
China Reisebericht:
DURCH DAS REICH DER MITTE, China Teil 1
Das glasklare Wasser der Bay plätschert an den Strand und umspült unsere Füße die wir zur Abkühlung ins Wasser halten. Die Palmen rauschen in der sanften Abendbriese die vom südchinesischem Meer herüber weht .Fernes Autohupen auf der Straße nach Sanya erinnert uns daran , dass wir die Bucht nicht ganz allein für uns haben .
Die Sonne versinkt in einem wahren Kanon der Farben hinter der Gebäudesilhouette von Sanya . Bald werden die grünen Laserscheinwerfer den abendlichen Himmel von Hainan zerteilen .
Ein Angestellter des mondänen Mandarin Oriental bringt uns die bestellten Drinks .Auf dem Tablett befinden sich Erfrischungstücher , ein Erfrischungsspray und zwei Flaschen Wasser-complimetary- sowie Streichhölzer mit vergoldeten Köpfen .Man hat an wirklich alles gedacht , als man dieses erst im Januar dieses Jahres erbaute Luxushotel erdachte.
Entspannt betrachten wir den abendlichen Himmel der die warmen Farben eines entfachten Kamins annimmt .Hier nun , am morgigen Tage würde unsere Reise enden , in all dem feudalem Luxus und fernab der Hektik dieses riesigen , aufstrebenden Landes…..
Einige Wochen vorher hatten wir bei Opodo
eine Gabelflug gebucht , Hinflug nach Beijing und Rückflug von Sanya , ganz im Süden dieses riesigen Landes .Innerhalb des Zeitrahmens mussten wir also ins ferne Hainan gelangen und wollten unterwegs noch viel sehen…..
Mit der Fortbewegung hielten wir uns an Jules Verne`s Klassiker „ In 80 Tagen um die Welt “ –zu Lande , zu Wasser und in der Luft -durchquerten wir das Land .
Wo sind nur diese drei Wochen geblieben, die wir quer durch das Reich der Mitte brauchten um aus der fernen Metropole Beijing hier nun ins „Hawaii“ China`s zu kommen ?
Wo war sie nur , diese wundervolle , aufregende und lehrreiche Zeit… ?
…Wir genießen unsere Drinks und das Eis schmilzt unter den tropischen Temperaturen Hainan`s.Die Sonne wird vom Horizont verschluckt...
Die letzten Strahlen peitschen verzweifelt Richtung Abendhimmel....
DURCH DAS REICH DER MITTE
EIN REISEBERICHT IN MEHREREN TEILEN
ETAPPE 1 :VON BEIJING NACH LUOYANG
Ca . drei Wochen vorher .....
...langsam erfüllt das rote erste Licht des noch so jungen Tages den Himmel über
BEIJING
Die ersten wärmenden Strahlen tanzen auf den Tragflächen des Airbus .Majestätisch neigt sich der Rumpf des Flugzeugs leicht zur Seite und beginnt den Landeanflug auf China`s Hauptstadt.Wir verlassen das Flugzeug wenig später , als es seine endgültige Position eingenommen hat .Neben unserer Maschine befinden sich Flugzeuge so exotisch klingender Namen wie Hong Kong Express und Aero Cbit .Geduldiges Warten am Kofferband und an den Schaltern der Einreisebehörde .Der Beamte kontrolliert höflich die Pässe und die schon in Deutschland beantragten Visa .Der Stempel knallt in den Reisepass .
Das Abenteuer China kann beginnen !
Wir ordern ein Taxi .Der Fahrer kann ein wenig-sehr wenig- Englisch .Wir zeigen Ihm unsere Hoteladresse in Beijing . Wir fahren los .Gitter teilen die Fahrerkabine von den Reisenden .Das Taxameter läuft. Mit 10 Yuan beginnt der Spaß.
Unser erster Eindruck von Beijing ist die Sauberkeit . Unzählige Hochhäuser in allen Formen und Farben prägen die ersten Impressionen die wir nach unserem Nachtflug sammeln.Das Taxi irrt suchend durch China`s Metropole und wird alsbald fündig .
