Thailand Reisebericht:
6 Wochen mit dem Rucksack quer durch Thailand
Es fällt schwer die Eindrücke der ersten Tage in dieser Stadt in Worte zu fassen. Es gibt ja nicht umsonst das schöne Lied *one night in bangkok*.
Es ist hier vor allem laut und heiß und auch wenn wir euch 5 Stunden voraus sind, läuft das Wasser ohne Ende den Rücken hinunter. Die Stadt, ja..
… ist laut und heiß. Zwischen Menschen und Touristen schieben sich fliegende Händler mit Fisch, Obst, Fleisch aber auch gegrillten Heuschrecken durch die Mengen. Die Stadt dampft und liegt in einem Wirrwarr von durchaus leckeren Essensgerüchen, auch wenn man die Hälfte der Esswaren noch nie zuvor gesehen hat, und Abgasen. Die Straßen sind übervoll. Es quetschen sich kleine Busse mit einheimischen an Taxis und Tuk-Tuks (das sind motorisierte Rikschas) vorbei. Hier über die Straße zu kommen bedarf viel Glück und aber auch Mut - aber wir sind ja Berliner und einiges gewohnt.
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… ist laut und heiß. Zwischen Menschen und Touristen schieben sich fliegende Händler mit Fisch, Obst, Fleisch aber auch gegrillten Heuschrecken durch die Mengen. Die Stadt dampft und liegt in einem Wirrwarr von durchaus leckeren Essensgerüchen, auch wenn man die Hälfte der Esswaren noch nie zuvor gesehen hat, und Abgasen. Die Straßen sind übervoll. Es quetschen sich kleine Busse mit einheimischen an Taxis und Tuk-Tuks (das sind motorisierte Rikschas) vorbei. Hier über die Straße zu kommen bedarf viel Glück und aber auch Mut - aber wir sind ja Berliner und einiges gewohnt.
Und in diesem Chaos und hektischem Treiben jedoch immer wieder Oasen der Ruhe. Überall stehen Tempel durch Mauern abgegrenzt von dem hektischen Treiben der Stadt. Und in ihnen eine Vielfalt an Buddhas... … liegend, sitzend, aus Gold, Marmor oder auch Jade.
Die Tempel sind prächtig mit Seidentapete und Gold bestückt und es duftet nach Jasmin-Blumenkränzen. Räucherstäbchen werden entzündet, um bei Buddha um einen glücklichen Tag zu bitten. Und vor jedem Haus der allgemeinen Zivilisation findet sich ein kleiner Schrein – auch dieser prächtig mit Blumenkränzen geschmückt - die jeden Tag erneuert werden – und Wasser und eine Schale Reis als Opfergaben davor. Ein wenig sehen diese allerdings aus, wie aufgetakelte Vogelhäuschen, aber das spricht man hier besser nicht laut aus...
Wenn es jedoch Abend wird…
- und das geschieht innerhalb von 30 Minuten, denn erst sieht es aus als würde es regnen wollen und eh du es dich versiehst ist es auch schon Dunkel - die Dämmerung haben die Thais abgeschafft
...erstrahlt die Stadt in neuer Faszination. Man vergisst den Verkehr und den Abgasmief und die Hektik. Alles was Beine hat scheint unterwegs zu sein. Überall auf der Straße stehen Tische und Stühle und meistens sind diese immer voll. Lichterketten - die gehören hier an jeden Stand und jedes Fahrrad, wie es scheint - erstrahlen und es sieht einfach herrlich aus und zieht dich in seinen Bann. In unserer Hotelstrasse steht ein alter rot-weißer VW-Hippie-Bus und wenn es dunkel wird, klappt man das Dach auf und die Seiten weg, baut ein paar Tische und Liegestühle auf und fertig ist die urigste Cocktail-Bar. Um 1.00 Uhr jedoch ist der ganze schöne Spuk vorbei – dann ist hier alkoholische Sperrstunde auf den Straßen. Also zieht sich alles auf die Veranda der Hotels zurück und genießt sein Bierchen getarnt in Kaffeebechern.
Ach übrigens musste ich feststellen, dass selbst Haarshampoo sich bei dieser Hitze in seine Bestandteile auflöst. Und duschen ist hier auch nicht wirklich abkühlend!!
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Kultur Pur:
Sind am Sonntag, den 29. von Bangkok nach Ayutthaya per Bahn. Leider gibt es von der Fahrt nicht viel zu berichten, da das Abteil voll war, wir also nicht wirklich zum Fenster raussehen konnten, aber wenigstens durch akute Fensteröffnung und Deckenventilator für Luft im Abteil gesorgt wurde.
