Thailand Reisebericht:
Dschungel, Tempel und Ruinen oder Thailand per Auto
1-2 Tag 19.03.08-20.03.08 von Ulm über Frankfurt nach Bangkok
Endlich gibt es wieder mal ein Tagebuch zu schreiben.
Dieses Jahr verschlug es uns nach Asien, genauer gesagt nach Thailand und Laos
Am 19.03.08 ging es los. Um 7.30 Uhr wurden wir von Karle abgeholt und nach Ulm auf den Bahnhof verfrachtet. Erst stiegen Torsten in Kirchbierlingen und hinterher Joe in Volkersheim bei ihm ein.
8.10 Uhr erreichten wir in Ulm den Bahnhof. Als erstes wurde ein Kaffee getrunken, denn bis zur Zugabfahrt hatten wir noch viel Zeit. Um 8.51 Uhr ging es mit dem ICE nach Frankfurt, wo wir um 11.10 Uhr ankamen. Im Zug tranken wir einen „Hallo Urlaub Sixpack“ und aßen dazu Wecken und Wurst. In Frankfurt angekommen gaben wir zuerst unsere Koffer auf, und danach ging es in die uns wohlbekannte Schwarzwaldstube um noch ein Weizen vor dem Abflug zu trinken. 14.15 Uhr hob der Flieger von Thai Airways pünktlich in Richtung Bangkok ab. Der Service im Flieger war vorbildlich, haben noch nie so viel und so gutes Essen und Trinken in einem Flugzeug bekommen. Um 24.00 Uhr MEZ wurde in Bangkok der Boden erreicht, nach der Zeitumstellung, welche 6 Stunden betrug, hatten wir bei der Ankunft 6.00 Uhr morgens, und mit 26 Grad war es auch schon richtig warm.
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Die Einreisekontrolle mit elektronischen Passbildern ging auch wieder problemlos vonstatten.
Nach der Kofferübernahme bestürmten uns sofort von allen Seiten Taxifahrer welche alle mit Billigstpreisen lockten. Diese wurden aber abgewimmelt, weil das von vorneherein nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Wir entschieden uns für einen festen Stand am Flughafen, um dort ein Taxi zu mieten. Hier wurde mit einem Thai verhandelt, der uns für 400 Bath (8 Euro) ein Fahrzeug besorgte, allerdings wollte er uns auch gleich noch einen Ladyguide für die Zeit in Bangkok vermitteln, was wir aber überhaupt nicht für notwendig befanden! Als wir danach zum Auto außerhalb des Terminals gingen sollte das gleiche Taxi plötzlich 1000 Bath kosten. Da spielten wir dann doch nicht mit. Also zurück ins Gebäude und zu einem anderen Ausgang gelaufen. Hier standen jetzt die regulären Taxis welche mit Taxameter fuhren. Ganz brav in Reih und Glied warteten die Fahrer auf ihre Kundschaft.
Über die Mautstraße, welche 70 Bath kostete, erreichten wir für den Preis von 400 Bath nach 35 Minuten das Imperial Queen Park Hotel.
Jetzt stellte sich die Frage, ob unser Zimmer schon bezugsfertig war, denn wir hatten 8.00 Uhr morgens, und einchecken ist meistens erst ab 12.00 Uhr mittags möglich.
War kein Problem, es konnte sofort bezogen werden.
Im Übrigen fiel Torsten jetzt ein, dass er ja heute Geburtstag hatte und das war dann auch Grund genug die Minibar etwas genauer in Augenschein zu nehmen und unser erstes thailändisches Bier zu trinken. Singha Bier war richtig gut, da kann sich so mancher deutsche Brauer noch ein Stück abschneiden, gell, Zimmermann!
Anschließend wollten wir Geld wechseln und zum shoppen gehen.Unser Hotel stand nicht weit von der Haltestelle Phrum Phong des Skytrains entfernt, so bot es sich an damit in ein Einkaufscenter zu fahren.
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Bei einer Wechselstube versuchte Joe Travelercheques in Bares zu tauschen, allerdings hatte er nur den Personalausweis dabei, und der wurde nirgendwo akzeptiert. Somit musste Torsten einige Euro in Bath eintauschen.
Ausgerüstet mit Bargeld fuhren wir zum Siam Center und in den Siam Tower.
Es gab allerdings nichts was uns wirklich Begeisterung hätte entlocken können, entweder es war teurer als daheim oder die Sachen sahen verdächtigst nach Fälschungen aus.
Als Alternative blieb jetzt noch das World Center, welches ein Block weiter entfernt lag.
Unterwegs wurden wir von einer Thailänderin in ein Gespräch verwickelt, in dessen Verlauf sich dann herausstellte, dass die uns nur in einen Markt zum Einkaufen locken wollte. Nach längerer Zeit wimmelten wir sie dann soweit ab, dass wir unseren Weg fortsetzen konnten. Ein paar Minuten später wurde man erneut angesprochen, diesmal war es ein Portier welcher uns erklärte das World Center sei über die Mittagszeit ein paar Stunden geschlossen, aber er kenne einen Laden oder Markt der offen hätte, außerdem könne er uns gleich ein Tuk Tuk rufen, welches uns billig dahin bringt. Wir glaubten ihm kein Wort und behielten damit recht, denn es hatte offen und wurde daher auch von uns besucht.
Aber auch hier gab es nichts Brauchbares zum Einkaufen, dafür aber im sechsten Stock ein Essensparadies. Unzählige kleine Restaurants und Fressbuden. Ein kleines Hungergefühl konnte keiner von uns bestreiten, und somit wurde einem thailändischen Futterladen ein Besuch abgestattet. Wir bestellten Eistee und Shrimpssalat, der war zwar sehr gut, aber doch so klein, dass die Speisekarte noch mal zum Einsatz kam, und wir uns noch Kürbissuppe, Venusmuscheln und Reis anfahren ließen (Super Scharf).
So gestärkt fuhren wir mit dem Skytrain zurück in die Shukumvit Road wo unser Hotel lag.
Schräg gegenüber unserer Unterkunft hatten sich ein paar Bars und Kneipen angesiedelt, daher konnte man auf dem Weg zum Hotel noch das ein oder andere Getränk zu sich nehmen. In eine dieser Tränken wurde auch sofort eingekehrt um eine Pause einzulegen.
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Übrigens waren alle beide ganz begeistert, dass es an jeder Ecke in Thailand einen 7eleven gab. Das waren in den USA ja auch unsere favorisierten Einkaufsläden, es gab also keine Probleme mit Grundnahrungsmitteln wie Smint, Chips Wasser und Bier.
Am späten Nachmittag waren wir auch wieder auf unserem Zimmer, um zu duschen und uns einen Plan für Torsten´s Geburtstagsessen zurechtzulegen. Sind allerdings sofort auf dem Bett eingeschlafen, was ja kein Wunder war, denn wir waren mittlerweile über 30 Stunden auf den Beinen.
Als wir um 20.30 Uhr aufwachten war dann auch Eile angesagt, denn man wollte ja noch was Anständiges zwischen die Zähne bekommen. Also duschen, umziehen und ab in den Seafood Market. Der befand sich in einer Parallelstraße zu unserem Hotel. Das konnte zu Fuß bewältigt werden. Dies war ein Gourmettempel nach unserem Geschmack, man stelle sich eine 30 Meter lange Eistheke vor, auf der alles liegt, was so im Meer Zuhause ist. Nicht umsonnst wirbt er mit dem Slogan „ if is swims-we have it“. Ausgerüstet mit einer Bedienung, welche einen Einkaufswagen vor sich her schob, lief man da entlang und ließ einpacken was man wollte. An der Kasse wurde das gewogen und bezahlt. Danach setzten wir uns an unseren Tisch, dort wurden wir vom Ober aufgesucht und Joe erklärte ihm welches Tierchen wie zubereitet werden soll. Nach 20 Minuten kamen die Speisen an den Tisch und das große Fressen konnte losgehen.
Als Vorspeise gab es für jeden zwei Austern, danach Rocklobster mit Gemüse und als Zubehör zwei gemischte Platten mit Shrimps, Krabben, Tintenfisch und mehreren undefinierbaren Sachen. Der ganze Spaß kostete um die 40 Euro mit Getränke.
Nach dem Essen zurück in die uns mittlerweile bekannte Bar um noch ein Bier reinzustellen. Um 1.00 Uhr war somit unsere erster Tag in Bangkok zu Ende.
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3.Tag 21.03.08 Bangkok
Da der Flug und der gestrige Tag uns noch in den Knochen lagen wurde heute morgen erst mal ausgeschlafen und erst um 9.30 Uhr aufgestanden. Nach einem Frühstück im Hotel sind wir mit einem Taxi zum Oriental Hotel gefahren um am Pier ein Motorboot zu mieten.
Mit diesem Museumsstück wurde eine Fahrt durch die Klongs bis zum Königspalast unternommen.
Für 1500 Bath war es nicht ganz billig, aber wir waren auch 1.5 Stunden unterwegs. Das war vielleicht mal ne Attraktion, da sind die Kinder im Dreckwasser geschwommen und daneben hat ne alte Frau ins Wasser gepisst und sich umgezogen. Ganz abgesehen davon was da alles reingeschüttet wurde. An einem schwimmenden Markt sind wir auch vorbeigefahren, hier boten Frauen ihre Waren auf Schiffen an. Der „Kapitän“ wollte uns unterwegs noch auf einer Schlangen- und Krokodilfarm abliefern, doch da kam er an die falschen, wir weigerten uns schlichtweg und so blieb ihm nichts anderes übrig als weiterzufahren.
So erreichten wir um 13.30 Uhr den Palast. Dessen Besichtigung ist ein Muss für jeden Bangkokbesucher. Weil wir nicht wussten, wo der Eingang ist, sind wir halt mal recht an der Mauer entlanggelaufen, und bei jedem folgenden Tor wurde man weiter nach rechts verwiesen, bis wir wieder fast am Ausgangspunkt angekommen waren. Man kann sich unsere Überraschung vorstellen, als wir feststellten, dass es linksherum, gerade mal 50 Meter gewesen wären. Und das bei einer Affenhitze um die 40 Grad in der prallen Sonne, denn der erwartete Kälteeinbruch mit nur 28 Grad blieb aus.
Mit unseren kurzen Hosen durfte man nicht in den Tempelbezirk und daher mussten wir an der Kasse für 200 Bath Kaution stinkige lang Hosen ausleihen und diese überziehen.
Der Palast mit dem angeschlossenen Tempel war super anzusehen und nachdem wir alles erkundet hatten sind wir raus, um auf der anderen Flussseite den Wat Arun zu besuchen.
Vor dem Eingang wurde uns noch weisgemacht, dass der Wat Poh den wir im Anschluss anschauen wollten, heute geschlossen sei, das sei aber kein Problem, denn der nette Thai könne uns mit seinem Gefährt zu einem anderen Tempel fahren.
Auf jeden Fall wollten wir erst mal zum Wat Arun und sind daher zurück zum Pier gelaufen um ein Boot für die Überfahrt zu chartern. Nach harten Verhandlungen bekamen wir für 600 Bath ein Longtailboot welches uns hinüberfuhr, eine halbe Stunde wartete und uns dann zurück schipperte. Torsten stellte allerdings erst später fest, dass es von einem anderen Pier ein Linienboot gab, welches für 3 Bath dieselbe Route fuhr. Somit wurden wir ganz schon beschissen. Im Anschluss wurde dann doch probiert den Wat Poh zu besichtigen, welcher angeblich geschlossen war, es waren vielleicht hundert Meter Fußmarsch und wir standen vor den offenen Toren des Tempels. Fazit: Glaub keinem Thai was, wenn er den Mund aufmacht, bist du gewiss beschissen und angelogen.
