Spitzbergen Reisebericht: Mein erster Eisbär
Home
Weltreise Blog
Afrika
Arktis / Antarktis
Asien
Australien
Europa
USA/Kanada
Zentralamerika
Südamerika
Ozeanien
Reisebericht eintragen
Reisevideos / DVDs
In 80 Tagen um die Welt
Liste der Gewinner
Kommentare v. Autoren
Weitersagen
und die Welt wird grüner!
Pressemitteilungen
Impressum

 

colibri_may11



n+k_nachhaltig_reisen_anim
Spitzbergen Reisebericht: Mein erster Eisbär
( 1957 Stimmen )
Geschrieben von: A.R. Brummer   
 
 
Schon lange hegte ich den Gedanken, einem Eisbär in freier Wildbahn zu begegnen. Am liebsten auf dem Packeis im Norden Europas. So bot sich eine Reise zur Inselgruppe von Spitzbergen an, die zu Norwegen gehört und noch 3000 bis 5000 Bären gegenüber 2.800 Einwohnern beherbergt. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass es sich bei den dortigen Eisbären um eine eigene Population handelt, die sich genetisch nur mit Tieren von Franz-Josef-Land austauscht, vielleicht noch mit einigen der ebenfalls russischen Nowaja Semlja, aber nicht mit Eisbären aus Alaska und Kanada. Nur gelegentlich sollen Tiere auch mal von Ostgrönland aus Spitzbergen erreichen, dass man eigentlich korrekter als Svalbard bezeichnen muss. Wie lange werden wohl noch Eisbären auf Spitzbergen leben können, wenn das Packeis durch die Klimaerwärmung in der Arktis weiter so rasant abnimmt?
So erreiche ich Mitte Juni via Oslo und Tromsoe die Inselhauptstadt Longyearbyen, wo ich mich zu einer Expedition auf das russische Schiff Aleksey Maryshev begebe, welches für Oceanwide Expeditions fährt. Über Colibri Umweltreisen Berlin konnte ich diese Reise buchen.
Vor dem Touristenoffice in der kleinen Bergwerkssiedlung fotografiere ich zur Sicherheit noch einen präparierten Eisbären, falls in natura keiner auftauchen sollte. Dann bräuchte ich nur das umgehängte Schild „don`t touch me“ wegretuschieren.

Die Schiffsreise führt entlang der bezaubernden Landschaft Spitzbergens nach Norden. Ausgiebige Landgänge lockern dabei das Programm auf. Wir gelangen durch das Packeis bis 80° Nord, aber tagelanger Nordostwind hat dermaßen viel Treibeis aufgebaut, dass an eine Umrundung Spitzbergens nicht zu denken ist und wir umkehren müssen, um nicht stecken zu bleiben. Kaum vorstellbar, dass 4 Wochen später das Satellitenbild ein vollständig Packeisfreies Spitzbergen zeigt und die Nordwest- wie die Nordostpassage erstmals in der Menschheitsgeschichte frei befahrbar sind. Bei einem Landgang in Smeerenburg, wo sich früher eine riesige Walfängersiedlung befand, stoßen wir auf die ersten Spuren einer Eisbärin mit einem Jungen und fühlen uns doch sicher, da unsere Führer ständig ihre Leuchtpatronenpistolen und Gewehre dabei haben. Ohne Waffen darf man auf den Inseln eine Ortschaft nicht verlassen, dies ist ein norwegisches Gesetz.



 
Anzeige:
antarktis-arktis-reisekatalog


Banner