Australien Reisebericht:
Outback & Abenteuer - durch den Wilden Westen Australiens
Outback & Abenteuer: Dies war das Versprechen von Burkhard Dönnecke, Australien-Spezialist und Inhaber der FLUGBÖRSE in Lippstadt an die 7 Reiseteilnehmer aus der Region, die sich für die als Pilotreise ausgeschriebene Abenteuertour durch eine der entlegendsten Regionen der Welt, den Westen Australiens angemeldet hatten. Und Abenteuer –soviel vorweg- gab es reichlich auf der anderen Seite der Welt.
Teil 1 – Eiskaltes Bier und Krokodile
Rund 16,5 Flugstunden mit der QANTAS, der australischen Airline, liegen hinter den Teilnehmern, als sie morgens um 04:30 Uhr Ortszeit in Darwin, im tropischen Norden, von Burkhard Dönnecke in Empfang genommen werden. Eine kurze Eingewöhnung an der Poolbar des Mirambeena Resorts und schon steht für einige bereits eine erste Herausforderung auf dem Programm.
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Ein 4-stündiges 4WD-Training im anspruchsvollen Offroad-Terrain soll die Teilnehmer auf die bevorstehenden Pisten vorbereiten und notwendige Grundkenntnisse im Umgang mit Allrad-Fahr-zeugen vermitteln. 2 Toyota Landcruiser, ausgestattet mit allem notwendigen Camping-Equipement werden für die nächsten vier Wochen unser Zuhause sein und da ist es schon wichtig, die Funktionen, Vorzüge und auch eventuelle Grenzen der Fahrzeuge kennen zu lernen.
Nachmittags dann noch ein paar letzte Einkäufe, am Abend „Lage- und Tourbesprechung“, dazu ein paar kühle Drinks und die erwartungs-freudige Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Das Abenteuer Nord- u. Westaustralien kann beginnen.
So läßt denn auch das erste Highlight nicht lange auf sich warten. Nach nur 2 Std. Fahrt Richtung Kakadu N.P. winkt bereits ein überdimensio-nales Krokodil vom Straßenrand und weist auf die „Jumping Crocodiles“ hin, die hier zu sehen sind.
Neben einer Vielzahl von Wasser- und Raubvögeln bevölkern insbesondere die bis zu 7 m langen, für den Menschen überaus gefährlichen Salzwasser-Krokodile den Adelaide-River, einen lehmbrau-nen, breiten Fluß, den man beim ersten Anblick noch nicht einmal mit den Fingern berühren geschweige denn den Fuß reinstecken möchte.
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An Bord einer vermeintlich viel zu kleinen „Nußschale“, schippern wir rund 2 Stunden durch die braune Brühe, auf der Suche nach den „Bestien aus der Tiefe“ (wieso fällt mir gerade jetzt das Lied mit den 10 kleinen Negerlein ein ?).
Der ortskundige Bootsführer demonstriert uns alsbald auch sehr anschaulich, warum man seine Hände bei sich behal-ten und sich auch nicht zu weit über die nur ca. 50 cm hohe Bordwand beugen sollte. Kaum hat er eines der urzeit-lichen Reptilien entdeckt, lockt er dieses mit einem Fleischköder an, den er zuvor am Ende eines 3 m langen Stockes befestigt hat. Den Köder immer kurz über der Wasseroberfläche schwenkend, wartet er solange, bis das Krokodil mit seiner riesigen, zähneblecken-den Schnauze kurz davor ist, zuzuschnappen, zieht diesen dann aber im letzten Moment nach oben und unter den staunenden Ohhh und Ahhhh-Rufen der Bootsinsassen genießt er den Moment, wenn das Krokodil fast in seiner gesamten Länge aus dem Wasser schießt, dabei fast auf seinem Schwanz zu stehen scheint, um dem Köder nachzujagen. Nicht jedem wird in diesem Moment klar, wie einfach es doch für das Reptil wäre, eine vergleichsweise geringe Bootshöhe von 50 cm zu überspringen.
Sonnenaufgang im Kakadu National Park. Wir brauchen uns keinen Wecker zu stellen. Ein vielstimmiges Heulkonzert der australischen Wildhunde, der Dingos, die uns am Abend zuvor kaum einschlafen ließen, weckt uns bereits, bevor das Morgengrauen die Konturen der Landschaft erkennen lässt. Nur wenige Kilometer hinter unserem Camp beginnen die sog. Wetlands, Sumpf- und Feuchtgebiete und damit Heimat und Brutstätte von Tausenden von Wasservögeln. Mit Erstrahlen der ersten Morgenröte erwacht das Leben und ein außergewöhnliches Spektakel beginnt. Im Schutz eines eigens eingerichteten Unterstan-des erleben wir, wie Aber-tausende von Enten, Reihern, Kranichen, Hühnern und Pelikanen erwachen und sich in die Lüfte erheben. Ein Bild wie aus dem Paradies, eine Stimmung, die kaum zu beschreiben ist, man muß es erlebt haben.