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Als wir den Tempel des liegenden Buddhas gesehen hatten, riskierten wir es in ein Tuk Tuk zu steigen und uns für 200 Bath durch den mörderischen Verkehr von Bangkok kutschieren zu lassen. Unser Weg führte uns zum Oriental Hotel, welches in Asien eine Legende ist. Das wurde besichtigt, vor allem das Klo, denn so nobel kommt man nicht so schnell wieder zum scheißen. Unser Fahrer musste solange vor dem Eingang warten, denn für weitere 200 Bath sollte der uns auch noch zurück zu unserem eigenen Hotel bringen. Es war eine abenteuerliche Fahrt auf drei Rädern durch die Rushhour von Bangkok, bei der uns schon das ein und andere Mal Angstschweiß auf der Stirn stand.
Im Hotel wurden als allererstes unsere festen Schuhe in Flip Flop´s und Adiletten gewechselt um danach den Flüssigkeitshaushalt, mit ein paar Bier in der Bar gegenüber ins Gleichgewicht zu bringen. Später, so gegen 18.00 Uhr, haben wir 7eleven einen Besuch abgestattet und etwas Wasser und Bier erstanden.
Am Abend wusch Joe auf dem Zimmer einige Kleidungsstücke und hängte sie im Badezimmer zum trocknen auf.
20.30 Uhr liefen wir erneut zum Seafoot Market um heute mal einige Sachen zu essen, die man sich daheim nicht leisten kann, aber so was ist auch in Bangkok nicht umsonst zu haben. Daher wurde die Gruppenkasse vorher noch großzügig aufgetankt.
Hummer, Venusmuscheln, ein ganzer Tintenfisch, Red Snapper, Krebs, verschiedenerlei Gemüse mit Zwiebel und Pilze. Bei der Rechnung kam dann das große Erwachen, da wir das Gewicht nicht richtig einschätzen konnten wurde das doch teurer als gedacht. 6666 Bath ohne Zubereitung, welche extra kostete. Das waren etwa 130 Euro. Lange Rede, kurzer Sinn, nach dem Zahlen blieben einfach nur noch 800 Bath übrig, das Zeug war noch nicht zubereitet, und getrunken hatten wir auch noch nichts. Jetzt gab es nur noch eine Lösung, Torsten musste so schnell wie möglich zum Hotelsave zurück und nachladen, den der hatte ein Schuhwerk an, das sich zum schnellen laufen eignete (Joe konnte mit seinen Flip Flop´s keinen Geschwindigkeitsrekord brechen).
Auf jeden Fall rannte Torsten den Weg in 30 Minuten hin und zurück. Auf dem Hinweg brauchten wir alleine 25 Minuten. Derweilen lies Joe das Essen noch ein Paar Minuten zurückstellen. Es ergab sich, dass Torsten und der Red Snapper zur gleichen Zeit am Tisch ankamen.
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Nach diesem Luxusessen, das uns hervorragend mundete machten wir noch einen Abstecher in unsere Bierbar beim Hotel. Während Torsten sein Bier trank, führte Joe Cuba Libre in Thailand ein, er erklärte der Bedienung wie man aus Thai Schnaps der Marke Sang Som, Cola und Limetten ein leckeres Getränk zaubert.
Um 24.00 Uhr waren wir im Hotel zurück und Torsten hielt mit einem Singha Bier das Tagebuch fest, während Joe sich um die Musik aus dem Handy kümmerte. 1.30 Uhr war Bettruhe.
4.Tag 22.03.08 Bangkok
Um 8.00 Uhr hatte heute Morgen der Wecker geklingelt. Also aufgestanden und zum Frühstücken gegangen. Heute in aller Ruhe, denn wir waren ja früh genug dran.
Als erste Amtshandlung des Tages musste Joe Geld holen, d.h. er versuchte mit seiner
EC-Karte Bath abzuheben. War gar nicht so einfach, da niemand wusste, wie man einen Geldautomaten bedient, bei dem die Instruktionen nur in thailändischer Sprache angegeben sind. Am dritten Automaten hat es dann endlich funktioniert, und Torsten wechselte auch noch ein paar Euro, da eine Wechselstube direkt nebenan lag.
Während Torsten vor dem Hotel wartete wollte Joe nur noch schnell die Bankkarte aufs Zimmer bringen. 5 Minuten, 8 Minuten, 10 Minuten.….. nach 25 Minuten kam er endlich zurück, und als Antwort behauptete er “Ich war nur noch schnell auf dem Klo“.
Angeblich schon zum zweiten mal heute Morgen. Da ist er bis heute noch richtig stolz drauf!
Mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann per Taxi zum Weekend Market.
Der erste Taxifahrer behauptete, sein Taxameter ist kaputt, und wollte uns dann für 50 Bath hinfahren, aber mit einem kleinen Zwischenstopp bei einem Laden von dem er Spritgutscheine bekommt wenn er dafür ein paar potentielle Kunden bringt.
Logisch, dass das abgelehnt wurde.
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Beim zweiten Taxi hatten wir mehr Glück, der fuhr uns für 150 Bath auf dem direkten Weg zum Markt. Der Markt war riesig, das waren mehrere tausend Stände, die alles nur Erdenkliche anboten, und alles sollten originale Produkte sein!!!!!
Die nächsten Stunden wurde mit herumlaufen, feilschen, handeln, essen und einkaufen rumgebracht.
Wir erstanden jeder 3 Shirts für jeweils 140 Bath, das sind nicht ganz 3 Euro pro Stück. Zurück zum Hotel musste wieder ein Taxi bestiegen werden. Also ging der ganze Zirkus von vorne los, kein Taxameter, ein kaputter Taxameter, zwischendrin einen Einkaufsladen anfahren. Das vierte Taxi war dann akzeptabel, das fuhr uns zum Wat Saket (Golden Mounth). Hier liefen wir die Treppen bis zum Gipfel hoch von wo man eine herrliche Aussicht über Bangkok hat.
Wieder unten angekommen, beschlossen wir uns ein Tuk Tuk zu nehmen und nach China Town zu fahren. Auch dieser Kutscher wollte uns zu einer Shoppingfahrt überreden, aber für 150 Bath transportierte er uns dann doch auf direktem Weg zum goldenen Buddha nach China Town.
Dieser Buddha im Wat Traimitr bestand aus 5,5 Tonnen purem Gold. Der wurde als erstes angeschaut, danach erkundeten wir China Town und noch einige andere Tempel, die da so herumstanden. Das war recht exotisch in den schmalen Gassen, zwischen den vielen Asiaten herumzulaufen.
Im Anschluss kam wieder unser neues Lieblingshobby an die Reihe, nämlich Taxisuchen. Waren dann allerdings ganz enttäuscht, dass uns der erstbeste Taxifahrer ganz ohne zu beplappern, mit Taxameter, auf direktem Weg ins Hotel fuhr.
Auf dem Hotelzimmer musste Joe feststellen, dass sein gestriger Waschtag nicht von Erfolg gekrönt war, die Klamotten stanken immer noch und trocken wurden sie auch nicht richtig. So brauchte Torsten heute erst gar nicht anfangen, denn es wurde beschlossen, eine Wäscherei zu suchen, welche uns die Arbeit abnimmt. Im Hotel waschen lassen kam nicht in Frage, das wäre zu teuer gewesen, die wollten mindestens 1 Euro pro Kleidungsstück. Somit wurde versucht, außerhalb eine Wäscherei ausfindig zu machen. Ein Taxifahrer wies uns den Weg, und ca. 100 Meter vom Hotel entfernt fanden wir eine, die es zu einem Fünftel des Hotelpreises erledigte.
Am Abend ging es dann mit dem Taxi zum Essen. Heute ins Cabbages and Condoms. Der Inhaber war ehemaliger Familienminister von Thailand und hat sich somit der Familienplanung und Verhütung verschrieben. Das Essen hervorragend, der Preis moderat und bei der Bezahlung bekam jeder Gast ein Kondom geschenkt. Zu Essen gab es Reis, irgendwelches Fleisch mit Gemüse und als Nachtisch ne Durian in Kokosmilch (Stinkfrucht, von Torsten als größter Irrtum der Natur bezeichnet, während bei anderen Personen der Geschmack von faulem Käse die Gesichtszüge entgleisen lässt. Für den Thai allerdings eine Delikatesse, obwohl die meisten Hotels ihre Gäste bitten, auf das mitbringen von Durians zu verzichten). Joe aß sein Dessert auf, Torsten schaffte zwei Bissen, den Rest musste er zurückgehen lassen, das war absolut widerlich.
Hinterher mit dem Tuk Tuk in die Soi Cowboy gefahren um noch was zu trinken. Das ist eine Vergnügungsstraße, wo eine Go-Go Bar die nächste jagt. Hier setzten wir uns in ein Straßenlokal, vertilgten jeder 2 Bier und beobachteten das bunte Treiben auf der Straße. Das war besser als Kino, denn hier fand man die richtigen Sextouristen.
50 Jahre aufwärts und eine junge Thailänderin am Arm, das waren sicher alles Zufallsbekanntschaften bei denen Liebe im Spiel ist !!!!
Zu späterer Stunde mit einem Tuk Tuk zurück in unsere Unterkunft gefahren, um noch einen Schlummertrunk im Pub gegenüber zu uns zu nehmen.
Als wir da so gemütlich herumsaßen und an unserem Bier nuckelten, kam ein Händler vorbei, welcher auf seinem Wagen geröstete Insekten anbot. Da gab es Maden, Bambuswürmer, verschiedene kleine Käfer, Frösche, Heuschrecken und Wasserkäfer. Das musste jetzt unbedingt getestet werden. Weil keiner von uns wusste, wie so was schmeckt, brauchten wir auch keine große Portion, und somit wurde mit dem Ungeziefer Dealer ausgemacht, er bekommt 20 Bath und wir können alles mal durchprobieren. Am besten schmeckten die Heuschrecken, die waren von Konsistenz und Geschmack ähnlich wie Erdnuss Flips.
Noch ein Bier zum runterspülen und um 1.30 Uhr lagen wir dann im Bett.
5. Tag 23.03.08 Bangkok
An diesem Morgen ausnahmsweise bis 10.00 Uhr im Bett gelegen, und hinterher zum Frühstücken gegangen. Da wir gestern schon so viel gesehen hatten, und am nächsten Tag früh raus müssen, um den Mietwagen abzuholen, wurde beschlossen, heute etwas cooler zu starten.
Also sind wir nach dem Kaffee noch mal ein Weilchen abgelegen. Das Hotel wurde daher erst gegen 12.00 Uhr verlassen. Mit dem Taxi fuhren wir zum Vimarnmek Palast. Das sind mehrere Paläste und Gebäude, welche in einem Park liegen und zu Museen umgebaut sind. Unter anderem die größte Teakholz Konstruktion der Welt.