Ayutthaya ist Gott sei Dank etwas kleiner, dadurch weniger laut und auch nicht eine ganz so stinkige Stadt wie Bangkok, hat dafür aber doppelt so viele wirklich räudige Hunde aufzuweisen. Vorzugsweise um die Tempel herum, sammeln sich die Horden, was die Besichtigungstour etwas unangenehm werden lässt.
Haben dann am Montag einen vier stündigen Kulturmarsch durch die Stadt unternommen. Ayutthaya war vor Bangkok die Haupstadt und so gibt es ähnlich wie in Knossos ein ganzen Stadtbereich von Trümmern ehemaliger Kloster, Kapellen etc. zu besichtigen. Dazwischen dann auch mal wieder ein sitzender, ein stehender oder ein gigantisch liegender Buddha. Alles in allem recht anstrengend, wenn man die Hitze bedenkt, der wir ausgesetzt sind, aber durchaus mehr als lohnenswert. Dienstag dann frisch und munter in den Zug gehüpft gleich auf dem Bahnsteig noch ein paar Bayreuther kennen gelernt und uns in Richtung Norden aufgemacht. Oh man was für eine fahrt. Für knappe 400 km sage und schreibe 7,5 Stunden im Zug gesessen.
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Im Abteil diesmal etwas mehr Platz, da die Sitze längs angeordnet waren. Also ein wenig auf dem Rucksack im wahrsten Sinne des Wortes abgehangen, auf dem Sitz zusammengerollt, um die endlose Fahrt zu ertragen. Die ersten Stunden hat es ja auch noch durchaus Spaß gemacht, aus dem Fenster zu schauen, oder direkt an der (während der Fahrt natürlich geöffneten) Tür zu sitzen, aber nach einer Weile gab es auch da nix neues mehr zu entdecken.
Grün soweit das Auge reicht: Reisfelder, Kokospalmen, Sumpf, Bananenplantagen, Gras, Schilf und vereinzelt mal ein Haus oder zur Abwechslung ein riesiger Buddha in gold und auf Bergen tronend. Auf die Dauer also doch etwas stupide. Nun also haben wir damit die Hälfte der Strecke von Bangkok nach Chiang Mai gebracht. Deswegen noch mit dem Bus einen 1 stündigen Abstecher in Richtung Nord gemacht und mehr als klebrig und erschöpft in Sukkothai gelandet.
Heute dann mal ein wirklich lustiger Ausritt. Mit dem Bus zum historischen Park von Sukkothai (noch mehr Ruinen als in Ayuthhaya-das war nämlich nur zum anwärmen). Ein Fahrrad gemietet und in der Hitze durch die Tempeltrümmer sage und schreibe vier Stunden geradelt. Dann schnell noch nen Abstecher in das nahe liegende Museum- man war das angenehm kühl da drin. Morgen dann also der 2. große Ritt- diesmal haben wir uns aber für den klimatisierten Bus entschieden um dann endlich in das nördlich gelegene Chiang Mai zu kommen. Von dort dann wieder neues bis dahin noch was zum lernen:
Bangkok-Phänomene & Thai-Kuriositäten
Essen gibt es Plastiktüten (Reis, Suppe, Spieße, Obst, Gebratenes)
Thais trinken daraus auch ihre Softdrinks mit Eis und Strohhalm –
das spart das Verschlüsse aufschrauben Thai-Girls haben immer zu kleine Schuhe an auf den Märkten gibt es rosa Eier als süßer Snack: man rollt sich einen grünen Crepes, tue karamellisierten Zucker in Fadenform rein (sieht nicht nur aus wie Haare, sondern fühlt sich auch so an!) und fertig seine Schuhe zieht man hier besser überall aus, nicht nur in Tempeln, sondern auch in Hotels, Shops und Bars.
Nur in Bangkok wird das ganze etwas lockerer gehalten – ist halt Touri-Center „7 eleven“ der ortsansässige Supermarkt verkauft eingeschweißte, fertig geschmierte Toaststullen: wahlweise mit Butter, Schokolade oder Erdbeercreme Merke: Ghuppies gibt es in Bangkok überall. In jedem Teich und Brunnen der Stadt schwimmen die Viecher rum – und wenn das noch nicht reicht, werden Tontöpfe mit Wasser gefüllt, die Fische da rein manövriert und das ganze dann auf die Straße gestellt – fertig ist der Großstadtzoo! - Der Mond nimmt von unten nach oben zu
Auch wenn Fußgänger grün haben, die Thais fahren immer – egal was die Ampel anzeigt
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Wenn du einen Termitenhügel siehst: leg etwas zu Essen auf den Hügel(es geht auch ein frisches Blatt) denn darin, so sagt der Glaube, lebt der Geist der Erde Im Gitarrenladen gibt es Angeln, Kreissägen und Kochtöpfe, oder waren es gar Gitarren im Angelladen?
