Ghana Reisebericht: Die abenteuerliche Fahrt von Koforidua nach Cape Cost

Löwe, LöwenZwei deutsche Frauen stehen mit zwei Ghanaern neben einem liegengebliebenen, alten Mercedes. Noch vor fünf Minuten freuten sie sich, bald in Cape Cost anzukommen, bis das Tro-Tro (so werden Fortbewegungsmittel aller Art in Ghana genannt) auf der sehr holprigen Straße in ein Loch fuhr und die Radaufhängung kaputt ging. Der Tro-Tro – Fahrer klopft mit einem Hammer auf das Rad, hält ein vorbeifahrendes Auto an und fährt mit diesem ins nächste Dorf. Nach einer halben Stunde kommt er wieder mit etwas mehr Werkzeug und klopft weiter auf das Rad ein, doch es passiert gar nichts. Er vertröstet seine Fahrgäste immer wieder – „we will drive“. Die zwei Frauen sind ratlos, dann fängt es auch noch an zu regnen…

 

Nach ein paar Tagen in Koforidua, eine Kleinstadt nördlich der Hauptstadt Accra, wo wir einen typisch ghanaischen Gottesdienst (dieser dauert in Ghana drei bis vier Stunden) und die Schule besucht haben, wollten wir nach Cape Cost, um dort den Kakum – Nationalpark zu besichtigen. Schon in Koforidua müssen wir abermals feststellen, dass das Leben der Afrikaner nicht mit dem der Deutschen zu vergleichen ist – hier ticken die Uhren einfach anders. Morgens um neun Uhr stehen wir an der Tro-Tro – Station, um mit einem Tro-Tro direkt nach Cape-Cost zu gelangen - wir wollten uns den Umweg über Accra sparen. Eigentlich sollte das Auto um zehn Uhr fahren, doch wissen wir inzwischen, dass sich niemand an Fahrpläne hält. Erst wenn das Auto voll ist, fährt man los. Glücklicherweise kommt irgendwann eine Studentin, die mit ihrem ganzen Hausstand wieder zurück nach Cape Cost fährt und bezahlt drei Plätze. Mit dem vierten Reisegast, einem weiteren Ghanaer, geht die Fahrt nach drei Stunden Wartezeit endlich los.