Nach der Besichtigung des Parks (in die Gebäude sind wir nicht rein) nahmen wir uns ein Tuk Tuk um ein paar Kurzbesuche an diversen Tempeln zu machen. Der Fahrer erhielt 200 Bath und fuhr als erstes zum Marmor Tempel (Wat Benchama-bo-bitr), hier durfte er eine Pause einlegen, während wir den Tempel besichtigten. Im Anschluss fuhr er uns zum 32 Meter hohen Stehenden Buddha im Wat Indrawihan. Auch hier musste er warten bis wir alles angeschaut hatten. Weiter ging es zur Kaosan Road. Da stiegen wir aus und liefen die Straße entlang, und tranken dabei eine junge Kokosnuss. Übrigens sahen wir jetzt zum ersten mal einen Thermometer, die Anzeige sagte 38.5 Grad, also angenehm warm.
Das war Grund genug um einen Zwischenstopp in einer Kneipe einzulegen. Wir machten es uns an einem Tisch am Straßenrand bequem und tranken zwei eiskalte Bier. Dabei konnte man die ganzen Backpacker und tausend andere Freaks beobachten, welche die Gasse bevölkerten. Um 16.00 Uhr traten wir mit einem Taxi den Rückweg ins Hotel an. Beim ersten ging natürlich der Taxameter nicht, beim zweiten Versuch kam das gleiche raus! Beim dritten wie soll es anders sein, funktionierte das Ding angeblich auch nicht. Aber da wir keinen Bock mehr hatten einigten wir uns auf 200 Bath damit der uns Heim fuhr. Unterwegs erfuhren wir auch, warum sein Zähler nicht ging, der Fahrer hatte nämlich überhaupt keine Taxilizenz weil er erst 23 Jahre alt war, und eine Lizenz erst ab 25 Jahren ausgestellt wird. Aber mit ein paar Bath könnte er das bei einer Kontrolle schon regeln. Auf jeden Fall kamen wir zügig ins Hotel zurück.
Um 17.30 Uhr ging dann Joe zum Geldwechseln um hinterher mit Torsten zur Wäscherei zu laufen, denn ab 18.00 Uhr konnten wir unsere Klamotten abholen.
Das hat auch soweit gepasst, bis auf den Geschmack, denn sie dufteten etwas abgestanden nach Klongwasser. War aber egal, für 635 Bath war das eindeutig einfacher als selbst zu waschen.
Am Abend ließen wir uns ein Taxi rufen um zum Essen zu fahren. Wir gingen wieder in den selben Laden wie am vorigen Tag, nicht wegen der Kondome, sondern wegen dem ausgezeichneten Essen. Heute gab es Zackenbarsch hot and spicy, Ente in Pfeffersauce mit Kokosmilch und Hühnchen mit Zitronengras, dazu Reis und Gemüse. Der Preis für zwei Personen betrug 1350 Bath (ca.26 Euro) Als wir satt waren, nahmen wir uns für 50 Bath ein Tuk Tuk, das uns in unsere Bar kutschierte um noch was zu trinken. Nach zwei Bier verabschiedeten wir uns, um die Koffer zu packen und die Fahrtroute für den morgigen Tag festzulegen. 23.00 Uhr war Bettruhe angesagt.
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6. Tag 24.04.08 von Bangkok nach Kanchanaburi
Um 6.00 Uhr hieß es: Raus aus den Federn. Diesen Morgen gab es keine Zeit zu verlieren, denn auf uns wartete der Mietwagen (So dachten wir zumindest).
Also aufgestanden, gefrühstückt, Koffer zusammengepackt und um 8.00 Uhr ein Taxi zum Flugplatz bestiegen. Als wir am Airport ankamen, stellte sich heraus, dass unser Fahrer überhaupt gar nicht wusste wo die Mietwagenstation ist. Nach mehrmaligen Nachfragen fand er zwar den Weg und wir standen vor den Büros, allerdings gab es da Budget, Hertz und noch viele mehr, aber kein Sixt.
Daher wurden wir vom Taxifahrer zum Ankunftsterminal gefahren. Dort wies uns ein Polizist den Weg zum Infoschalter. Jetzt stellte sich heraus, dass Sixt überhaupt keine Station am Bangkoker Flugplatz besitzt. Nach einem Anruf beim Hauptquartier in der Innenstadt hieß es, wir sollen erst mal warten.
Diese Aktion hat uns wieder mal richtig genervt, schon wieder so eine herumtelefoniererei im Urlaub (siehe USA-Grenze vom letzten Jahr).
Irgendwann kam ein Angestellter zu uns und sagte, wir sollen doch noch 15 Minuten warten. Wieder eine halbe Stunde später stand der Wagen abfahrbereit vor uns und die Formalitäten gingen auch reibungslos vonstatten.
Nach der Autoübernahme stand das nächste Problem an, wir mussten quer durch Bangkok, d.h. chaotische Verkehrsverhältnisse, Linksverkehr und keiner von uns beiden wusste genau wo wir eigentlich hinfahren mussten. Der Mietwagenfuzzi gab uns noch einige Stichpunkte an denen wir uns an den Straßenschildern (soweit es welche gab) orientieren konnten.
Hat dann auch besser geklappt als gedacht, es wurde aber auch tunlichst vermieden von der Autobahn abzukommen denn dann wäre alles aus gewesen. Wir konnten somit halt nicht den direkten Weg einschlagen, sondern mussten einen Umweg in Kauf nehmen, aber das war egal denn alles ist besser als Bangkoker Stadtverkehr.
Nach einer Stunde waren wir aus der Innenstadt draußen. Laut Torstens Landkarte sollten wir mittlerweile durch grüne Landschaften fahren, aber das einzige was man sah, waren Häuser, Firmen, Geschäfte und ein riesiges Verkehrsaufkommen.
Nachdem wir uns einmal verfahren hatten, weil es plötzlich keine Straßenschilder mehr gab, an denen wir uns hätten orientieren können, erreichten wir Nakhon Phatom. Jetzt waren wir sicher, dass der Weg richtig war und langsam wurde die Bebauung am Straßenrand auch weniger. Ab dort hielten wir uns in Richtung Kanchanaburi welches auch bald erreicht war. Unterwegs begann es noch zu regnen und zwar so heftig, dass wir fast an den Straßenrand gefahren wären um den Guss abzuwarten. Es hörte aber nach einigen Minuten so schnell wieder auf wie es begonnen hatte. War trotzdem genauso heiß wie gestern.
In Kanchanaburi hielten wir uns nicht auf, sonder fuhren direkt durch um den Tigertempel 40 km. auswärts zu besuchen. Am Km 21 auf der N323 sollte eine Abzweigung nach rechts kommen wo man abbiegen muss. Die gab es aber nicht!
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Somit fuhren wir einige male die Straße rauf und runter aber das Teil war dennoch nicht zu finden. Nach genauem Kartenstudieren stellte Torsten fest, dass die Ausfahrt im Reiseführer falsch beschrieben war und wir eine andere Straße hätten nehmen müssen. Mit einem Umweg von 30 km erreichten wir gegen 15.00 Uhr den Tempel dann doch noch. Der Eintritt betrug 300 Bath und am Eingang musste man unterschreiben, dass man keine Ansprüche gegen den Tempel stellt wenn man von einem Tiger angegriffen wird. Die Schlucht, in der sich mittags die Tiger befinden, lag ca. 200 Meter vom Eingang entfernt und auf dem Weg dorthin schlichen allerlei andere Viecher um uns herum. Ziegen, Büffel, Wildschweine, Kamele, und Rehe, manche konnte man sogar streicheln.
Beim Hinlaufen lief uns der Schweiß in Strömen runter, denn es hatte heute weit über 40 Grad.
Bei den Raubkatzen angekommen waren wir dann aber schon etwas enttäuscht. Das war jetzt Abzocke vom allerfeinsten. Die Tiere lagen im Hintergrund der Schlucht herum und wenn man einen streicheln wollte musste man noch mal extra dafür bezahlen. Sich einen Tigerkopf auf den Schoß legen, ihn streicheln und dabei fotografiert werden, kostete 1000 Bath. Das war uns dann doch zu blöd, abgesehen davon, dass die Warteschlange riesig war und die Viecher um 16.00 Uhr wieder in ihre Käfige kamen. Das hätte von der Zeit her sowieso nicht gereicht.
So sind wir die 40 Km nach Kanchanaburi zurückgefahren um dort eine Unterkunft zu suchen.
In der Stadt wurde als erstes an der berühmten „Brücke am Kwai“ angehalten. Wir liefen darüber schossen ein paar Fotos und das war es auch schon.
Im Reiseführer stand eine günstige Unterkunft direkt am Fluss, welche unter deutscher Leitung war und bei Rucksacktouristen beliebt ist. Sie hieß „Jolly Frog Backpackers“.
Die hatten auch was frei und für 290 Bath pro Nacht für alle beide, war sie auch sagenhaft günstig. War halt ein einfaches Zimmer ohne irgendwelchen Luxus, wie einfach, sollten wir später im Badezimmer erleben.
Auf jeden Fall wurde der Raum genommen und hinterher gleich im dazugehörigen Restaurant was zu Essen bestellt, dazu trank jeder zwei Bier. Es gab einen Thai Salat mit sauren Glasnudeln, Shrimps, Tomaten und anderem Gemüse. Der war so scharf, dass uns die Lippen eine halbe Stunde später noch brannten.
Zurück auf dem Zimmer wurde auf die Terrasse gesessen und mit Rolling Stones aus dem Handy ein Bier getrunken.
Als Joe zwischendrin aufs Klo musste kam die große Überraschung, es gab keine Klospülung, sondern nur einen Kübel Wasser und eine Schöpfkelle. Mit der musste man sein Geschäft, ob groß oder klein, hinuntergießen.
Um 20.00 Uhr gingen wir die Straße hoch um uns in ein Pub zu setzen und etwas zu trinken.
In der Kneipe lernten wir einen Deutschen kennen, welcher schon seit 5 Jahren in Thailand lebt. Das war vielleicht ein Vogel. Er erzählte uns, dass er sich mit einem Lottogewinn hierher abgesetzt hatte und als das Geld durchgebracht war einfach hierblieb, und jetzt von seiner thailändischen Freundin lebt. Hartmut hieß er und auf die Frage was er dann den ganzen Tag macht, sagte er, er sei ein begeisterter Gärtner und kümmere sich um seine Pflanzen daheim. Was das für Pflanzen sind, welche von einen ehemaligen Nachtclubbesitzer in Thailand angebaut werden, kann man sich ja jetzt wohl denken.
Um 11.00 Uhr waren wir zurück auf unserem Zimmer und wünschten uns eine gute Nacht.
7.Tag 25.03.08 Von Kanchanaburi nach Nakhon Sawan
Kurz vor 6.00 Uhr ist Torsten heute Morgen aufgewacht und hat den Sonnenaufgang am Fluss genossen. Das war ein ganz schönes Geschrei als die Vögel und Frösche erwachten. Man
hörte die komischsten Schreie und Pfiffe. Joe ist um 8.00 Uhr aufgestanden und kurz darauf saßen wir am Frühstückstisch. Für 90 Bath pro Person war das im Jolly Frog spottbillig. Schmeckte nicht schlecht mit Ausnahme des Kaffees, der war recht gewöhnungsbedürftig, es war eindeutig Instantkaffee und dieser auch noch recht bitter. Da es auf unserer heutigen Tour nichts besonders Sehenswertes gab, beschlossen wir die Deadly Railway anzuschauen, und zwar dort, wo sie am Kwai auf Holzbalkenkonstruktionen am Berg entlang läuft. Da wir in keinem Reiseführer nachlesen konnten wo genau das ist, und durch Nachfragen auch keine vernünftige Antwort bekamen, fuhren wir auf eigene Faust los. Mehrere Versuche später, die uns allerdings das Hinterland näher brachten, fanden wir nach zwei Stunden den entsprechenden Streckenabschnitt, 40 km. nördlich von Kanchanaburi bei Sai Yok. Nach einer Besichtigung, welche auch eine Höhle mit Buddhastatuen einschloss, traten wir um 12.00 Uhr unsere eigentliche Tagestour an. Unterwegs zwischen Sai Yak und Kanchanaburi wurde zum ersten mal für 1500 Bath getankt.
