Thailand Reisebericht:
Eine Reise, die mich veränderte

Was soll ich sagen? Dieses Land hat mich reifen lassen, veränderte mich, hat mich nachdenklich gestimmt und mich zum Staunen gebracht. Es ist ein faszinierendes, aufregendes Land.

Gestartet haben meine beste Freundinn und ich mit einem ca. 17 kg schweren Rucksack in Bangkok. Unsere erste Nacht verbrachten wir in der Khao San Road, der typischen Backpacker Straße. Es war laut und es gab viel Wirrwarr aber es war auch aufregend und man bekam viele neue Eindrücke. Wir sahen Marktstände mit gefälschten Markenartikeln jeder Art. Auch Garküchen wo man eine große Portion Essen für € 1,- bekam, dass noch dazu echt lecker war, waren vorhanden.

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Am nächsten morgen ging es früh los nach Koh Tao. Und obwohl wir nur einen Tag und eine Nacht in Bangkok waren, waren wir froh als wir in Koh Tao ankamen. Im Gegensatz zu Bangkok schien hier das Leben still zu stehen. Es war wunderschön und sofort fühlten wir uns wohl und in Urlaubstimmung. Hier beschlossen wir den Tauchschein zu machen. Dass dies eine gute Entscheidung war, merkten wir als wir das erste Mal im Meer tauchten und diese wunderschönen Korallenriffe vor Koh Tao erkunden durften. Schon öfters war ich schnorcheln, jedoch zu wissen dass man sich 18m tief im Meer befindet, lässt einen Respekt verspüren. Wir sahen verschiedenste Arten bunter Fische und Korallenarten. Nach weiteren tollen Tauchgängen und viel Theorie legten wir die Prüfung ab und durften uns stolze Besitzer eines Tauschscheines nennen. Nach 5 Tagen lernen, spaß haben unter andern mit den Tauchlehren und vielen neuen Erfahrungen verließen wir Koh Tao um nach Koh Phangan aufzubrechen.

 


Wir hatten Glück und kamen sehr günstig in einem Bungalow direkt am Strand unter. Da dieses Wochenende Vollmond war wollten wir die legendäre Full Moon Party nicht versäumen. Bis dahin verbrachten wir die Tage mit relaxen, die meiste Zeit am langen breiten Sandstrand liegend. Wir schwammen im 25 Grad warmen Wasser und genossen das Gefühl des nichts tun. Dann war es soweit, Party time und es war unglaublich am Samstag kamen Boote von überall her und der Strand war voller feierwütiger Menschen aus aller Welt. Es war genial am gesamten Strand waren verschiedenste DJs die toll auflegten, der Stand wurde zur riesigen Tanzfläche. Man muss das echt erlebt haben. Es ist eine großartige Party. Einen Tag blieben wir noch um auszuschlafen dann fuhren wir weiter nach Koh Samui.

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Koh Samui bietet eine schöne Natur. Wir besuchten mit dem Moped tolle Wasserfälle die aus 15m höhe aus dem Felsen schossen. Die Vegetation war üppig wir sahen verschiedenste Palmen- und Pflanzenarten. Auch ein paar Schmetterlinge, zu meiner großen Freude (ich liebe Schmetterlinge), flatterten an uns vorbei. Wir besuchten den Buddha Beach und dieser riesige Buddha war atemberaubend. Auch die Strände haben uns sehr gut gefallen, leider gab es keine erwähnenswerten Riffe zum tauchen oder schnorcheln.


Unser nächstes Ziel war Phuket hier hatten wir zwar ein schönes Zimmer zu einem günstigen Preis jedoch hatte diese Stadt ansonsten nicht viel zu bieten. Hier merkte man das Leben für das Thailand berüchtigt ist. Die Straßen waren gesäumt von Lokalen, in der leicht bekleidete Thai Mädchen u.a. auch Ladyboys an der Stange tanzten. Die Preise für Essen und Getränke waren überteuert und extrem viele Touristen tummelten sich überall. Schnell machten wir uns auf nach Koh Phi Phi Don.