Mittags erreichen wir den Ubirr Rock, eine ehemalige Kultstätte der Aborigines, der Ureinwohner Australiens. Die Felsenlandschaft, die wir hier durchwandern, hat eine mystische Ausstrahlung.
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An vielen Stellen sind jahrtausende alte Zeichnungen an den Felswänden zu erkennen. Jagd-szenen der Aborigines sind hier verewigt, wir sehen Darstellungen von Kängerus und Possums, Fische, Warane, Schildkröten und Krokodile, aber auch von den Ureinwoh-nern selbst.
Die Art der Zeichnungen ist besonders eindrucksvoll, im sog. Röntgenstil haben die Künstler die Motive gemalt, d.h. man kann Rückrat, Rippen und sogar innere Organe exakt erkennen. Das wohl bekannteste Motiv jedoch ist die Regenbogenschlange, die gleichzeitig als weltweit ältestes künstlerisches Motiv gilt.
Vom Plateau des Ubirr Rock genießen wir einen phantastischen Rundumblick auf die umliegende Landschaft, die sich in der Regenzeit in eine große Seenplatte verwandelt, jetzt jedoch überwiegend trocken ist und nur noch einige kleinere Wasserflächen erkennen lässt.
Auch am nächsten Morgen geht’s wieder früh raus. Bei Yellow Waters unternehmen wir eine weitere Bootsfahrt durch die weitläufige Lagunenlandschaft und genießen nochmals die vielfältige Flora und Fauna des Kakadu National Parks in einer einzigartigen Sonnenaufgangs-stimmung.
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Hier sehen wir auch erstmals den Jabiru, den Schwarzstorch, der gleichzeitig der Wappenvogel des Nationalparks ist.
Mittlerweile haben wir den Nitmiluk Nationalpark erreicht, der aus einem System von 13 miteinander verbundenen Schluchten besteht und auch unter dem Namen Katherine Gorge bekannt ist. Während ein Teil der Gruppe wandert, erkunden die anderen die ersten Gorges im Kajak. Zwischen den einzelnen Übergängen müssen die Boote zwar ein Stück getragen werden, aber dafür entschädigen grandiose Ausblicke zwischen den Steilwänden für die Mühen.
Unser Tagesryhtmus hat sich inzwischen dem Rhythmus der Natur angepasst. Mit dem Erwachen der Tierwelt stehen auch wir meist auf und am frühen Abend haben wir unser jeweiliges Camp bezogen. Die Dunkelheit kommt schnell und der Übergang zwischen Dämmerung und Nacht vollzieht sich innerhalb von nur einer halben Stunde. Um 18:00 Uhr ist es bereits stockfinster und nur der grandiose Sternenhimmel und der zunehmende Mond spenden ein wenig Licht. Überhaupt sind wir schier überwältigt vom nächtlichen Himmel auf der Südhalbkugel. Die Milch-straße scheint zum Greifen nah und das „Kreuz des Südens“ ist unser stetiger Begleiter.
Wir verlassen die Northern Territories über den Victoria Hwy. und überqueren kurz vor Kununurra die Grenze nach Westaustralien. Durch die inneraustralischen Zeitzonen gewinnen wir hier zwar wieder 1,5 Stunden, büßen jedoch wieder etwas davon ein, da unsere Fahrzeuge an der hier befindlichen Quarantäne-Station peinlich genau nach unzulässigen Lebensmitteln und Spuren von möglichem Getier untersucht werden.
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Insbesondere die Angst vorm Einschleppen der giftigen Agakröten, die eine ernste Gefahr für die Landwirtschaft und Gemüseanbau darstellen und schon manch einen Landstrich Australiens heimgesucht haben, rechtfertigen diese Kontrollen.
Wir erreichen unsere erste ernsthafte Off-road-Strecke. Ein Abzweig vom Great Nor-thern Hwy. auf eine staubige und steinige Piste weist den Weg weiter zu unserem nächsten Ziel, den Bungle Bungle Nationalpark, in der Aboriginal-sprache auch Purnululu genannt. Rund 80 km sind es bis zum Campground und endlich kommt der 4-Wheel-Drive zum Einsatz. Überraschung des Abends sind zwei weitere Flugbörse-Kunden aus Lippstadt, die in Eigenregie in um-gekehrter Richtung unterwegs sind und die wir hier zufällig treffen. So klein ist die Welt.