Zurück nach Kanchanaburi, dann weiter nach Suphan Buri und von dort auf der Autobahn nach Norden bis Nakhon Sawan, wo wir heute Station machen wollten. Die Bezeichnung Autobahn darf man in Thailand nicht so verstehen wie in Europa. Die war zwar zweispurig, manchmal sogar dreispurig ausgebaut, aber die fahren da wie die Psychopathen. Ohne zu blinken, Spurwechsel in alle Richtungen, rechts ran gefahren um zu essen und einkaufen, da sind Mofas und Traktoren unterwegs, da gehen Feldwege ab und es gibt Kreuzungen mit und ohne Ampeln. Es ist also eine Herausforderung um auf diesen Straßen bestehen zu können.
Bei Nakhon Sawan angekommen mussten wir erst eine Unterkunft ausfindig machen. Unser Reiseführer hatte da einen Tip, 29 km. nördlich von Nakhon Sawan betreibt ein Schweizer namens Theo ein Guesthouse. Da dachten wir, gehen wir bestimmt nicht an. Allerdings hat er nur zwei Zimmer und keiner von uns wusste ob überhaupt etwas frei war, aber wir riskierten es einfach mal vorbei zu fahren. Die Wegbeschreibung vom Reiseführer sagte uns nach 29 Km. Links nach einer Fußgängerüberführung von der Autobahn abfahren, und dann noch einen Kilometer geradeaus in die Reisfelder.
Das hat auch soweit alles gepasst, aber 100 Meter nach der Abzweigung kam eine Brücke und auf der stand eine riesengroße Ramme mit der der Übergang saniert wurde. Da kamen wir beim besten Willen nicht durch, und es sah auch nicht so aus, als dass die Bauarbeiten in den nächsten Wochen abgeschlossen wären.
Joe wollte es versuchen, und einen der vielen Thais fragen, welche hier überall herumlungerten.
Die konnten aber alle kein Englisch, bis eine junge Frau mit ihrem Mofa auftauchte, welche ein bisschen was verstand. Sie wusste zwar auch nicht weiter aber sie bot Joe ihr Handy an um in der Pension anzurufen. Was für ein Glück für uns, dort waren noch alle Zimmer frei denn das war die einzige Unterkunft im Umkreis von 30 km. Theo sagte am Telefon, er schicke seine Tochter an die Brücke um uns über einen Schleichweg zu seinem Haus zu lotsen. Die kam nach 15 Minuten mit ihrem Roller an die Brücke und fuhr dann vor uns her, zu ihnen nach Hause. Ein abenteuerlicher Weg, eine Sand-und Schotterpiste mit etlichen Kurven und Abzweigungen durch dichte Vegetation. Wir waren fest der Meinung noch ein bisschen weiter, und die Zivilisation hört auf. Da war die Überraschung groß, als wir nach 3.5 km. an ein nagelneues Haus heranfuhren. Auf dem Dach wehte die Schweizer Fahne und Theo lud uns gleich zu einem Bier ein. Das Abendessen konnten wir auch bei ihm einnehmen, natürlich gegen Bezahlung, aber das war egal denn irgendwas mussten wir ja essen. Seine thailändische Frau kochte uns ein leckeres einheimisches Gericht aus Huhn, Gemüse, Salat und Reis. Dazu tranken wir kaltes Bier, denn Theo hatte tatsächlich einen gut bestückten Kühlschrank. Während und nach dem Essen unterhielten wir uns angeregt mit ihm und erfuhren so noch einiges Wissenswertes.
Um 21.00 Uhr, nachdem wir gefragt wurden, ob wir morgen ein Frühstück wollten, was wir nicht ausschlugen, zogen wir uns mit zwei kalten Bier auf unseren Zimmerbalkon zurück und ließen den Tag ausklingen. 23.00 Uhr war Nachtruhe
P.S. Heute war es richtig kalt, wir hatten nur 35 Grad.
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8.Tag 26.03.08 Von Nakhon Sawan nach Old Sukhothai
Nach einer angenehmen Nachtruhe in diesem Luxuszimmer wurde heute Morgen um 7.00 Uhr aufgestanden. Joe war heute Morgen wieder mal auf dem Klo, und hat hinterher geprahlt wie gut es funktioniert hat, er nennt sich jetzt selbst Großmeister!!!
Das muss sich jetzt Torsten mit Sicherheit die nächsten Tage ausführlich anhören.
Auf jeden Fall gabs um 8.00 Uhr Frühstück. Theo zeigte uns hinterher auf der Landkarte wie wir am besten weiterfahren müssen, damit wir etwas Landschaft sehen und nicht auf die Autobahn müssen.
Die Rechnung war o.k. Übernachtung mit Abendessen, Frühstück und Getränke für 1450 Bath zusammen.
9.45 Uhr war dann Abfahrt von der Unterkunft, welche sich in T. Nong Krat befand.
Der beschriebene Weg war recht gut ausgebaut und wir kamen durch Gegenden, welche von noch nicht vielen Touristen gesehen wurden.
Unterwegs nach Khampang Phet hielten wir am Wegesrand bei einem Tempel, der ganz in Silber und spiegelndem Glas gehalten war, irgendwie machte der auf uns einen chinesischen Eindruck.
In Khampang Phet angekommen besuchten wir den Waldtempel. Der kostete 400 Bath Eintritt inklusive Wagen, mit dem wir dann durch das Areal fuhren und anhielten wo wir wollten. Das war angenehmer, als zu Fuß bei 40 Grad das riesige Gelände erkunden zu müssen. Dieser Tempel ist mittlerweile schon wieder von der Vegetation etwas zugewuchert und machte daher einen besonders tollen Eindruck.
Hier hielten wir uns eine Stunde auf, schossen viele Fotos und bewunderten die Baukunst.
Um 12.15 Uhr reisten wir weiter in Richtung Old Sukhothai. Unterwegs wurde noch für 1000 Bath getankt, da man in diesem Land nie weiß, wann und wo die nächste Tanke kommt.
Auf Torstens Landkarte war eine Straße eingezeichnet, welche an einem Nationalpark vorbeiführt und eine Abkürzung nach Sokhothai sein sollte. Die steuerten wir an. Hier fand wirklich noch das originale Landleben statt, vermutlich sah diese Straße noch kein Tourist. Nach 20 km. kam dann die Überraschung, der Weg führte nicht nach Sukhothai sondern endete abrupt vor einem Tempel.
Mit Flüchen über diese bescheuerte Karte auf der Zunge blieb uns nichts anderes übrig als umzudrehen und die letzten 20 km. zurück zu fahren.
Trotzdem erreichten wir bereits um 14.00 Uhr unser heutiges Tagesziel.
Aus unserem bewährten Stefan Loose Reiseführer lasen wir auch in dieser Stadt eine empfehlenswerte Unterkunft heraus, und steuerten diese an. Das Banthai Guesthouse bot uns für 500 Bath die Nacht einen Bungalow an. Auf den ersten Blick sah auch alles zufriedenstellend aus, wir hatten sogar eine funktionierende Klospülung, allerdings gab es diesmal neben der Schüssel einen Weidekorb, in den man das benutzte Toilettenpapier werfen sollte. Das befanden wir aber als eine Scheißidee, und wurde von uns daher auch nicht befolgt. Mit 20 Liter Wasser kriegt man auch den größten Haufen runter. (Ob der aus Papier oder etwas anderem besteht).
Das Toilettenpapier musste man auch noch extra kaufen, im 7eleven erstanden wir daher gleich mal 4 Rollen, man weiß ja nie.
Ansonsten war die Unterkunft recht gut. Die Bungalows lagen um einen tropisch bewachsenen Garten herum und ein Restaurant war auch dabei.
Nachdem wir den Zimmerschlüssel erhalten hatten, machten wir uns sogleich auf den Weg, um die Ruinen der alten Königsstadt zu besichtigen.
Auch hier konnte man für 140 Bath Eintritt mit dem Auto herumfahren. In dem weitläufigen Gelände standen über 70 teils besser, teils schlechter erhaltene Ruinen herum. Wir besichtigten aber nur die fünf größten denn es hatte heute erneut um die 40 Grad. Um 16.00 Uhr waren wir zurück an unserem Bungalow und mussten erst mal unsere Koffer ausladen und uns häuslich einrichten. Danach ein kühles Bier und ein „kleiner Snack“ im dazugehörigen Restaurant. Joe erhielt eine Reisnudelsuppe und Torsten verzehrte derweil Reis mit Schweinefleisch in grüner Pfeffersauce mit Knoblauch. Zu einem Billigstpreis von 65 Bath waren alle beide pappsatt.
Um 17.00 Uhr beschloss man eine kleine Mittagsruhe auf dem Zimmer einzulegen, welche bis 19.00 Uhr dauerte. Nachdem wir richtig wach waren, verspürten beide erneut ein Hunger- und Durstgefühl, also wieder ins Restaurant um dem Abhilfe zu schaffen.
Joe aß dasselbe was Torsten mittags zu sich nahm und Torsten probierte Chicken mit Cashewkernen.
Zum Abend vor den Bungalow gesessen und noch zwei Bier genossen, welche vorher im 7eleven um die Ecke gekauft wurden. So um die 1.00 Uhr sind wir dann schlafen gegangen. Unsere Erfahrung mit wilden Tieren konnten wir heute Abend auch noch ausbauen denn im Garten und Restaurant sprang mindestens eine Ratte herum.
Übrigens fuhren wir heute unsere ersten 1000 km. mit dem Mietwagen voll.
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9.Tag 27.03.08 Von Sukhothai nach Chiang Mai
Den Handywecker hatten wir uns heute Morgen auf 6.30 Uhr gestellt. Nach duschen, packen und frühstücken wurde um 8.00 Uhr abgefahren. Übernachtung, die ganze Fresserei, und alle Getränke kosteten zusammen 1300 Bath. Am heutigen Tag stand fast nur Fahren auf dem Programm. Eigentlich sollte uns der heutige Weg von Sukhothai bis Lampang führen, diese Entfernung betrug ca. 240 km. Von Sukhothai fuhren wir die N101 in Richtung Norden, bis nach 70 Kilometer Si Satchanalai kam. Das waren auch wieder ein paar so alte Steinhaufen welche man besichtigen sollte. Nachdem wir von der Hauptstraße abgebogen waren folgten wir einem Schild, auf dem der „Historische Park“ angeschrieben stand. Und dann kam über 20 km. gar nichts mehr. Als wir schon umdrehen wollten, entdeckten wir im Wald dann doch noch einige Ruinen, aber da der Park laut Reiseführer direkt an der Hauptstraße liegen sollte, konnten wir hier nicht richtig sein. Wenn wir aber schon mal da sind, so dachten wir, schauen wir uns die Dinger halt auch noch an, und fuhren daher in den Wald rein. Die Begeisterung war groß, als wir feststellten, dass wir ohne zu wollen, den Hintereingang des Parks entdeckt hatten. So hat das auch geklappt und es war die schönste Tempelanlage welche wir bisher gesehen hatten. Weiter ging es um 11.45 Uhr nach Lampang. Die folgenden 170 km. zogen sich fürchterlich, eine kurvige Straße, andauernd ging es im Wechsel bergauf und bergab und der Straßenbelag war teilweise katastrophal. Überholen konnte man auch nicht, da niemand wusste, was um die nächste Ecke kam. Um 14.00 Uhr erreichten wir Lampang was unser heutiges Tagesziel sein sollte.