Morgens 08.00 Uhr und 18.00 Uhr wird auf den Bahnhöfen und in allen anderen öffentlichen Gebäuden die Nationalhymne gespielt und alles steht dann für eine Minute still. (Im Radio wird die Hymne auch gespielt, aber die Autos fahren weiter) Auf Busse springt man Fahrenderweise auf – mit dem Rucksack manchmal gar nicht so einfach
Der erste Sitz neben der Tür ist in Bussen und Bahnen für Mönche reserviert nach der Nationalhymne kann man im örtlichen Stadtpark am Aerobic teilnehmen. - Sport frei! - Schönheitspflege wird vorzugsweise auf Bahnhöfen betrieben: Augenbrauen zupfen, Fingernägel säubern, Pickel ausdrücken…
Taschentücher benutzen Thais nicht – hier wird hemmungslos in der Nase gepopelt und der Straßendreck per Hand rausgeholt
Thais sind sehr eitel. So gut wie jeder trägt Kamm und Spiegel bei sich. Fast im Stundentakt wird nachgeprüft und zurechtgelegt
Busbahnhöfe: der nördliche ist im Osten, der südliche im Westen Bangkoks – noch Fragen?
Ihr merkt schon, da hat sich mal wieder ein wenig Englisch bei mir eingeschlichen. Es ist inzwischen so weit, dass wir Probleme mit dem umswitchen ins Deutsche bekommen. Wir haben inzwischen so viele Leute der unterschiedlichsten Nationen (Astralier, Dnen, Schweden, Belgier, Engländer, Israelis) etc. kennen gelernt (und da es eher selten ist ein paar deusche zu treffen) und immer nur englisch geredet, dass wir beide manchmal vergessen das wir uns untereinander auch auf Deutsch unterhalten können. Manchmal jedoch artet das auch in sehr lustige Situationen aus. Man trifft Leute redet ein wenig mit ihnen, bis die entscheidende Frage kommt:
where do you come from - germany? Prima, dann können wir ja jetzt auch auf Deutsch weiter reden.
Aus dem Dschungel in den Dschungel
Wir haben Freitag kurzfristig beschlossen eine Dschungeltour zu buchen und gesagt getan. Sonnabendmorgen sollten wir um 8.30 Uhr abgeholt und zum Nationalpark nördlich von Chiang Mai gekarrt werden.
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Da wir am Abend vorher jedoch bis nachts um 1.00 Uhr mit unserer Hostel-Mama in einer sehr netten Bar verbracht haben, klingelte der Wecker erst schlag 8.00 Uhr. Mit frühstücken war dann wohl nix, aber da haben wir die Rechnung ohne unsere Heimmutter gemacht. Als der Jeep zur Abholung anrollte hat sie den Fahrer erstmal losgeschickt, die anderen Teilnehmer einzusammeln und so hatten wir noch genug Zeit für ein ausgiebiges und ruhiges Frühstück.
Und dann ging’s auch schon los. Mit so nem kleinen offenen Jeep hat man uns 8 Leute (man waren wir eine lustige runde: 2 Engländer (Pärchen), 2 Japsen und wir 4 quasi als deutsche Übermacht) zum Nationalpark etwa 60 Minuten lang gekarrt. Da Regenzeit hat es auch gleich mal kräftig geschüttet – Fenster undicht, Luke ging nicht richtig hinten zu, also schon unterwegs quasi zur Probe für später halb nass geworden. Wie gut das wir ordnungsgemäß schon alle Sachen in Tüten verpackt hatten.
Zum Mittagstopp an einen kleinen Flecken ohne nennenswertes Dorf drumrum gefahren. Während man für uns in der Hütte das Mittag brutzelte sind sind wir uns 30 Minuten einwandern gegangen, um dann an einem kalten aber kristallklaren Wasserfall zu gelangen. Der Weg dahin war schon nicht ohne, über Hängebrücken, Steine, Bergauf und Geröllab, aber gelohnt hat sich das alle mal.(wenn wir da schon gewusst hätten was uns noch bevorsteht...)