Erst 1987 wurde dieses Gebiet zum N.P. erklärt, nachdem es überhaupt erst Ende des 19.tn JH entdeckt wurde. Im Nordwesten erstreckt sich ein gewaltiges, von Felsspalten und Schluchten durchzogenes Sandstein-massiv, im Süden eine Ebene, auf die ein Riesen-Koch mit einem Riesen-Löffel einzelne, braun-orangene, gestreifte Felshäufchen hingekleckert zu haben scheint. Zumindest aus der Luft, von oben gesehen, bieten sich die Bungle Bungle so dar. Und so wollen wir auch am nächsten Morgen diese Perspektive per Helikopter genießen, doch leider spielt das Wetter nicht mit. Ausgerechnet heute muß es regnen, die Wolken hängen zu tief, die Helikopter dürfen aus Sicherheitsgrün-den nicht starten. So unternehmen wir noch ein paar kurze Wanderungen durch diese unwirtliche Felsen-landschaft und verlassen die Bungle Bungles wieder bei aufbrechendem Sonnenschein.
Wir haben Glück. Die Gibb River Road und auch das Wetter zeigen sich von ihrer besten Seite, die Piste ist frisch gewalzt und fast eben, wir kommen mit Tempo 90 bis 100 voran, nur ab und zu stören wellblech-ähnliche Querrillen die Fahrt und rütteln uns ordentlich durch.
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Eine kilometerlange Staubfahne hält das zweite Fahrzeug auf Distanz, wer will schon ständig den aufgewirbelten Dreck des Vordermanns schlucken. Gelegentlich queren wir Flussläufe, die zu die-ser Jahreszeit allerdings kaum Wasser führen und für uns kein ernsthaftes Problem darstellen.
Willkommene Abwechslung bieten entlang dieser Strecke lediglich die meist einsam gelegenen Roadhouses und Homesteads (Farmen), die neben einer Tankstelle i.d.R. auch über Reparatur-Service, Bar, Restau-rant und Einkaufsmöglichkeit verfügen und meist auch einen Camping-platz haben. Darüber hinaus dient so ein Roadhouse auch als Kommu-nikationsstelle. Man tauscht aktuelle Reiseinformationen aus, gibt Tipps für die Weiterfahrt oder plaudert einfach nur unverbindlich miteinander. Manchmal ist man in dieser Einsamkeit ja froh über jede Art der Unterhaltung, lernt dabei aber echtes australisches Outback-Leben und die urigsten Typen kennen.
Inzwischen befinden wir uns auf der nach Norden führenden Kulumburu-Road, eine rote, staubige Piste, die ins Nir-gendwo zu führen scheint. Der Verkehr geht gegen Null und wir nutzen die „Rush-Hour“ zu einem besonderen Foto-Shooting mitten auf der Piste.
Drysdale River Station ist der letzte Vorposten der Zivilisation auf dem Weg zum Mitchel-Plateau, das unser abgelegenstes Ziel darstellt. Mindestens 2 Tagesreisen entfernt liegt der nächste Ort, der nächste Supermarkt, das nächste Krankenhaus. Kein Platz also, wo ein Notfall eintreten sollte. Für einen solchen verfügen wir allerdings über einen Notrufsender, der –sofern aktiviert- ein Signal aussendet und den Flying Doctor Service alarmiert und eine Rettungsaktion in Gang setzen würde.
Das Mitchell-Plateau und die hier befindlichen Mitchell-Falls erweisen sich für uns als Paradies in der Wildnis. Tropische Vegetation, steile, feuerrote Felsen, schwindelerregende Abgründe, glasklare Wasserläufe, Bade-pools, tosende Wasserfälle und dazu ein stahlblauer Himmel, eine Landschaft wie aus dem Bilder-buch und nachts erstrahlt der Vollmond über unserem Camp. Nichts schmeckt dabei besser als ein typisch eiskaltes australisches XXXX-Dosenbier.
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2 Tage bleiben wir hier, wandern, baden, relaxen, genießen die Natur, haben dabei aber immer vor Augen, dass wir uns in einer absoluten Wildnis befinden. Die gefährlichen Salzwasser-Krokodile sind hier ebenso zuhause wie 50 Säugetier-, 220 Vogelarten und 86 verschiedene Reptilien und Amphibien, u.a. auch hochgiftige Schlangen wie die Todesotter, King Brown oder der Taipan.