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Da es hier aber nicht sehr viel Sehenswertes gab, einigten wir uns darauf, bis Chiang Rai weiter zu fahren, um so einen Tag einzusparen. Damit erhielten wir im Goldenen Dreieck einen Tag zusätzlich zu Verfügung, um dort etwas mehr unternehmen zu können. In Lampang wurde erneut für 1300 Bath getankt, der Karren hat ganz schön viel gesoffen. Die 90 km. bis Chiang Mai vergingen über die Autobahn wie im Flug, und um 15.00 Uhr waren wir vor den Toren der Stadt. Unsere ausgewählte Unterkunft sollte eigentlich leicht zu finden sein, denn sie wurde extra so ausgewählt, damit wir keinen chaotischen Verkehr in einer thailändischen Großstadt fahren mussten. Das Hotel sollte direkt an der Straße von Lampang kommend liegen. Allerdings kamen wir, weiß der Teufel wie das passiert ist, von einer ganz anderen Richtung in die Stadt reingefahren. Da hatten wir den Dreck, unsere Unterkunft befand sich direkt gegenüber auf der anderen Stadtseite. Mit unserem Stadtplan aus dem Reiseführer konnten wir auch nicht viel anfangen und so irrten wir erst mal ne Stunde zwischen Psychopathen und Einbahnstraßen herum, bis wir um 16.00 Uhr unser gewünschtes Hotel erreichten. Und das war dann, oh welch ein Ärger, AUSGEBUCHT.
Daher blieb uns nichts anderes übrig, als in die Innenstadt zurück zu fahren, um ein
Ausweichquartier zu suchen. Das Galare Guesthouse lag in relativer Nähe und war vom Reiseführer auch empfohlen. Dieses steuerten wir an und hatten damit auch Glück, denn es hatte freie Zimmer, die sahen hervorragend aus, und es lag zentral zur Altstadt. Umgerechnet kostete die Nacht 11.50 Euro pro Person, da war es keine Diskussion, dass wir da einzogen, schließlich wollten wir hier zwei Nächte bleiben, und somit konnte etwas Luxus nicht schaden.
Nachdem das Zimmer bezogen und jeder den Reiseschweiß abgeduscht hatte gingen wir gegen 19.00 Uhr auf den Nachtmarkt um einzukaufen und etwas zu essen. Das war aber die volle Touristenkacke, nichts als Ramsch und Kitsch wurde hier angeboten. Somit liefen wir einander nach zu einem Essenstand am Markt um etwas zu futtern. Wir suchten uns einen Suppendealer aus, dessen Gerichte lecker aussahen. Joe aß eine scharfe Fischsuppe und Torsten eine Nudelsuppe mit Schweinefleisch, zu trinken gab´s dazu eine Kokosnuss. Als Dessert´s genossen wir verschiedene Obstsorten, welche wir nicht kannten, die aber teilweise höchst interessant aussahen und schmeckten, (von Froschlaich bis Schuhsohle war alles dabei). Um 21.30 Uhr zurück ins Hotel, Bier getrunken und um 23.30 Uhr ins Bett gegangen.
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10. Tag 28.03.08 Chiang Mai und Umgebung
Damit wir nicht vergaßen, dass wir uns immer noch im Urlaub befanden, wurde an diesem Morgen auch mal wieder ausgeschlafen. Erst um 9.00 Uhr sind wir daher aufgestanden.
Der erste Gang an diesem Tag war zur Wäscherei, die befand sich direkt neben der Unterkunft, pro Kilo Wäsche wurden 30 Bath (60 Cent) fällig. Wir brachten 5 Kilo zusammen und somit war das noch mal ein fünftel billiger als in Bangkok, außerdem sollte das Zeug in acht Stunden bereits fertig sein. Als nächstes musste unser Magen zu seinem Recht kommen, d.h. rein in die Innenstadt um ein Häppchen zu suchen. Mit dem Tuk Tuk fuhren wir für 50 Bath zum Wat Chedi Luang den wir zuerst noch anschauen wollten. Dieser Tempel hatte einen 60 Meter hohen Turm welcher zum Teil eingestürzt ist. Nach der Besichtigung latschten wir durch die Straßen um an etwas Essbares zu kommen, in einer recht vergammelten Garküche stoppten wir um 10.30 Uhr, um gegrillte Hähnchenteile mit Klebereis und Fischsauce zu essen. So gestärkt ging es weiter, denn Joe wollte einen Copyshop ausfindig machen, um aus dem Reiseführer die Übersetzungen der Essensnamen herauskopieren zu lassen. Schneller als gedacht wurde ein Geschäft gefunden, und für 0.2 Cent pro Blatt war das lächerlich günstig.
Als nächstes suchten wir zu Fuß den Wat Chiang Man, der irgendwo im alten Stadtteil stehen sollte. Unterwegs zog sich Joe bei einem Straßenhändler noch vier gegrillte Bananen, Torsten musste passen, weil der ja bekanntlicherweise auf Banane allergisch reagiert.
Nach etwas Suchen wurde der Wat Chiang Man gefunden und begutachtet. Jetzt noch eine Tempelruine angeschaut, und um 13.00 Uhr mit dem Tuk Tuk zurück ins Hotel, weil jemand ganz dringend was auf dem Klo erledigen musste !!!!
Vom Hotel aus wollten wir noch zu einem 20 km. außerhalb gelegenen Tempel fahren. Der lag auf einem Berg, in 1000 Meter Höhe, von wo man eine schöne Aussicht auf Chiang Mai herab haben sollte. Das erste Taxi, war ja klar, wollte 600 Bath, oder 100 Bath und dafür einen Abstecher zum Fabrikverkauf machen. Das ging mal gar nicht.
Der nächste Versuch war ein rotes Pickup-Taxi ohne Klimaanlage, mit dem wurden wir einig, für 400 Bath fuhr er uns auf den Berg zum Kloster Wat Doi Suthep, wartete eine Stunde, und verfrachtete uns danach wieder zurück nach Chiang Mai. Am Berg angekommen musste man noch 300 Treppenstufen hochlaufen um den Tempel zu erreichen. Der Tempel war Klasse und die Aussicht hatte auch was für sich. Beim Abstieg kaufte sich jeder noch eine Kokosnuss, welche wir auf der Rückfahrt austranken. Zurück in der Stadt setzten wir uns in eine Bar und tranken jeder zwei kleine Bier. Danach ging es ins Hotel um EC-Karte und Dollar zu holen denn mit unserer Barschaft in Landeswährung konnten wir keinen Staat mehr machen.
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Auf direktem Weg liefen wir zu einer Wechselstube um das Geld umzutauschen. Bei Joe mit seiner EC-Karte ging es recht schnell, nur bei Torsten, der Dollars dabei hatte, dauerte es etwas länger, denn die blöde Kuh hinterm Tresen schrieb jede einzelne Nummer der Scheine auf und das waren nicht wenige denn er wechselte gleich mal 500 Dollar. Nun war noch wichtig, einen Internetshop zu finden, denn wir mussten nach Deutschland ins Reisebüro mailen, damit Simone sich darum kümmert, wie wir unseren Mietwagen, zurück in Bangkok wieder loswerden, denn auf dem Nationalen Flugplatz Don Muang gibt es von Sixt auch keine Station. Auf dem Rückweg zur Unterkunft machten wir einen auf deutschen Touristen und setzten uns ins German Hofbräuhaus um ein dunkles Paulaner Weissbier zu trinken. Als wir das sahen, konnten wir nicht widerstehen, obwohl wir uns schworen, in diesem Urlaub nichts Europäisches zu essen und zu trinken. Weiter ging es über die Wäscherei zum Hotel um Klamotten und Bargeld abzuliefern. Unterwegs nahmen wir noch ein paar Bier aus einem Supermarkt mit, dabei mussten wir heute Stilbruch betreiben, denn wir fanden keinen 7eleven, und kauften daher in einen uns unbekannten Laden ein. Jetzt erst mal auf der Terrasse was getrunken und im Anschluss zum Abendessen an denselben Fressstand wie gestern gegangen. Zuerst gab es Fleisch mit Gemüse und Reis, danach noch ne Fischsuppe als Nachtisch. Als unser Ranzen voll war wurde in eine Bar gesessen, was getrunken und dabei den Betrieb auf dem Nachtmark beobachtet. Übrigens hatten wir uns schon den ganzen Tag Gedanken gemacht, wie wohl so eine Kokosnuss mit Sang Som schmeckt, daher war es eine einmalige Gelegenheit als wir einen Kokosnussdealer fanden, welcher neben einem Supermarkt seinen Stand aufgebaut hatte. Torsten besorgte zwei Kokosnüsse währen Joe eine Flasche Sang Som im Laden erstand. Mit dieser Beute wanderten wir zurück auf unseren Balkon um eine Mischung anzusetzen. Das Zeug schmeckte so Klasse, das war bestimmt nicht das letzte mal, dass wir das tranken. Heute bei Zeiten um 22.00 Uhr ins Bett gegangen.
11. Tag 29.03.08 Von Chiang Mai nach Ching Rai
Um 7.00 Uhr wurden wir von Amy Whinehouse aus dem Handy aufgeweckt. Der Plan für den heutigen Tag besagte, bis an die nördlichste Spitze von Thailand, nach Chiang Rai zu reisen. Ohne Frühstück sind wir um 8.30 Uhr losgefahren, denn das wollten wir unterwegs zu uns nehmen. Wir fuhren auf direktem Weg aus der Stadt raus, und bogen auf die H118 nach Norden ein. Nach ca. 80 km. mussten wir dann rechts in die N120 einbiegen. Wir fuhren aber nach der Abzweigung noch 5 Kilometer weiter denn da sollte eine Zweigniederlassung von Cabbages & Condoms kommen. Da der in Bangkok schon super war, konnte man davon ausgehen, dass wir hier auch nicht angehen. Hier wurde gemütlich mit einem Thaisalat das Frühstück eingenommen.
Mehr oder weniger gesättigt fuhren wir die 5 km. zurück und bogen auf die 120er ein. Unterwegs wurde noch für 500 Bath getankt, sicher ist sicher. Auf dem Weg nach Phayao, wo wir wieder auf die bekannte H1 stoßen sollten, wurde an einem Wasserfall halt gemacht. Der war aber nicht so überragend. Kurz vor Chiang Rai erblickten wir am rechten Straßenrand einen Tempel, der überwältigend aussah. Hier wurde erneut gestoppt und eine Pause eingelegt. Obwohl er sich noch im Bau befand war das eine irre Pracht, die da entstand. In Chiang Rai angekommen fuhren wir direkt zu Ben-Guesthouse. Eine Empfehlung aus unserem verlässlichen Reiseführer. Für 450 Bath die Nacht, nahmen wir uns ein Zimmer. Gutes Zimmer, Frühstücksmöglichkeit, in einer ruhigen Gegend gelegen, und Tagestrips mit Guide bot der auch an.