Dann ging’s auch schon weiter Richtung Naturschutzpark. Dort angekommen, Rucksack aufgeschnallt und ganz locker zum einlaufen 10 Minuten zu einer Thermalquelle, mit Wasserbecken wie in Pamuccale. Ziemlich heiß war es da- und die Außentemperatur war ja auch nicht ohne, dennoch sind wir da alle reingewatschelt. 20 Minuten Siesta und vor allem den Kreislauf wieder ins Gleichgewicht bringen- das war die oberste Devise, und dann ging es richtig los. Nach 400 Meter bergauf, dann zu einer Aussichtsplattform für Geysire. Man und das alles in knappen 2 Stunden schon!
Der weitere Weg zu unserem ersten Lager sollte dann noch etwa eine Stunde andauern. Was uns allerdings nicht gesagt wurde, dass es diese Stunde nur steil bergauf ging. Alles was ich an Wasser oben reingeschüttet habe, kam in Sekundenbruchteilen an allen Poren wieder in Strömen ausgetreten. - high noon. -
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Nach 20 Minuten waren wir sacknass und japsten wie Schlittenhunde nach nem Tagesrennen. Auch wenn es mehr als anstrenengend war und viel Überwindung gekostet hat weiterzulaufen, der Ausblick oben auf dem Berg war gigantisch schön. Um 16.00 Uhr kamen wir dann fix und alle in unserem ersten Bergdorf an, wo wir auch die Nacht verbringen sollten. Ein Moskitonetz, 2 Decken halt ganz traditionell und etwas hart.
Überraschenderweise wurde es mal über den Abend ziemlich kühl, weshalb wir in voller Montur mit beiden Decken oben versucht haben uns über Nacht Warmzuhalten. Der Klogang in der Nacht - nen Horrortrip. Mit der Taschenlampe ans Ende des Dorfes in ein Holzverschlag- nie wieder trink ich vor dem schlafen gehen 2 Gläser Tee. Man hatte ich nen Schiss....
Gut war, dass ich meine Ohropax dabeihatte, denn unter unserem Hochgesetzten Haus, *schliefen* die Hähne, Hühner und nen Schwein. Kurz vor 4 Uhr wollten die Jungs schon die Hähne um die Ecke bringen- ich hab nix davon mitgekriegt.
Am nächsten Morgen: 8.00 Uhr wecken, Frühstück und dann Abmarsch. Ein 3 Stunden-Marsch stand uns bevor, auch dieser hat uns viel Nerven und Kräfte abverlangt, weil es nur selten gemütlich auf einer Ebene vorwärts ging. 1h steil bergauf, 1,5 stunden noch steiler unter Geröll wieder bergab, was durchaus nicht erleichternder war. Dann endlich: das Dorf vor unserer Nase. Fix und fertig sind wir alle in einen bräunlich dahin- fliessende Fluss gesprungen. Mittag bekommen und dann ging’s los zur großen Elefanten-Reit-Tour.
Man sind die Dinger riesig und borstig. Jan und ich haben die Leitkuh erwischt, also das größte Vieh und auch noch vorne weg. Unser Elephanten-führer ist nach 200 Metern abgesprungen und hat uns unserem Schicksal überlassen, weil ein anderer Elephant führerlos war. So hatten wir beide also die Gelegenheit hoch professionell auch mal auf dem Kopf mit den Beinen hinter den Ohren zu sitzen- ein wirklich großartiges Gefühl, nur etwas stachelig am Hintern :-)
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Bergauf und Bergab war anfangs etwas unheimlich, aber du hattest recht schnell den Dreh raus und brauchtest dich dann nicht mehr mit den Händen Hilfe suchend am Sitz festklammern. Nach gemütlichen 1,5 stunden dann in leider auch schon in dem Dorf angekommen wo wir die Nacht verbringen sollten. Schade, von mir aus hätte es noch 2 Stunden so weiter gehen können, auch wenn die Sonne erbarmungslos gebrannt hat.