Wieder zurück auf der Gibb River Road lassen wir am Barnett Roadhouse unseren ersten Plattfuß beheben, den wir uns am Mitchell Plateau eingehandelt hatten, der Reifenwechsel selbst war kein Problem, schließ-lich hatten wir dies in unserem Erst-Training in Darwin geübt. Wir nutzen den Aufenthalt zu einer Wanderung zur 3,5 km entfernten Manning Gorge, einer kleinen, reizvollen Schlucht mit herrlicher Badegelegenheit. Die Erfrischung ist allerdings nicht von langer Dauer.
Südlich der Gibb River Road taucht in der Ferne ein Gebirgszug auf, der, je näher wir kommen, immer gewaltigere Ausmaße annimmt. Das Gebirge verwandelt sich in eine kilometerlange Felswand, die sich schließlich als ein bis zu 100 m hohes fossiles Meeresriff entpuppt. 350 Millionen Jahre ist es her, da bedeckte ein riesiges Meer den Nordwesten Australiens. Im Laufe von Jahrmillionen bildeten sich durch Organismen und Kalk-schwämme riesige Riffe, die heute als Windjana Gorge, Tunnel Creek und Geikie Gorge Geologen aus aller Welt anziehen.
Wir wandern durch die Schluchten der Windjana Gorge und fühlen uns versetzt in eine andere Welt. Rechts und links ragen bedrohlich die Steilklippen empor, Tausende von fos-silen Muscheln und versteinerten Meerestierchen sind in den Felswänden zu erkennen, im Flussbett der Schlucht tummeln sich zahlreiche der angeblich ungefährlichen Süßwasserkrokodile, die Vegetation erinnert an die ver-wunschenen Wälder aus „Der Herr der Ringe“, es herrscht eine Atmosphäre der Stille, die jede Unterhaltung überflüssig macht.
30 km entfernt steigen wir, ausgestattet mit Taschen- bzw. Kopflampe, im Tunnel Creek ein in die unterirdische und bizarre Höhlenwelt des fossilen Riffs. Durch knietiefes, eiskaltes Wasser waten wir durch die stockfinstere Höhle, das spärliche Licht unserer Lampen wird von der Dunkel-heit geschluckt und wir sind froh, nach 750 m den Ausgang gefunden zu haben, der den Blick auf einen paradiesischen, kleinen See freigibt.
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Nur noch wenige Kilometer und wir haben wieder Asphalt unter den Rädern. Das Abenteuer Gibb River Road nähert sich dem Ende, wir erreichen bei Derby wieder den Great Northern Hwy, statten dem Baobab Prison Tree, einem gewaltigen ausgehöhlten Baobab-Baum, der früher als Gefängnis für Strafgefangene genutzt wurde, noch einen Besuch ab und kommen am Nachmittag schließlich in der Perlenstadt Broome an. Hier erholen wir uns die nächsten 2 Tage im luxuriösen Cable Beach Resort, direkt am kilometerlangen, schneeweißen Strand gelegen.
Wir haben gut die Hälfte unserer Reise hinter uns, alles hat bislang perfekt geklappt, die Stimmung ist weiterhin gut, die Vielzahl der Eindrücke lässt uns glauben, bereits mehr als doppelt solang unterwegs zu sein.
Teil 2 – einsame Strände, ein Unfall und eisig kalte Nächte
Wir genießen den Aufenthalt in Broome, schütteln den Staub der letzten Tage ab, unternehmen Strandspaziergänge und reiten früh morgens zum Sonnenaufgang auf Kamelen den Strand entlang, inzwischen zwar ein recht touristisches Erlebnis, aber wir haben unseren Spaß und die Kamele offenbar auch.
Gen Süden folgen wir jetzt dem Great Northern Hwy. und durchqueren eine trostlose, monotone Ebene, die über Hunderte von Kilometern keinerlei Abwechslung bietet und gleichzeitig die westliche Grenze der Great Sandy Desert bildet, einer riesigen menschenfeindlichen Wüste, die bei leichtsinnigen Touristen schon so manches Opfer gefordert hat.
Mittags erreichen wir eine staubige Piste, die zum Eighty Miles Beach hinweist. Diesen Abstecher nehmen wir gern wahr und kommen nach nur 10 km an einen Traumstrand, der, soweit das Auge reicht, schnee-weiß und menschenleer ist und unendlich zu sein scheint.
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Mit unseren Jeeps fahren wir am Strand entlang, machen Picknick, sammeln Muscheln und genießen das beruhigende Geräusch des Meeres-rauschens.
Nur ein paar einsame Angler versuchen ihr Glück in der seichten Brandung. Uns gefällt es hier so gut, dass wir unsere Planung kurzerhand über den Haufen schmeißen und die Nacht bei strahlendem Sternen-himmel auf dem nahegelegenden Campingplatz verbringen.