Vor uns liegt, nur ca.500 Meter von der verbotenen Stadt entfernt, unsere Unterkunft.Von draußen, in seiner Architektur etwas nichtssagend, überzeugen uns auf Anhieb die inneren Attribute des wundervollen modernen Boutiquehotels "Kapok" in der No.16 Donghuamen Street .Nähere Info`s unter:
Direkt gegenüber gibt es einige Restaurants und einen Massagesalon .Diverse Shoppingtempel im Wangfujingdistrikt sind nur einige Gehminuten entfernt .Rikkschatouren in den gegenüberliegenden Hutongs lassen sich für ein paar Yuan einfach organisieren .Um unschöne Überraschungen zu vermeiden sollte der Preis aber unbedingt vorher zweifelsfrei abgeklärt werden!
Peking oder auch Beijing wie es auch genannt wird bietet schon eine erstaunliche Anzahl an Sehenswürdigkeiten und man sollte schon ein paar Tage einplanen um auch die wichtigsten Highlights stressfrei besuchen zu können.Da wir unsere Reisen selbst organisieren ist ein ausführlicher Reiseführer und speziell für die Volksrepublik China ein Übersetzerhandbuch für Chinesisch unabdingbar.
Englischkentnisse helfen in China nur sehr bedingt weiter.Gerade in Beijing ist es uns mehrmals passiert das interessierte Studenten Ihre Englischkentnisse an uns testen wollten .So ergeben sich schnell nette Kontakte .Der Großteil der Bevölkerung indes verfügt über keinerlei Fremdsprachenkentnisse und so können simple Handlungen, wie zum Beispiel das einfache bestellen von Essen zur harten Geduldsprobe werden.
Aber nichts desto trotz machen gerade solche Unzulänglichkeiten eine Reise erst so richtig spannend .Die Andersartigkeit der chinesischen Sitten wie zum Beispiel , dass deutlich hörbare Ausspucken ,schmatzen beim Essen oder aber das oft praktizierte drängeln ,bzw , vordrängeln ,lassen den Durchschnittseuropäer erst einmal ungläubig staunen. Feingeister seien hiermit gewarnt!
Nun aber zum eigentlichen Thema -den Sehenswürdigkeiten Beijings.
DER PLATZ DES HIMMLISCHEN FRIEDENS ( TIANANMEN )
Der im Jahre 1989 zu trauriger Berühmtheit gelangte größte öffentliche Platz der Welt ,wird im Norden vom Tor des Himmelsfriedens und im Süden vom Mao-Mausoleum begrenzt .Flankiert wird der Tiananmenplatz von im stalinistischem Baustil gehaltenen Volkskongresshalle und dem Nationaltheater .Unweit des Mausoleums macht mit einem meterhohem Obelisken ,die Gedenkstelle der Volkshelden , auf sich Aufmerksam.

Am Tor des Himmelsfriedens prangt ein Bild Mao Zedongs. An diesem Tor wurde im Jahre 1949 die Volksrepublik ausgerufen .Steinlöwen bewachen das aus dem 15.Jahrhundert stammende Bauwerk.In das Mao-Mausoleum kommt man nur nachdem man einige Sicherheitskontrollen durchlaufen und mitgebrachte Fotoapparate , Videokameras ,Taschen oder Rucksäcke in einem Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite deponiert hat.Der Leichnam des 1976 verstorbenen Maos liegt in einem Glas Sarg aufgebahrt, an dem sich die Besuchermassen vorbeidrängen .Kurz vor dem Ausgang des Mausoleums hat man die Gelegenheit allerlei Souvenirs mit dem Konterfei Zedongs käuflich zu erwerben.Das Tor des Himmelfriedens hinter sich lassend führt der Weg, vorbei an einigen Souvenirläden, zur...
VERBOTENEN STADT (FORBIDDEN CITY)

Die gewaltige Palastanlage ,in dem bis zur Vertreibung des letzten Kaisers Puyi im Jahre 1924, die Herrscher Chinas lebten , lässt sich in einigen Sätzen kaum beschreiben .Einen Tag sollte man schon einplanen um die gewaltige Anlage ausreichend zu erleben .Es besteht auch die Möglichkeit die Verbotene Stadt im Rahmen einer Audioführung selbst zu erkunden. Bei Interesse an einer persönlichen Führung bieten wie vor fast jeder Sehenswürdigkeit im Land Guides ihre Dienste an.Durch das mächtige U-förmige Mittagstor betritt man einen riesigen von einem künstlich angelegtem Fluss durchzogenen, Platz .