Der Guide war vor Ort, daher buchten wir gleich für den nächsten Tag einen Tagesausflug für 1500 Bath pro Person. Ob das was ist, werden wir morgen sehen, auf jeden Fall machte der Führer einen seriösen Eindruck. Bei der heutigen Hitze, wie immer um die 40 Grad, legten wir uns von 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr ins Bett, um einen Mittagsschlaf zu machen. Nach dem Aufstehen in die Stadt gelaufen um einen Gourmettempel zu suchen. Auch in Chiang Rai sollte es einen Nachtmarkt geben, und der war diesmal richtig gut. Das war keine Touristenveranstaltung, die angebotenen Produkte waren recht o.k., aber Essensstände wollten sich einfach nirgendwo zeigen. Weil wir aber richtig hungrig waren musste dann ein Straßenstand herhalten, welchen wir in einer Nebenstrasse entdeckten. Für 95 Bath Reis mit Schweinefleisch, und hinterher noch eine Nudelsuppe, so sah das Menü des heutigen Abends aus. Zurück auf dem Markt erstand Joe eine kurze Hose und bei einem T-Shirt Dealer zogen sich beide noch ein Shirt, für 160 Bath. Beim Durchstreifen des Marktes entdeckte man dann doch noch die „Speiselokale“. Was es hier zu essen gab war fantastisch, nur schade, dass wir schon satt waren, aber Morgen ist auch noch ein Tag, und Joe hat dann auch noch Geburtstag, da wissen wir schon, wo es zum Festessen hingehen wird.
Beim Gang durch dieses Paradies durften wir noch das ein und andere testen, wie z.B. Bambuswürmer und Muscheln welche dir die Zunge rausstreckten, und wie eingelegte Paprika schmeckten.
Auf dem Markt ein Singha getrunken und für den Heimweg noch eine Kokosnuss mitgenommen. Im Guesthouse vom Kühlschrank ein Bier gezogen, das ausgetrunken, und um 22.00 Uhr war Schlafenszeit.
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12.Tag 30.03.08 Goldenes Dreieck, Bergstämme und Laos
Heute ist Joachim´s Festtag, der Bub wird 31 Jahre alt, und Torsten freut sich daher schon beim Aufstehen, aufs Geburtstagsessen am Abend. Erneut um 7.00 Uhr aus dem Bett gesprungen. Heute Morgen war es richtig kalt, zwischen 22 und 25 Grad, da hat es uns regelrecht gefroren. Nach dem Duschen ins Erdgeschoss zum Frühstücken gegangen, es gab Rührei, Schinken und Kaffee.
Im Anschluss unsere 7 Sachen, welche wir für den heutigen Tag brauchten, in Torsten´s Rucksack gepackt, und um 9.00 Uhr war Abfahrt. Die Tour führte uns heute, mit unserem Führer „Q“ als erstes Richtung Nordosten zu den Bergvölkern. Nach 1,5 Stunden Fahrzeit sind wir dort angekommen. Das waren 3 Dörfer welche wie an einer Schur aufgereiht hintereinander lagen. Der erste Ort war vom Akha Stamm bewohnt, im zweiten lebten Karon, und der dritte wurde von Longnacks (Langhals) besiedelt. Dieser Stamm heißt so, weil den Frauen von Geburt an Messingringe um den Hals gelegt werden, um ihn so zu dehnen, bis er maximal 25cm. erreicht. Solch ein Schmuck kann dann bei einer ausgewachsenen Frau bis zu 6 kg. wiegen. Das ist nicht jedermanns Sache, und sieht daher auch recht gewöhnungsbedürftig aus, ist aber in ihrer Kultur ein Schönheitsideal. Wir mussten allerdings, sozusagen als Eintrittspreis, zusammen 500 Bath an den Dorfältesten bezahlen. Mit diesem Geld werden notwendige Anschaffungen für die Gemeinschaft getätigt, welche für sie lebenswichtig sind. Bei diesen Stämmen sahen wir uns um, beobachteten das Dorfleben, und ihre handwerklichen Fähigkeiten, bevor wir durch einen Dschungelpfad zurück zum Auto liefen, um im Anschluss ans Goldene Dreieck weiterzufahren.
Übrigens hatten wir heute angenehme Temperaturen um die 35 Grad, und nicht so eine Affenhitze wie in den letzten Tagen.
Am Goldenen Dreieck treffen die Grenzen von Thailand, Birma und Laos aufeinander. Erst ging es auf eine Aussichtplattform, von wo aus man den Grenzverlauf überblicken konnte. Hinterher fuhren wir den Berg runter zum Mekong, welcher Thailand von Laos trennt. Am Fluss angekommen starteten wir eine Bootsfahrt. Mit einem Speedboot wurde über den Strom geschossen. Bereits nach den ersten paar Meter, dachten wir, das wird eine ganz schön nasse Angelegenheit, das Wasser spritzte ungehemmt ins Boot und wir wurden erstmals etwas nass, wobei unser Guide das meiste Wasser abbekam.
In der Mitte des Mekong waren dann keine Wellen mehr vorhanden, und da nahmen wir auch richtig Geschwindigkeit auf.
Unterwegs sahen wir Goldsucher die das Ufer von Laos umpflügten, ebenso wie viele andere interessante Dinge, welche wir mit dem Foto festhielten. Nach einer halben Stunde wechselte der Kapitän die Flussseite damit wir in Laos anlanden konnten.
Die ersten Schritte, die wir auf den Boden dieses Landes setzten, waren fast schon lebensgefährlich. Die Treppe, welche das Ufer hinauf führte, verdiente diesen Namen nicht wirklich. Dieses Ding bestand im Wesentlichen aus Sandsäcken, Altholz und diversen anderen Gegenständen, welche mit etwas Beton verziert waren.
Oben angekommen standen wir in einem Dorf, welches vom Grenzverkehr, und vermutlich auch vom Schmuggel lebte. Für 20 Bath „Bestechungsgeld“ konnten wir uns in diesem Dorf umsehen und uns aufhalten. Was auf dem Dorfmarkt verkauft wurde sah für uns auch nicht alltäglich aus. Die verkauften unter anderem nämlich Schnaps, in welchen Schlangen, Skorpione und Algen eingelegt waren. Probieren konnte man das Gesöff auch. Wobei nach dem ersten Schluck der Gedanke an Spiritus nicht von der Hand zu weisen war. Daher kauften wir von diesem Brandbeschleuniger auch nichts, sondern beließen es bei diesem einen Probeschluck.
Während des Rundgangs durchs Dorf erstanden wir, als nächsten kulinarischen Höhepunkt für jeden eine Dose laotisches Bier. Und das schmeckte dann doch recht annehmbar, was uns zur Erkenntnis brachte, Bier brauen können sie eindeutig besser als Schnaps brennen.
Nach einer guten Stunde Aufenthalt in Laos liefen wir zurück zum Ufer, um unser Boot zu besteigen, und nach Thailand zurückzuschippern.
Auf dem Rückweg nach Chiang Rai stoppte man noch beim „Golden Triangel Monument“ um einige Fotos zu schießen, und an einer Tempelruine aus dem Jahre 1273 wurde auch noch ein Zwischenstopp eingelegt. Diese war allerdings nicht mehr so interresant, da wir davon schon bedeutend Imposantere gesehen hatten.
Nach einem ereignisreichen Tag waren wir um 16.45 Uhr zurück in unserer Unterkunft.
Mit unserem Führer setzten wir uns noch in den Garten, tranken ein Bier und unterhielten uns recht angeregt. Während des Gespräches gab er uns für den folgenden Tag noch einige Reisetips, welche wir gut gebrauchen konnten, denn dann geht es für uns zurück in Richtung Bangkok.
Da wir nach diesem schönen Tag in Spendierlaune waren, bekam er noch 200 Bath Trinkgeld, welches aber nicht für sein fahrerisches Können gedacht war, denn Autofahren hatte er, wie so ziemlich alle Thailänder, nicht erfunden. Mit Abstand einhalten, und vor allem mit dem Rückwärtsgang lag er in einem ewigen Kleinkrieg. Aber nichts-desto-Trotz, seine Arbeit als Guide hatte er hervorragend erledigt.
Nachdem der Straßenstaub abgespült war machten wir uns auf den Weg zum Geburtstagsessen. In der letzten Stunde hat es das ein und andere mal etwas getröpfelt, und daher entschlossen wir uns, nicht auf dem Markt zu essen. Der Hunger trieb uns in den Nordthailändischen Ableger von Cabbages and Condoms, damit hatten wir alle drei Niederlassungen dieses Restaurants in diesem Land durchgefressen.
Auf dem Weg zum Essen stoppten wir in einem Internetshop, um nachzuschauen ob Simone mittlerweile etwas wegen unserer Autoübergabe erreicht hatte. Da gab es allerdings noch nichts Neues, denn die konnte die Anfrage auch nur an den Vermieter weiterleiten, und von dem bekam sie noch keine Rückantwort.
Im Cabbages and Condoms angekommen, setzten wir uns an einen Tisch, welcher für zwei Personen gedacht war, und ließen dann die Speisekarte anfahren. Die Bedienung konnte erst gar nicht fassen, was wir alles zu essen bestellten. Zwei einheimische Fische verschieden zubereitet, zwei Platten mit Shrimps auch unterschiedlich zubereitet, Gemüse mit Pilze und Shrimps, Reis mit Shrimps und dazu zwei Singha. Als das Essen zubereitet war, wurden wir gebeten, an eine größere Tafel zu sitzen, da die Bedienung nicht wusste, wie sie die ganzen Platten auf unserem Tisch unterbringen sollte. Der Preis für all diese Köstlichkeiten betrug läppische 20 Euro und daher wurde entschieden auf dem Markt doch noch ein Bier zu trinken, (Joachim brauchte gar nicht glauben, dass er bei seinem Geburtstagsessen billiger wegkommt als Torsten).
22.30 Uhr wurde mit einem Tuk Tuk der Heinweg angetreten, um vor dem Zimmer noch was zu trinken.
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13. Tag 31.03.08 Von Chiang Rai nach Nan
In aller Frühe aufgestanden und das übliche Morgenritual mit duschen, zusammenpacken und frühstücken über uns ergehen lassen. Nach der Bezahlung, welche teurer ausfiel als gedacht (2350 Bath), was vor allem auf den Bierkonsum zurückzuführen war, sind wir um 9.30 Uhr aufgebrochen. In Chiang Rai wurde noch getankt, das war ein Tip von unserem Gastwirt Patrick, den er uns gab, als er hörte, dass wir durch die Berge nach Nan fahren wollten. Für 500 Bath wurde der Tank gefüllt, und dann ging es auf die N1020 welche in Richtung Südosten nach Nan führte.
