Antarktis Reisebericht:
Faszination Antarktis
Elfriede und P.-Josef Salz haben nun auch den letzten Kontinent der Welt besucht (Dez. 2007).
Mit dem LH-Flug von Frankfurt nach Buenos Aires ging es los.
In Buenos Aires für zwei Nächte und dem Besuch der bekannten Touristenziele La Boca , Grab von Eva Peron usw. flogen wir nach Ushuaia der zweit-südlichsten Stadt der Welt.
Nach dem Besuch im Nationalpark "Tierra del Fuego" und einem Grillfest mit gebratenem Lamm , konnten wir auf´s Expeditionsschiff die " MS Bremen ".

Etwas nachdenklich hatte uns die Nachricht ein paar Tage vor der Reise gemacht, denn es wurde von einer Havarie mit einem Eisberg und sogar später dem sinken eines Schiffes (?) berichtet.
Unser Schiff war es Gott sei Dank nicht gewesen (sondern die „MS Explorer“).
Linktipp: Bericht einer Antarktis Kreuzfahrt
Wir konnten die Fahrt , Richtung Falkland (arg. Malvinas),die etwas unruhig verlief , aufnehmen.
Auf den Falkland Inseln (New Island , West Falkland) wurden die ersten Pinguine besucht , auf dem Weg zur Kolonie der über Wiesen zum Teil mit schön blühendem Ginster führte, ist zu
unserem erstaunen, das erste gesichtete Tiere ein Hase gewesen .
An der Kolonie angekommen , Hunderte von Pinguinen viele Albatrosse und Kormorane ,es ist verblüffend wie die kleinen Kerle (Rockhopper Pinguine) steile Hänge erklimmen. Zwischen den Pinguinnestern treiben sich auch einige Räuber (Skuas) herum und erbeuten hier und da ein Ei.
In einer anderen Kolonie (auf Carcass Island) konnten die Magelanpinguine bestaunt werden die sich in die Erde Nester bauen. Nach dem Besuch bei der Familie McGill , die uns mit Unmengen Gebäck , Kaffee und Tee bewirtete , konnte es zurück an Bord gehen , am anderen Tag wurde die Hauptstadt Stanley (Kathedrale, Kriegsdenkmäler und Museum) besucht , dann waren alle auf die nächste 2 Seetage gespannt , wie wird sich die See verhalten . . ?
Auf halber Strecke passierten wir aus dem Wasser ragende Felsen (die Shag Rocks), hier haben sich einige Tafeleisberge festgesetzt , es ist merklich kühler geworden wir haben die antarktische Konvergenz passiert.
Seegang ?
Alles verlief zur Zufriedenheit , ja sogar überraschend gut. Wir hatten Süd Georgien erreicht , hier wo Sr. Ernest Shackelton nach seiner zwei- jährigen Odyssee Hilfe holte. Etliche Anlandungen (Elsehul , Salisbury Plain , Stromness, Gold Harbour) , mit dem Zodiac (stabiles Schlauchboot) brachten uns zu den Plätzen mit riesigen Kolonien von Königspinguinen , Robben , Seebären , See-Elefanten (Kolosse bis zu 5 Tonnen) , Goldschopfpinguine usw usw.
Atemberaubend die zig -tausende von Pinguinen mit ihrem Geschrei und dem hin und her gewatschel , ein Schlammareal zu durchwatscheln macht vielen Jungtieren in ihrem braunen „Flaumkleid“ aber auch den erwachsenen Tieren anscheinend sehr viel Spaß. Man kann sich zwischen den Pinguinen bewegen , man darf ihnen nur den Weg zum Wasser nicht versperren und sollte auch min. 5m Abstand halten , was aber schwierig ist weil die Tiere auf einen zukommen.
Bei den Seebären ist Vorsicht geboten und sie müssen des öfteren von den Lektoren mit Stangen abgehalten werden. Bei der Walfangstation Stromness ist eine Besonderheit , hier leben noch einige Gruppen von Rentieren die von den ehemaligen Walfängern mitgebracht worden waren.
Ein anderer Höhepunkt ist der Besuch in Grytviken der alten Walfängerstation, wo ab 1905 bis Mitte der 60er Jahre über 120000 Wale gefangen und „verarbeitet“ wurden.