Mehrere marmorne Brücken überqueren den Wasserlauf des Goldwasserflusses .Mittig wandelten einst die Kaiser von China zu Audienzen und wurden von abertausenden von Menschen flankiert.Die Halle der höchsten Harmonie die einst zu Krönungen diente beherbergt den prächtigen Drachenthron.Mehrere Hallen und Paläste weiter nördlich wird die verbotene Stadt vom idyllischen Palastgarten in dem sich künstliche Felsen, Teehäuser und Tempel befinden begrenzt.
Einen guten Einblick über die verbotene Stadt und das Leben am Hof ,gibt der an Originalschauplätzen gedrehte ,Oscar prämierte , Film " Der letzte Kaiser "von Bernardo Bertolucci , aus dem Jahre 1987.
( Forbidden City geöffnet von 08:30-17:00 Uhr, letzter Einlass um 16:10 Uhr .Eintritt p.P.120 Yuan)
Weitere Höhepunkte Beijings denen wir einen Besuch abstatteten sind der, im Süden der Stadt liegende, im 15.Jahrhundert erbaute sehr fotogene und recht weitläufige
HIMMELSTEMPEL.
und der sich mehrere Kilometer nordwestlich befindliche
SOMMERPALAST
in einer herrlichen an einem See gelegenen Gartenanlage mit unzähligen Tempeln und Pagoden .Das oft und gern fotografierte Marmorboot befindet sich hier an den Wassern des Sees.
Himmelstempel Eintritt: 15 Yuan nur für den angrenzenden Park (Entrance Ticket) oder 20 Yuan (Through Ticket) will man die gesamte Tempelanlage sehen.
Sommerpalast Eintritt : 30 Yuan für den Park , Gesamteintritt 50 Yuan ,Öffnungszeiten : vom 01.04.-31.10. von 06:30-18:00 Uhr
Eine Reise nach China ohne der
GROSSEN MAUER

einen Besuch abzustatten , käme einem Sakrileg gleich .Das zu den "Neuen 7 Weltwundern "gehörende , ca.8000 Kilometer sich wie ein Lindwurm durch China schlängelnde Mammutbauwerk ,setzt einer Chinareise erst die Krone auf .Das einzige angeblich aus dem Weltall, mit bloßem Auge zu sehende Bauwerk-übrigens ein Irrglaube-verschlägt einem in seiner Imposants den Atem.Den von zahlreichen Touristenströmen besuchten und hoffnungslos überlaufenden Abschnitt bei Badaling ca.90 Kilometer von Beijing entfernt zu besuchen erscheint uns als keine so gute Idee. Wir wählen stattdessen den 120 Kilometer entfernten ,landschaftlich reizvollen ,Abschnitt bei Simatei.Vom Dongzhimen Fernbusbahnhof der sich in einem Gebäude befindet , mit dem Bus Nr.980, für ungefähr 10 Yuan , startend, geht unsere Fahrt bis nach Miyun .Dort steigen wir nach kurzen Preisverhandlungen(wir handeln 250 Yuan für Hin-und Rückfahrt aus ,was uns als Preis angemessen erscheint ) mit dem Fahrer in einen Privatwagen um .Nach anderthalb stündiger Fahrt schält sich eindrucksvoll am Horizont , die auf einem Bergrücken verlaufende Große Mauer ab .Zu Füssen des Bergmassivs befindet sich eine Seilbahnstation.Wir kaufen die Eintrittskarten (40 Yuan p.P.) und die Fahrscheine für die Seilbahn (50 Yuan Return).An der Endstation der Seilbahn angekommen kann man , um sich den anstrengenden Aufstieg zu sparen , für nochmals 40 Yuan ( Return ) mit einer Ground Cable Car den steilen Berg hinaufziehen lassen .Da sich die Temperaturen bei schweißtreibenden 30 Grad bewegen , zögern wir nicht lange.Nun nach einigen Metern Fußmarsch erreichen wir endlich das historische Bollwerk .Beidseitig an den Flanken der Mauer , geht es steil bergab .Geradezu winzig sehen wir unten die Gondeln der Seilbahn auf Ihrem fortwährendem Weg aus und ins Tal.Die Sonne brennt unbarmherzig und so suchen wir erst einmal den kühlen Schatten der Wachtürme auf. Aus den Scharten des Turmes bietet sich uns ein grandioser Blick auf dieses teilweise in der Ming-Zeit entstandene , alte Bauwerk .
