeben, das alles durchzustehen.. Als ich dann das erste Rascheln in den Büschen hörte und das erste Gorillaweibchen neugierig uns acht Besucher bestaunte, waren alle Strapazen total vergessen. Die Gorillagruppe bestand aus acht Mitgliedern, wovon sich sieben zeigten, darunter auch der Silberrücken und ein Jungtier. Wir haben kaum gewagt zu atmen. Voller Ehrfurcht haben wir die Tiere dann eine Stunde lang beobachtet. Dann kam der Abstieg, der für mich noch anstrengender war, aber die einmaligen Eindrücke haben es mir viel leichter gemacht.
Der zweite Besuch bei den Berggorillas war dann im Virunga Nationalpark in Ruanda. Für uns war die zwölfköpfige Berggorillagruppe mit dem Namen HIRWA vorgesehen. Der Weg dorthin war auch äußerst beschwerlich. Es hatte in der Nacht geregnet und der Boden war aufgeweicht. Einer der Begleiter musste mit der Machete einen Weg ins Dschungeldickicht schlagen und trotzdem habe ich die Wanderung viel besser verkraftet, weil sich der Anstieg ganz allmählich vollzog. Als sich meine Anspannung und Aufregung auf dem Höhepunkt befand, stand plötzlich ein überaus riesiger Silberrücken vor mir und es waren mit Sicherheit nicht die vorgeschriebenen 7 m Abstand, die mich von diesem beeindruckenden Tier trennten. Meine Gänsehaut legte sich erst, als ich das vertraute Brummen von ihm hörte, was mir signalisierte, dass wir Besucher willkommen waren.
Ab jetzt konnten wir dem Berggorillafamilienleben als Freunde beiwohnen. Mütter spielten mit ihren Jungtieren, der Boss beschäftigte sich im Spiel mit einem Halbstarken, die Babies spielten ganz unbeschwert miteinander und einige Weibchen beschäftigen sich mit gegenseitiger Fellpflege. Zwischendurch haben die Tiere ein paar Blätter gefressen oder kamen neugierig zu uns. Mann hatte das Gefühl, dass die Tiere genauso an uns interessiert waren, wie wir an ihnen. Viel zu schnell war die vorgegebene Stunde für die Beobachtung der Berggorillas zu Ende und es war mir bewusst, dass es diesmal ein Abschied für immer war.

Wieder zurück in Uganda, war für mich noch der Besuch im Uganda Wildlife Education Center in Entebbe (Zoo) ein kleiner Höhepunkt, bevor ich den Rückflug nach Berlin antreten musste.

Diese Reise war für mich unbeschreiblich interessant und beeindruckend, nicht nur die Tierbeobachtungen, sondern auch die Begegnung mit dem wunderschönen Land Uganda mit seinen sehr liebenswerten und freundlichen Menschen.
Ich bin dankbar und froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diese fantastische Reise mit allen seinen Fassetten erleben zu dürfen.
Diese Reise wurde organisiert vom Reisebüro Colibri, dem Spezialisten für Uganda Reisen.