Zuerst sah der Weg gar nicht schlecht aus, wenn da nur nicht die anderen Verkehrsteilnehmer gewesen wären, hier gab es vermutlich die schlechtesten Autofahrer von ganz Thailand. Die hatten mit Sicherheit alle das Testament im Handschuhfach liegen. Überholen im Überholverbot, bei einer Linkskurve mit Gegenverkehr war noch so ziemlich das harmloseste was wir erlebten. Und überall waren Polizeikontrollen, welche uns aber nicht störten, denn die Polizisten schauten lieber Fernsehen, oder saßen im Schatten anstatt ihren Pflichten nachzukommen.
Nach 64 km. wurde die Strecke dann interessant. Sobald wir uns auf der N1021 befanden nahm der Verkehr ab, und die Kurven dafür zu. Die folgenden 130 km. bestanden im Allgemeinen aus Kurven und Berg- und Talfahrten.
Eine tolle Straße, vorbei an Dschungel und Wald, dazwischen sah man immer wieder abgebrannte Berghänge (Brandrodung für Ackerbau).
Wenn da nur nicht der Straßenbelag gewesen wäre, teilweise Schlaglöcher, dass man Kubikmeterweise hätte Schotter reinkippen können, manchmal fehlte auf der linken Seite ein Teil des Weges, weil der Hang abgerutscht war, dafür war 100 Meter weiter auf der anderen Straßenseite kein Durchkommen, denn dort ging ein Steinschlag nieder und bedeckte die Fahrbahn. So tief in der Provinz bekamen wir nicht mal mehr einen Radiosender rein.
Bei Tha Wang Pha bogen wir in die N1080 ein, und somit wurden die letzten 50 km. bis Nan auf einer Schnellstraße zugebracht.
In Nan angekommen war zuerst das leidige Thema Unterkunft zu erledigen. Die Auswahl an Unterkünften ist in dieser Stadt nicht sehr groß, da es hier so gut wie keinen Tourismus gibt. Aber selbst in diesem Kaff hatte unser Reisehandbuch etwas anzubieten. Wir fuhren das Amazing G.H. an. Die hatten für 350 Bath einen klimatisierten Bungalow, der frei war. Beim ersten Blick in das Gebäude wurde uns allerdings schwarz vor Augen. Fluchtartig rannten viele Kleinstlebewesen, auch Ameisen genannt, unters Bett. Dies war schon keine Ameisenstraße mehr, sondern vielmehr eine komplett ausgebaute Autobahn. Nach Nachfragen waren noch andere Hütten frei, die hatten halt keine Klima, sondern nur Ventilator, aber dafür konnte man die Nacht ohne Biologische Exkursionen verbringen. Dieses Zimmer wurde genommen, und da ohne AC. war es auch noch 50 Bath billiger, dass man auf dem Klo wieder selbst schöpfen musste waren wir ja mittlerweile gewöhnt, und störte uns daher auch nicht weiter.
In der Umgebung von Nan gibt es viel Höhlen, und deswegen wurde am Nachmittag eine solche aufgesucht. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk und Taschenlampe, wurde die erkundet. Das war eine schweißtreibende Arbeit denn es ging nur bergauf und der Weg war alles andere als respektabel. Auf dem Rückweg nach Nan wurde etwas abseits der Straße noch eine Hängebrücke angeschaut, und um 16.30 Uhr befanden wir uns erneut in unserer Unterkunft. Gegen 18.30 Uhr stellte sich der kleine Hunger ein. Kurz davor begann es auch richtig zu regnen und somit war der Nachtmarkt erneut gestrichen. Es verschlug uns zu „ De Dario“, einem thailändischen Italiener, welcher auch einheimische Küche anbot. Zu essen gab es Schwein in grüner Pfeffersauce, verfeinert mit Kokosmilch, und als Beilage Reis.
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Auf dem Heimweg vom Essen bei 7eleven vorbeigeschaut, und jeder 2 Bier erstanden, die auf der Terrasse noch getrunken wurden. Um 22.00 Uhr ins Bett gegangen, Übrigens regnete es immer noch, was aber ganz gut war, denn so kühlte es etwas ab, was wir auch brauchen konnten, denn heute Nacht war das erste mal, dass wir keine Klimaanlage hatten.
14.Tag 01.04.08 Von Nan nach Phitsanuluk
Als wir heute Morgen um 7.00 Uhr erwachten, hatte es durch den Regen angenehm abgekühlt. Bei ca. 20 Grad fröstelte es und das erst mal in diesem Urlaub.
Vor dem Duschen musste Torsten erst noch eine kleinere Ameisenkolonie aus dem Badezimmer entfernen, welche sich unter dem Eimer für die Klospülung häuslich eingerichtet hatte. Unsere Wirtin bot uns zum Frühstück noch einen laotischen Kaffee an, der war aber eher chaotisch. Zäh wie Sirup, und entsprechend bitter, war er die 50 Bath eigentlich nicht wert, aber man kann ja nicht alles haben.
Nach erneutem Tanken, für 900 Bath, fuhren wir um 8.30 Uhr nach Phitsanuluk ab.
Später am Morgen nahmen wir unser Frühstück etwa 40 km. entfernt von Uttaradit ein. Mehr durch Zufall, weil wir uns verfahren hatten, gelangten wir in die Ortschaft Den Chai. Hier gab es am Straßenrand ein richtig vergammeltes „Restaurant“. Wir aßen gerillte Hähnchenschlegel mit Klebereis. Da der Koch solche noblen Gäste wie uns noch nicht bewirten durfte, lief der erst mal ins Nachbarhaus und lieh sich zwei Gläser, damit er uns was zu trinken anbieten konnte. Für 80 Bath war der Preis auch ganz o.k.
Nach dem Essen fuhren wir weiter und bogen kurz darauf von der N101 auf die H11 ein. Über Uttaradit erreichten wir so gegen 12.30 Uhr unser heutiges Ziel Phitsanuluk. Kurz später war auch schon unser Zimmer im Petchpailing Hotel bezogen. Kostenpunkt 450 Bath, welche im Voraus bezahlt wurden.
Die Besichtigung der örtlichen Sehenswürdigkeiten, natürlich Tempel, war als nächstes geplant. Bei einer Temperatur von über 40 Grad, konnte man uns nach dem Stadtrundgang eine Erfrischung in Form von Bier nicht verwehren. Dazu aßen wir noch eine Nudelsuppe mit Ingwer und Schrimps. Als wir um 16.30 Uhr im Hotel zurück waren wurde bis 19.00 Uhr ein Schläfchen eingelegt.
Danach war duschen angesagt, und kurz nach 20.00 Uhr wurde die Unterkunft verlassen, um etwas Essbares aufzutreiben. Wobei anzumerken wäre, dass Torsten eigentlich keinen Hunger hatte, nur Joe konnte mal wieder nicht genug bekommen.
Da Simone uns immer noch eine Antwort schuldig war, wollten wir unterwegs noch einen Internetshop ausfindig machen. Das war in dieser Stadt dann doch ein kleines Problem. Wir mussten schon ein Weilchen herumlaufen, bis wir ein Fotostudio fanden, welches auch so einen Uraltrechner mit Internetzugang hatte. Eine Antwort war noch nicht eingegangen, was aber auch daran liegen konnte, dass es in Deutschland Wochenende war.
Am Nachtessensmarkt zog sich Joe eine Nudelpfanne, von der Torsten ein paar Bissen mitaß, und im Anschluss brauchte der Fresssack noch ne Nudelsuppe !!!!
Als Joe endlich satt war konnten wir den Nachtmarkt besuchen. Hier setzten wir uns an den örtlichen Singha Stand und tranken erst mal ein Bier. Heute Nachmittag hatte Torsten noch mit Magge ein SMS gewechselt, und daher wussten wir dass die beiden heute auch in Phitsanuluk nächtigten. Die Überraschung war dann aber doch groß, als Magge und Carmen plötzlich neben unserem Tisch standen. Somit wurde dann zusammen etwas getrunken und jeder gab seine Erlebnisse der letzten Tage zum besten.
Kurze Zeit später mussten die beiden uns auch schon wieder verlassen, denn ihre gemieteten Fahrradtaxis waren abfahrbereit. Auch wir begaben uns dann ins Hotel, denn dort erwartete uns im Kühlschrank noch ein kalter Singhasnack, welcher getrunken werden wollte.
Als diese Arbeit erledigt war ging, es bereits auf Mitternacht zu, und daher war jetzt abliegen angesagt.
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15. Tag 02.04.08 Von Phitsanuluk nach Lopburi
Wie fast immer um 7.00 Uhr aufgestanden. Da wir unser Frühstück heute wieder unterwegs suchen wollten, konnten wir bei Zeiten aufbrechen. Um 8.15 Uhr waren wir daher bereits auf der Piste. Von Phitsanolok wurde die H117 Richtung Süden angesteuert, von dort erreichten wir nach ein paar Kilometern Nakhon Sawan, wo wir ja schon auf der Fahrt nach Norden bei Theo Station gemacht hatten. In dieser Stadt wurde für 930 Bath getankt.
Weil sich jetzt auch bei allen der Hunger eingestellt hatte, wurde auf der Fahrstrecke nach einem geeigneten Restaurant ausgeschaut. Es musste unseres Ermessens irgendwo an einem Straßenrand eine standesgerechte Fressbude geben, danach wurde gesucht. Aber unserem Wunsch konnte nicht entsprochen werden, entweder es gab nichts oder wir sahen es so spät, dass es zum Bremsen nicht mehr gereicht hätte. Als wir um 10.00 Uhr bereits den halben Weg des heutigen Tages zurückgelegt hatten, dachten wir, jetzt können wir auch gleich durchfahren und nach der Ankunft in Lopburi etwas essen. Um 11.30 Uhr erreichten wir das angepeilte Tagesziel. Unser ausgewähltes Hotel war so ziemlich die übelste Absteige des gesamten Urlaubes, aber es hatte den Vorteil, dass es Zentral in der Innenstadt lag. Für 450 Bath (4.50 Euro pro Person), hatten wir in anderen Städten auch schon wesentlich nobler gewohnt.
Nach dem Einchecken wurde auf den Markt, gegenüber des Hotel´s etwas zu Essen ergattert. Bei einem Suppendealer bekamen wir jeder eine Nudelsuppe, welche zwischen Schweineköpfen, Haxen und anderer Marktware, stilvoll gegessen wurde, wobei Torsten etwas Probleme mit den Stäbchen hatte, denn mit denen hatte er bisher noch nicht viel am Hut. Da es aber kein anderes Besteck gab musste er da aber durch.
Im Anschluss starteten wir eine Stadtbesichtigung, die uns einige Tempel, und Ruinen von solchen, näher brachten. Diese Stadt wird auch als „Stadt der Affen „ bezeichnet, was daran liegt, dass in der Innenstadt mehrere Großfamilien von Affen hausen. Diese Viecher waren überall, im Hotelflur, in der Hotellobby, in den Stromleitungen, und vor allem auf der Strasse.
Vom Hotel rief Joe noch in Bangkok bei Sixt an, um abzuklären, wie wir morgen mit dem Mietwagen verfahren müssen. Die sagten, das sei kein Problem, ein Mitarbeiter von ihnen würde uns am Don Muang Airport um 16.00 Uhr erwarten, und den Wagen übernehmen.
Mal sehen ob das klappt!
Kurze Zeit später bekamen wir von Simone übers Handy die gleiche Information, die hatte sich also auch darum gekümmert.
Da es heute wieder über 40 Grad hatte, wurde nach einem Bier in der Hotellobby ein Mittagsschläfchen eingelegt. Den Wecker stellten wir auf 18.00 Uhr, man kann das Abendessen schließlich nicht verkommen lassen.