Wie an das Bergmassiv angewachsen windet sich die Mauer ,erst steil bergab , um dann am gegenüberliegenden Felskamm scharf empor zu klettern .Bis zum Horizont schlängelt sich die chinesische Mauer durch die faltige Bergkette .Ein paar Händler versuchen glücklos uns Ihre Waren anzubieten .Bis auf die wenigen Händler und gerade mal einer Handvoll Touristen haben wir die Mauer für uns allein .Von Menschenmassen ala Badaling-keine Spur.Wir wandern die nur anscheinend teilweise restaurierte ,erst bergab ,dann wieder zurückkehrend , die Mauer entlang , bis uns ein Schild Einhalt gebietet .
Ab hier ist Schluss .Das Warnschild und ein in der Sonne dösender Wachmann , geben uns zu verstehen das es bei Geldstrafe verboten ist den Abschnitt hinter Turm 12 zu erklimmen .Ganz unrecht haben beide nicht , wenn man sieht wie gefährlich nah an einem steilen Abgrund sich die nicht restaurierte Mauer hier befindet .
Schon vor rund 2000 Jahren wurden Teile der Mauer errichtet .Ihr jetziges Aussehen erhielt Sie aber erst Jahrhunderte später. Entfachte Feuer auf den Wachtürmen der Großen Mauer sandten einst die Nachricht vom Einfall feindlicher Nomadenvölker ins Reich schnell in Richtung Hauptstadt .
Um den letzten Bus von Miyun nach Beijing nicht zu verpassen machen wir uns langsam auf den Rückweg.
Unser Fahrer erwartet uns bereits an der Seilbahnstation .
SILK STREET MARKET
China ist neben dem unglaublichen Reichtum an Sehenswürdigkeiten leider auch bekannt für die Produktpiraterie. Im Silk Street Market einem mehrgeschössigem Kaufhaus , floriert das Geschäft mit den Nachahmungen international bekannter Modelabels .
Für uns wird es nun Zeit Abschied von Beijing zu nehmen .Ein Taxi fährt uns zum Bahnhof .Staunend betrachten wir das riesige ,eindrucksvolle Bahnhofsgebäude Beijing West mit seinen orange beleuchteten Türmen .
Es ist der Vorabend zum 1. Mai ,die so genannte „ Goldene Woche“ beginnt in China .Und das merkt man auch .Am Platz des Himmlischen Friedens findet eine Kundgebung statt.
Menschenmassen drängen sich am Bahnhof .An den Anzeigetafeln leuchten rote chinesische Schriftzeichen.Nur an Hand der Zugnummer ist es uns möglich den richtigen Bahnsteig ausfindig zu machen .
Wir stehen in der Wartehalle bis der Zutritt zu den Bahnsteigen geöffnet wird .
Die Massen drängen zu dem bereitgestellten Zug der uns diese Nacht nach Luoyang bringen wird .Wir beziehen unser Abteil…
Auf der äußerst aufschlussreichen englischsprachigen Internetseite
http://www.seat61.com/China.htm
kann man sich schon vorab über die verschiedenen Wagenklassen kundig machen . Außerdem enthält sie nützliche Informationen und links um schon vor der Reise Tickets für die Bahn in China zu bestellen .Es gibt vier verschiedene Klassen in China :Hardseat ,Softseat ,Hardsleeper und Softsleeper . Leider ist es noch nicht möglich Fahrkarten direkt bei der chinesischen Bahn online zu bestellen und am heimischen PC auszudrucken wie es zum Beispiel in Indien der Fall ist . Man muss also auf Zwischenhändler zurückgreifen ,wenn man seine Tickets zur Planung der Reise zu einem bestimmten Termin benötigt .
In unserem Fall war es auf jeden Fall ratsam die Karten vorher zu ordern ,da die Züge zu Feiertagen oftmals ausgebucht sind.Wir ließen uns die Fahrkarten von Reisebüros aus Beijing und Guilin in unsere Hotels liefern . Das klappte problemlos .
Der Zug K269 von Beijing nach Luoyang fährt pünktlich um 21:42 ab und legt schnell an Geschwindigkeit zu .
Das Licht der Stadt weicht der Dunkelheit der beginnenden Nacht .
Das monotone Rattern der Schienenstöße wiegt uns in den Schlaf . ..
Das Grau des nächsten Morgens vertreibt die Tristesse der Nacht .
Unser Softsleeperabteil teilen wir uns mit zwei Chinesen . Einer von beiden kann Englisch und so ist eine interessante Unterhaltung im Gange .
Der Nachtzug kommt planmäßig um 06:51 Uhr in Luoyang an.