Hier angekommen fühlten wir uns sofort wieder besser. Nach langer Suche nach einem günstigen Bungalow machten wir uns auf dem Weg zum Strand leider mussten wir feststellen dass hier das Wasser nur knietief war und das schwimmen unmöglich machte. Dafür konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachten. Am nächsten Tag beschlossen wir zu einem etwas weiter entfernten Strand zu gehen. Mit dem Longtailboat fuhren wir zum Long Beach. Wir erfuhren dass hier ein gutes Schnorchel Gebiet war, deshalb liehen wir uns Flossen aus. Der nette ältere Thailänder sagte uns dass es gut möglich wäre auch Haie zu sehen die jedoch, wie er uns versicherte völlig harmlos wären. Ich konnte es nicht glauben wirklich einen Hai zu sehen, doch kurze Zeit später wurde ich eines besseren belehrt. Ich schnorchelte völlig relaxt umher und bewunderte die schönen bunten Fische und auch die verschiedensten Korallen die sich um einen riesigen Felsen befanden. Als ich plötzlich die Luft anhielt und meine Augen aufriss nur wenige Meter von mir entfernt sah ich einen Blacktip Reef Shark (Schwarzspitzen-Riffhai). Völlig perplex und überrumpelt starrte ich diesen wunderschönen Hai an erst jetzt verspürte ich etwas Angst, die jedoch völlig unbegründet war den als mich der Hai wahrnahm verschwand er genau so schnell wie er aufgetaucht war. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich vor Freude nur noch grinsen. Ich hatte einen Hai in freier Wildbahn gesehen. Wie oft im Leben passiert einem so etwas schon? Sofort schwamm ich zu meiner Freundinn und erzählte ihr aufgeregt die Neuigkeit. Sie freute sich für mich war jedoch auch traurig dass sie ihn nicht gesehen hatte. Wir beschlossen es morgen gleich nochmal zu versuchen. Und dieses mal, man glaubt es kaum hatten wir beide Glück und sahen einen Blacktip Reef Shark. Leider war es auch dieses Mal nur für einen kurzen Augenblick aber es reichte um uns beiden den Atem zu nehmen.


An unseren letzten Abend machten wir noch eine Sunset Tour zur Maya Bay dies war ein würdiger Abschied für diese wunderbaren Tage die wir hier verbringen durften.
Wir verabschiedeten uns von diesen wunderschönen Inseln und machten uns erneut nach Koh Phangan zum Haad Khuat (Bottle Beach) auf.

 

Hier waren nur wenige Touristen die Kellner, die in unserem Resort arbeiteten, waren sehr freundlich und immer gut gelaunt, wir hatten viel Spaß mit ihnen. Außerdem hatten wir Glück und es war gerade Halb Mond das hieß für uns Half Moon Party. Wir fuhren mit Jeeps in den Dschungel und genau dort mitten im nirgendwo war ein riesiges DJ Pult aufgebaut und auch diese Party war genial. Erst am morgen fuhren wir zu unserem Resort zurück.
Auch hier gab es unter Wasser einiges zu bewundern, wir hatten das Glück einige Rochen zu sehen. Ansonsten war hier nicht viel los, es gab nur ein Geschäft in dem man Wasser, Lebensmittel und das nötigste kaufen konnte. Da es keine Discos oder ähnliches gab, saßen wir Abends oft im Restaurant auf der Terrasse und betrachteten den schönen Sternenhimmel der hier zum greifen nahe schien.

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Nach diesen wundervollen Wochen machten wir uns, etwas wehmütig dieses Land zu verlassen, aber mit vielen, vielen neuen Erfahrungen mehr im Rucksack auf die Heimreise.


Seit dieser Reise hat mich das Reisefieber gepackt inzwischen war ich für 6 Wochen in Mexico und für 2 Monate in Spanien unterwegs. Außerdem habe ich meine Englischkenntnisse sehr verbessert und habe Spanisch gelernt. Ich hoffe noch viel von dieser Welt sehen zu dürfen. Denn wie sagt man: Das Leben ist wie ein Buch, wer nie reist sieht nur eine Seite davon. Ich finde das sehr zutreffend. Denn meinen Horizont hat das Reisen auf jeden Fall erweitert.
Schönes Fernweh!