In unserem letzten Dorf dann gestern zum Abend noch ein nettes Lagerfeuer gemacht und uns *was wäre wenn* Geschichten erzählt. Ein wahnsinnig schöner Sternenhimmel war über uns und unter uns rauschte der Fluss- wie herrlich mal keine gackernden Hühner, aber stellenweise klappernd kalt in der Nacht. Heute Mittag dann die letzte Etappe unserer Tour. Sachen noch-mals in Tüten wasserdicht verschlossen und dann ging es zu fünf mit einem Leader auf ein Bambus-Floß. Spannende und aufregende 85 Minuten durch Stromschnellen, neben dem Floss mal hergeschwommen, selber gestakt und viel balancieren müssen, aber wir sind heil unten angekommen- ein Heidenspaß für alle. Und dann- ja dann hieß es leider schon wieder ab ins Auto und zurück ins Hotel.
Vor Erschöpfung erstmal 2 Stunden zutiefst geschlafen und nun werden wir noch ein Bierchen trinken gehen, aber der Muskelkater zwickt ordentlich.
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Welcome at the beach
Was soll ich sagen? Ich musste heute mit Schrecken auf meinen Tagesplan feststellen, dass wir nun seit ganzen 4 Tagen bereits auf Ko PhiPhi - nein eigentlich nur in unserem Resort sind.
Und es ist genau das was die Seele braucht!. Am südlichen Ende von Ko PhiPhi (Dan) Island liegt das „Long Beach Resort“. Es beinhaltet insgesamt 3 Hotelblocks. Wir sind links im „Pearl Beach Resort“ (das schönste der drei Hotels) abgestiegen. Unser Hotelkomplex umfasst ein Restaurant, eine Rezeption und 30 Bungalows in 4 Reihen (die 2 anderen Hotelanlagen sind auch nicht größer!). Trotz günstig(st)em Bungalow in der letzten Reihe, sind wir nur knapp 100 Meter vom Strand entfernt - und es ist sagenhaft schön und ruhig hier und auch am weißen Sandstrand hat man mehr als nur ein bisschen Platz!
In der Regel regnet es hier morgens mal kurz und dann zum Nachmittag/Abend hin - was aber der guten Laune keinen Abbruch tut, denn es schläft sich herrlich bei Meeres und Regenrauschen! Langeweile kommt auch bei Regen, dank vieler netter DVD´s, 2 lustigen Bayern, Jenga und verdammt leckerem Essen hier nicht auf. Und so fliegen die Tage dahin.
Gestern haben wir dann bei schönstem Wetter einen Bootsausflug gemacht. Mit nem Longtail-Boat einmal um unser Insel PhiPhi-Don und dann rüber nach PhiPhi- Lee - dem unbewohnbaren Zwilling mit schroffen Felsen, kristallklarem Wasser und wilder Vegetation. Weiter ging es zum Maya-Beach, der Strand an dem der Film *the Beach* gedreht wurde (zum denkwürdigen Abschluss des Tages haben wir diesen auch gleich in der Hotellobby angeschaut).
Natürlich waren zeitgleich mit uns verdammt viele Touris da - tat aber der guten Laune kein Abbruch! In der Bucht vom Maya-Beach sind wir dann auch gleich noch Schnorcheln gewesen. Viele Korallen und bunte Fische waren zu bewundern, wenn auch nicht annähend so viel und bunt wie in Ägypten, dennoch schön. Das Wasser knisterte allerdings vor elektrischer Spannung - dank kleiner Nesseltiere, die nicht wirklich sichtbar waren, wurde das ganze zeitweilig auch recht unangenehm auf der Haut.
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Nach der mittaglichen Reisstärkung, die wir zur allgemeinen Erheiterung mit den Fischen geteilt haben ging es dann nach „Bamboo Island“ - einem Naturpark. Dort noch 2 Stunden im Wasser rumgetollt, Muscheln gesammelt und Einsiedlerkrebse bewundert und dann um den Rest unserer Insel wieder zurück in unser Resort.
Ein wirklich schöner Ausflug - nur leider ließen sich die Spuren des Tourismus und des fehlenden Umweltbewusstseins der Thais nicht übersehen. die Korallen waren deutlich angegriffen und während der gesamten Bootsfahrt zogen immer wieder ganze Teppiche an Zivilisationsmüll in Form von Plastikflaschen-, Bechern-, Schuhen-, Tellern und haufenweise Styropor an uns vorbei.
Es bleibt zu hoffen, dass die Thais ihr Müllbewusstsein langsam umstellen, um ihre einmalig schöne, aber auch wilde Natur und ihre traumhaften Strände zu erhalten.
Ich verabschiede mich an dieser Stelle mit 2 Fotos und sonnigen Grüßen bei einer Wassertemperatur von 28 Grad. Friert nicht so doll im deutschen Lande - ich werd mal ein paar Sonnenstrahlen in die Post stecken :-))
Bis bald