Im kleinen Museum kann man sich von dem blutigen Geschäft überzeugen. Auf dem Friedhof besuchen wir auch Shackleton´s Grab , unser Kapitän hält eine Ansprache und wir nehmen einen kleinen hochprozentigen zu uns.
Die fahrt geht weiter , immer mit einem Blick aufs Wasser in der Ferne sind Buckelwale zusehen und immer die uns begleitenden Vögel , die Ausmaße der Eisberge werden immer gewaltige bis zu mehrere Hundert Meter (mehrmals noch viel größer) und die Formen wie sie kein Künstler schöner formen kann !! Wegen zu viel Eis in dieser Jahreszeit und der Windrichtung kann die Inselgruppe der Süd-Orkneys nicht besucht werden.
Wir kommen immer näher zum antarktischen Festland und auch der Stelle an der das Expeditionsschiff „MS Explorer“ nach der Havarie gesunken ist (!) , je südlicher wir kommen je länger bleibt es hell aber man hat auch überhaupt keinen Zug/Drang in die Koje , man weis einfach nicht wo man zuerst hinschauen soll . . . . ! !
Am nächsten Morgen verhindert ein starkes Eisvorkommen die Anlandung auf Elephant Island , am Abend doch noch ein Versuch um einigermaßen Nah an den Point Wild , wo die Männer von Shackleton warteten und eine Erinnerungsbüste von Kapitän Luis Pardo Villalon (dem Befreier) steht , zu gelangen.
Nach dem Besuch der polnischen Station „Arctowski“ am folgenden Tag betreten wir tags darauf zum erstenmal Antarktisches Festland „Brown Bluff“ , besuch einer Adeliepinguinen-Kolonie.
Am gleichen Tag wird die arg. Station „Esperanza“ wo ganzjährig Menschen, auch Kinder leben und der erste Mensch in der Antarktis geboren wurde besucht.
Nach Half Moon Island geht es zur offenen Vulkaninsel „Deception“, etwas zuviel Dünung läst eine Ausbootung zunächst nicht zu aber wir können am späten Nachmittag doch noch mit dem Zodiac zu der alten Walfangstation
aber baden ,was hier nach etwas graben im Sand , möglich wäre (vulkanisches Gebiet) kann aus Zeitmangel nicht getätigt werden. .. Schade .

Auf dem Weg zu Neko Harbour gibt es atemberaubendes in Sachen Eisberge und Gletscher zu sehen.
Nun zur Paradies Bucht ... ein Traum ! wir fahren wiederum mit dem Zodiac zwischen gewaltigen Eisbergen mit wunderbarer Blaufärbung , auch die Gletscher sind einzigartig !!
Auf dem Oberdeck der MS Bremen ist ein kleiner Weihnachtsmarkt mit Glühwein und vielem mehr für Leib und Seele aufgebaut , zwischen die festliche Musik , dem Besuch des Weihnachtsmann (mit unfreiwilligem Schwimmingpoolbesuch) ein Ruf über Bordlautsprechen : Wale .... ein perfekter Tag !!
Durch den Lemaire Kanal bis zum südlichsten Punkt (dieser Reise) Petermann Island und Port Lockroy wo ein kleines Museum den Einblick in das Stationsleben (Militärposten) der 50er , 60er Jahre gibt , und die letzten Postkarten nach Hause geschickt werden , kommen wir zu Melchior Island hier ist im Febr. 2003 wegen dem zurückgehen des Eises eine neue Insel entdeckt worden (die Bremeninsel).
Danach verlassen wir das wunderschöne Fleckchen Erde (Eis) und fahren wieder Richtung Norden , in der großen Hoffnung das die Drake Passage uns vor dem schlimmsten bewahrt .
Tatsächlich und GOTT sei DANK "ruhige" See , nun muss nur noch die Dünung mitspielen und wir können das Kap Hoorn erklimmen.
Alles wie erhofft , schönes Wetter am frühen Morgen , die Wartezeit bis zum Ausbooten dauert eine gefühlte „Ewigkeit“ !
Hier so wird von der Besatzung erzählt kann noch lange nicht jedes Mal an Land gegangen werden , ca. 3 von 10 .
Endlich die Zodiac´s sind im Wasser es kann ausgebootet werden und Kap Hoorn über ca. 260 Stufen erobert werden . . . ,
eine kleine Kapelle , ein Leuchtturm eine große Chilefahne und ein Riesen Albatros zu Ehren der "Kap Hoorner" , mehr nicht ,
ein großer Wunsch ging in Erfüllung !!