Beim hinliegen verfluchte Torsten zum ersten mal das Lopburi Asia House, das Bett bestand im wesentlichen aus einer mit Laken bezogenen Spanplatte, somit konnte an diesem Tag von entspannter Bettruhe keine Rede sein.
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Als wir aufgestanden waren, wurde in dem Verschlag, der sich hier Badezimmer nannte schnellstmöglich geduscht. Das war gar nicht so einfach. Denn es war unser Bestreben so wenig wie möglich zu berühren, weil man sich hier vermutlich so ziemlich alle Krankheiten einfangen konnte welche es gibt. Um 19.00 Uhr waren wir abmarschbereit. Das White House Restaurant, bekannt aus dem Reiseführer, wurde ins Auge gefasst. Wir irrten erst mal planlos durch die Stadt, denn das Restaurant sollte zwar nur einige Meter vom Hotel entfernt liegen, aber ohne verlässlichen Stadtplan war es ein hoffnungsloses Unterfangen, das Ding zu finden. Nach einiger Zeit, und zweimaligen nachfragen, erreichten wir die Pinte, welche sich als das beste Speiselokal in der gesamten Stadt herausstellte.
Vom Chef persönlich wurde uns gegrillter Flussbarsch mit Reis serviert. Als Nachtisch kam noch ne Früchteplatte und hinterher bekamen wir einen ganz passablen Kaffee serviert.
Inklusive Getränke schlug dieses Essen mit 830 Bath zu Buche.
Um 21.00 Uhr waren wir zurück in unserem Hotel, hier tranken wir in der Lobby noch ein Bier und um 23.00 Uhr ging das Martyrium dieser Nacht so richtig los, denn es wurde ins „Bett“ gelegen. Nach einer Stunde unmenschlicher Qualen auf diesem Folterinstrument, beschloss Torsten, dass in der Lobby etwas zu trinken wohl entspannender sein muss als weiterhin Fakir zu spielen. Als er es sich am Tresen gerade bequem gemacht hatte, zappte der Nachtwächter vom Hotel durchs Fernsehprogramm und blieb bei der deutschen Bundesliga hängen. Das war zwar auf thailändisch aber trotzdem recht spannend und informativ. Um 2.00 Uhr nachts wurde extra für Torsten ein Ventilator aufgestellt, denn es war noch so warm, dass ihm der Schweiß immer noch den Arsch hinunterlief.
Anschließend kam noch Champions League. Istanbul spielte gegen Chelsea, dieses Spiel zog sich Torsten auch noch rein. Übrigens war in dieser Lobby echt was geboten, da übernachteten Penner auf den Sofas, da streunten Hunde herum und das abgedrehteste war eine Horde Affen welche nach Mitternacht noch das Hotel besuchte und vom Portier mit einem Stock hinausgetrieben werden mussten. Um 4.00 Uhr versuchte er erneut zu schlafen, und ging daher wieder zu Bett.
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16.Tag 03.04.08 Von Lopburi über Ayutthaya nach Bangkok
So schnell wie möglich wurde an diesem Morgen diese Absteige verlassen. Torsten war total übernächtigt und Joe beklagte sich über ein Jucken und Beißen am ganzen Körper. Wir tippten daher ganz stark auf Flöhe.
Als erstes die 20 km. auf die Autobahn zurück, und unterwegs noch bei 7eleven 3 Liter Wasser erstanden. Auf dem Weg nach Bangkok war noch eine Zwischenstation in Ayutthaya eingeplant. Dort sind wir um 10.00 Uhr angekommen. Jetzt wurde ein Frühstückchen gesucht. Wir fanden eine Garküche, in welcher uns für 80 Bath, Knorpelfleisch mit Reis kredenzt
wurde. Eine halbe Stunde später hatten wir bereits über 40 Grad und die Besichtigung der Tempelanlagen ging los. Ayutthaya ist auch eine alte Königsstadt, welche im Wesentlichen aus Ruinen und Tempelanlagen besteht, die in der ganzen modernen Stadt verteilt sind.
Beim Verlassen des ersten Tempels sprach uns ein Tuk-Tuk Fahrer an, der schlug uns vor, mit ihm eine Rundfahrt durch die Anlagen zu unternehmen. Da überlegten wir nicht lange, mit
dem Auto hätten wir uns da doch nur zu Tode gesucht. Wir besichtigten ein paar der alten Steinhaufen, und bezahlten für den Trip 400 Bath. Allerdings waren wir auch über zwei Stunden unterwegs und daher ist dieser Preis auch gerechtfertigt.
11.30 Uhr wurde erneut unser Wagen bestiegen um nach Bangkok weiterzufahren. Das klappte ganz hervorragend, bis wir an die Stadtgrenze von Bangkok kamen, dann machte uns
der Schilderwald schwer zu schaffen. Trotz Torsten´s navigatorischer Höchstleistungen, war der Weg zum Flughafen eine Herausforderung. Als Joe von Torsten die Autobahn herab gelotst wurde, passierte es dann:
Wir wurden von einem Polizisten herausgewunken, angeblich hätten wir da nicht abfahren dürfen, obwohl vor der Kreuzung ein mindestens 4qm. großes Schild aufgestellt war, welches
genau dazu aufforderte. Er wollte, dass wir 500 Bath bei einer Polizeistation in der Innenstadt bezahlen. Das war uns dann doch zu blöde. Torsten zückte einen 500 Bathschein und streckte ihn zum Fenster raus.
Mal sehen war passiert! Nun die Sache war ganz einfach, das Geld wanderte in die Tasche seiner Uniform, und plötzlich sprach niemand mehr von einem Verkehrsvergehen. Eine Quittung bekamen wir dafür natürlich nicht, aber ein nettes Lächeln von seinen Mitmenschen ist ja auch mal 500 Bath wert. So kommt man in 5 Minuten natürlich auch zu einem Monatsgehalt. Mehr durch Zufall fanden wir den richtigen Weg, und nach nochmaligen Nachfragen standen wir um 13.30 Uhr vor dem Abflugschalter.
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Da der Termin für die Autoübergabe auf 16.00 Uhr angesetzt war, musste jetzt erst mal ein Parkplatz her. Die gab es hier aber nicht, und so lotste uns ein Flughafenarbeiter für 120 Bath „Trinkgeld“ in den VIP Bereich des Terminals. Als nächstes wurde bei Sixt angerufen und nachgefragt, ob sie einen Mitarbeiter nicht schon etwas früher schicken könnten. Uns wurde zugesagt, dass in einer Stunde jemand da sei.
Also zurück zum Auto, um klar Schiff zu machen, und unsere Habseligkeiten, welche im ganzen Wagen verstreut waren, in die Taschen und Rucksäcke zu packen.
Beim Auto angekommen wurden wir schon von einem Airportangestellten erwartet der uns vom VIP Platz vertreiben wollte, der den wir geschmiert hatten war natürlich nirgends mehr zu finden, vermutlich versoff der gerade unsere 120 Bath.
Der Typ verstand kein Wort englisch, und daher war das eine richtige Aktion, bis er kapierte dass wir hier nur eine Stunde warten wollten.
Es half nichts, wir mussten den Platz verlassen, aber er bot uns dafür gleich nebenan eine Stelle an, wo wir den Karren abstellen konnten. Nach fast 1.5 Sunden Wartezeit, und einem nochmaligen Anruf bei Sixt tauchte der Mietwagenfuzzy endlich auf. Hat auch alles gepasst, bis auf den Tank, denn vor lauter Polizei und Straßenchaos wurde vergessen vollzutanken. Wir einigten uns darauf, er bekommt 1600 Bath und füllt der Wagen für uns auf.
Übrigens rechneten wir jetzt unsere Kilometer aus. Die gesamte Fahrstrecke der letzten Tage betrug 2676 Kilometer, bei denen nichts passiert ist, um so ärgerlicher, dass auf den
letzten 5 km. noch ein Strafzettel fällig wurde. Auf jeden Fall wurde jetzt ein Taxi bestiegen, und in die Shukumvit Road gefahren, um ein Hotel zu suchen. Wir kamen im Federal Hotel für 800 Bath die Nacht unter. Das Hotel hatte den Vorteil dass es in der Soi 11 lag, und Cabbages and Condoms wo wir noch mal Essen wollten, befand sich in der Soi 12, also in der Parallelstraße. Um 16.00 Uhr waren wir im Zimmer eingerichtet, hatten an Magge ein SMS mit dem Termin fürs Abendessen geschickt, und waren auch schon geduscht. Somit konnte man bis 18.00 Uhr noch etwas abliegen. Danach wurde losgelaufen um im German Beerhouse, neben dem Hotel ein Singha als Aperetiv zu trinken. War recht teuer, für den Preis von zwei Bier (320 Bath) hatten wir die letzten Tage manchmal ein ganzes Hotelzimmer bekommen.
Pünktlich um 19.00 Uhr standen wir vor der Tür des Restaurants. Da die anderen beiden erst in einer halben Stunde Uhr kommen wollten, reservierten wir oben einen Tisch und setzten uns unten in die Bar um zu warten.
Das gemeinsame Essen hat soweit gepasst und das Beste an der Geschichte war, dass es noch von Joe bezahlt wurde.
Torsten und Joe beschlossen, dass sie im Anschluss noch an ihre altbekannte Bar fahren wollten, während Markus und Carmen, die im Sofitel in einem anderen Stadtteil wohnten, nach Hause drängten.
Nun der Rest des Tages ist schnell erzählt. Nach herumfeilschen mit den Tuk Tuks, an die Bar, dort was getrunken, noch mal jeder zwei Heuschrecken gegessen und danach zurück ins Hotel um zu schlafen.
17.Tag 04.05.08 Von Bangkok mit dem Flugzeug nach Phuket
Um 8.00 Uhr aufgestanden. Als erstes unsere Koffer sortiert und Gewichtsverlagerung ins Handgepäck gemacht, denn heute fliegen wir nach Phuket und da muss das Koffergewicht stimmen. Eineinhalb Stunden später mit dem Taxi zum Flugplatz gefahren. Der Fahrer wollte uns einmal mehr bescheißen, er behauptete tatsächlich, sein Taxameter läuft in den Randbezirken von Bangkok langsamer als in der Innenstadt und wollte daher 50 Bath extra herausschinden.
Für wie blöd hat der uns eigentlich gehalten?
Sein Taxameter zeigte 135 Bath an, und genauso viel kostete gestern die Fahrt in die andere Richtung auch. Somit hat ihm Torsten 140 Bath in die Hand gedrückt und damit war für uns das Thema erledigt, obwohl der vor lauter Maulen fast einen Infarkt bekommen hätte, gab´s einfach nicht mehr Geld.
Nachdem wir die Koffer aufgegeben hatten wurde ein kleiner Snack in Form von Reis mit Schwein zu uns genommen.
Kurze Zeit später trafen wir dann auch Markus und Carmen. Gemeinsam starteten wir um 12.35 Uhr mit dem Flieger nach Phuket.
So und ab nun beginnt der richtige Badeurlaub. Das heißt ab sofort ist auch mit Tagebuch schreiben Schluss denn das wäre nur unnötiger Stress.
Und damit endet dieser Bericht
.
Ich hoffe es hat Spaß gemacht zu lesen, und das nächste folgt bestimmt.
Versprochen!
**Torsten**