LUOYANG
an .Wir greifen unsere Koffer und verlassen den Bahnhof .Wir ordern ein Taxi , zeigen dem Fahrer unseren Buchungsausdruck für das „Luoyang Cygnus International Hotel “.Der Name und die Adresse des Hotels sind in chinesischen Schriftzeichen vermerkt .Das erleichtert die Sache uns und dem Fahrer ungemein .
( Man sollte auch beim Verlassen seines Hotels in China ,wenn möglich eine Visitenkarte des Hotels auf der Name und Adresse in chinesisch vermerkt sind ,dabei haben.)
Das Cygnus International macht einen guten Eindruck , auch wenn es sicher bestimmt schon bessere Zeiten gesehen hat. Das Zimmer ist sauber verfügt über einen Flatscreen und das Personal sehr bemüht Sprachbarrieren nichtig zu machen. Das Frühstücksbuffet eher auf chinesische Touristen zugeschnitten , der Kaffee allerdings ist nur 3 in 1.
Das Hotel liegt zentral .Restaurants und einige Einkaufsmöglichkeiten genau gegenüber.
Luoyang in der Provinz Henan diente mehreren Dynastien als Hauptstadt .Heute ist die Stadt mit geschätzt 1.4 Millionen Einwohnern Ausgangspunkt zu den bekannten
LONGMEN-GROTTEN.
Wir verlassen das Hotel .Eine Maidemonstration und eine Hochzeit fesseln kurz unsere Aufmerksamkeit .Eine Kapelle begrüßt mit Livemusik das Brautpaar .Feuerwerkskörper explodieren .Der Rauch steigt in den dunstigen schwül warmen Himmel Luoyang‘s .Wir zeigen einem Taxifahrer unser Fahrtziel , er aktiviert das Taxameter .
Es geht los.
Etwa 15 bis 20 Kilometer südlich der Stadt befinden sie sich die Longmen-Grotten .Bevor man allerdings zu Ihnen gelangt passiert man eine Straße mit unzähligen Souvenirläden und einigen Restaurants . Wir bezahlen den Eintritt von 120 Yuan p.P.
Kleine Ausflugsbote transportieren einige Touristen auf dem Yi Fluss .Auf der anderen Seite des Flusses schmiegt sich ein Tempel an den Berg .Brücken überspannen den grüngelblichen Strom .Treppen nah am Fels führen uns entlang an abertausenden von Höhlen .Eingemeißelt in den Stein ,blicken uns die Gesichter Buddha`s und seiner Schüler an .Einigen Statuen fehlen die Gesichter einigen der ganze Kopf – blinde Zerstörungswut - dunkle Zeugnisse aus den Tagen der Kulturrevolution .Man merkt das Feiertag ist , an Hand der riesigen Besucherzahl ,die sich an den Grotten vorbeimanövriert .Die meisten Touristen belagern den größten ,den „Tempel der Ahnenverehrung “.Der in den Jahren 672-75 entstandene Tempel ,kann mit einer 17 Meter hohen Buddhastatur aufwarten . Beidseitig des Buddhas befinden sich noch andere ebenso eindrucksvolle kunstvoll in den Stein gehauene meterhohe Tang-Figuren .
Wir überqueren die Brücke .
Von der anderen Seite , an der sich auch zahlreiche Grotten befinden ,bietet sich ein phänomenaler Blick auf dieses frühe Erbe der chinesischen Bildhauerkunst . Bunte Blumen umrahmen den Blick auf die Grotten , einem alten Gemälde gleich .
Gelbe rote und blaue Wimpel führen die vielen Reisegruppen an , die sich über die nächste Brücke zurück zum Ausgang bewegen .
Wir folgen Ihnen .
Dem
SHAOLIN-KLOSTER
circa eineinhalb bis zwei Fahrtstunden südöstlich von Luoyang gelegen wollen wir Heute unsere Aufwartung machen .Wir nehmen ein Taxi das uns zum Luoyang Busbahnhof bringt .Wir stehen in der Abfertigungshalle des Busbahnhofs .
Eine gewisse Ratlosigkeit gegenüber den allgegenwärtigen chinesischen rotleuchtenden Schriftzeichen an der Fahrplanauskunft macht sich bei uns breit .Wir wenden uns an eine Mitarbeiterin die am Auskunftsschalter der Luoyang Bus Station ihren Dienst verrichtet . Erst einmal Fehlanzeige .Sie versteht uns nicht und verweist uns an eine äußerst nette und zuvorkommende Kollegin .Wir zeigen Ihr unser anvisiertes Fahrtziel ,das Shaolin-Kloster in der Nähe von Dengfeng .Mit einem Sonnenschirm bewaffnet bringt sie uns zu einem halbstündig verkehrenden Minibus .Für gerade mal 21 Yuan p.P. nehmen wir im unklimatisierten Bus Platz .
Die Abfahrt verzögert sich ein paar schweißtreibende Minuten ,die Sonne meint es heute wieder zu gut mit uns .
Abfahrt-endlich !
Der Fahrtwind weht uns durch das geöffnete Fenster angenehm ins Gesicht .Der Bus ruckelt über einen Pass in Richtung Dengfeng .Einige chinesische Touristen werden unruhig und stehen auf .Wortfetzen, irgendetwas mit Shaolin , dringen an unsere Ohren .
Das klingt nach der richtigen Station .
Der Bus hält kurz am Straßenrand .Wir steigen gemeinsam aus und traben den anderen hinterher ,vorbei an einer langen Autoschlange zum Ticketcounter .
Wir sind richtig .
(Eintritt Songshan Shaolin Scenic Spots : 100 Yuan )
Eingebettet in einer schönen Landschaft zu Füssen eindrucksvoller Berge liegt hier der Ursprung des Kung Fu oder auch Gong Fu .Etwa im 5.Jahrhundert von einem Inder gegründet gibt das , zugegebenermaßen überlaufene Kloster , Einblicke in diesen viele hundert Jahre alten , meditativen Kampfsport .
Vorbei an der Kampfsportschule-
Shaolin-Schüler vollführen in Ihrer orangegelben Kleidung geschmeidige akrobatische Darbietungen zu lauter Musik und ernten Beifall vom zahlreich erschienenen Publikum .
-gehen wir der Straße folgend zum Kloster .Es ist voll , sehr voll hier .Wir beraten uns kurz und entscheiden uns dafür erst einmal den nahgelegenen alten Pagodenwald ,einen Friedhof mit mehr als 200 kleinen Ziegelpagoden ,zu besichtigen .Von hier in etwa , führt ein Weg zu einer 4 Kilometer entfernten Höhle ,in der einst der indische Mönch Bodhidharma neun Jahre seines Lebens verbrachte .
Am Fuße des Mt . Songshan befindet sich die die Seilbahnstation der Shaolin Cableway .Innerhalb einer 12minütigen Fahrt bringt uns die von Österreichern erbaute 2860 m lange Bahn in luftige Höhen (60 Yuan Return).
Oben angekommen folgen wir einem schwindelerregendem Weg , der direkt an den steilen Flanken des mächtigen Berges entlang ,zu einer Seilbrücke führt .

Unter uns gähnt der Abgrund.Über uns türmen sich die zerklüfteten Felswände in weißer ungeahnter Pracht .Den ganzen Panoramaweg schaffen wir heute nicht .Schließlich haben wir unser eigentliches Tagesziel –das Shaolin Kloster noch nicht besucht .
Wir stehen an .Eine lange Reihe bildet sich vor der Bergstation der Shaolin Cableway .Bunte Fahnen flattern im Wind .
Immer wieder beobachten wir das vordrängeln einiger Ungeduldiger .Als sich eine ganze Familie an uns vorbeischlängeln will ,reicht es uns .
Wir machen unserem Ärger Luft .
Das wirkt .
Nach über einer Stunde haben wir es endlich geschafft und besteigen die Gondel zurück ins Tal .
Die Sonne verteilt die letzten Strahlen über das Bergmassiv , als wir buchstäblich in letzter Sekunde das Shaolin Kloster betreten .
Eigentlich nur bis 18.30 Uhr geöffnet , hat ein Türsteher Verständnis und lässt uns noch hinein . Wir besichtigen die einzelnen Tempel .
Das Kloster zu dieser Zeit –es ist schon nach 19 Uhr -fast menschenleer.
Von den mittäglichen Menschenmassen keine Spur .
Kerzen brennen vor Altären .
Mönche meditieren .
Aufkommende Dämmerung und der angenehm betörende Duft von Weihrauch schwängern den Abendhimmel .
Wir brechen auf und nehmen einen der letzten Busse zurück nach Luoyang , den wir per Handzeichen anhalten …
ENDE TEIL 1