Tags drauf erreichen wir den größten Industriehafen der südlichen Hemisphäre, Port Hedland. Diese Stadt ist gezeichnet durch den roten Staub des Eisenerzes, das aus den zahlreichen Minen im Hinterland mit schweren Roadtrains oder kilometerlangen Zügen hertransportiert wird. Das schneeweiße Salz der Salinen könnte keinen besseren Kontrast dazu bieten und draußen vor der Küste wartet eine Armada von Frachtern darauf, Ihre Ladung aufnehmen zu dürfen.
Wir entfernen uns wieder von der Küste und fahren ins Hinterland Richtung Karijini N.P. Die Straße zwischen Port Hedland und Newman, in dessen Nähe sich die weltweit größte Eisenerzmine befindet, ist für westaustralische Verhältnisse relativ stark befahren. Zumindest kommen uns zahlreiche Roadtrains entgegen, die ihre Ladung zu den Verladehäfen bringen. Als sich das trockene Buschland allmählich in eine immer roter werdende Felsenlandschaft verändert, verlassen wir die Hauptstraße und erreichen schon bald einen der landschaftlich schönsten Nationalparks Australiens.
Der Karijini N.P. besticht insbesondere durch seine in allen Farbab-stufungen vorhandenen roten Töne. Von verschiedenen Look-Outs haben wir phantastische Aus– bzw. Ein-blicke in die Canyon und Schluchten-systeme, die den Park durchziehen. Wir unternehmen noch einige kleinere Wanderungen, haben aber leider nicht mehr die Zeit, die z.T. anspruchs-vollen Trails zu erkunden, die tief hineinführen in das Labyrinth der Gorges. Auch ist wohl mittlerweile so etwas wie eine Übersättigung an Eindrücken eingetreten. Nach den vielen Canyon– und Felslandschaften des Nor-dens und des Kimberley-Plateaus sehnen sich die meisten nun nach Sonne, Strand und Wasser und so verlassen wir den Karijini N.P. etwas früher als geplant.
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Wir nehmen hinter der Bergarbeiterstadt Tom Price eine Alternativ-Route durchs Hinterland, die Piste ist offensichtlich frisch gewalzt und es geht zügig voran. Nach Durchqueren einer leichten Senke lässt mich ein plötzlich lautes Geräusch in den Rückspiegel schauen, wo eine noch größere Staubwolke als sonst zu sehen ist. Im gleichen Moment fängt der Wagen schon an zu „schwimmen“, ein klares Zeichen für einen weiteren Plattfuß. Ich bekomme den Jeep rechtzeitig zum Stehen und staune nicht schlecht, als sich dieser sogar als „Doppelpack“ herausstellt. Beide Hinterräder gleichzeitig sind platt und stehen auf den Fel-gen. Gut, dass wir mit zwei Fahrzeugen unterwegs sind und so auch über 2 Ersatzräder verfügen. Der Radwechsel selbst ist kein Problem.
Ein paar Hundert Meter zurück suchen wir nach der Ur-sache für diesen Doppelpack und entdecken in der zuvor durchfahrenen Senke eine ganze Reihe spitzer und scharfkantiger Steine, die die Straßenwalze offenbar aus der Piste gehebelt, aber beim Überfahren nicht wieder reingedrückt hat. So haben wir sogar noch Glück gehabt, dass es nur die zwei getroffen hat. Am nächsten Roadhouse be-kommen wir den Tip, bloß nicht über die von uns gefahrene Piste zu fahren, sie sei bekannt als „Reifenkiller“ und da unsere „flat tires“ nicht mehr zu reparieren sind, kaufen wir die hier zufällig noch vorhandenen 2 Reifen in der von uns benötigten Größe,
Am Ortseingang von Exmouth lädt uns eine Riesenkrabbe am Straßenrand zu einem willkommenen Imbiss ein. Frischer als hier können wir die köstlichen Schalentiere wohl kaum bekommen, die erst am selben Morgen vom Fischkutter angeliefert wurden.
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Für nur umgerechnet 6.00 EURO gibt´s für jeden eine Riesenportion erstklassiger Shrimps, die bei uns mehr als das 4-fache gekostet hätte.
Am nächsten Morgen stehen wir bereits um 7:00 Uhr früh an der Rangerstation zum Cape Range Nationalpark. Getreu dem Motto „nur der frühe Vogel fängt den Wurm“ ergattern wir 2 der wenigen frei werdenden Campingplätze innerhalb eines der sog. Camps entlang der nächsten 50 Kilometer Küstenabschnitt. Die Camps sind z.T. winzig, das kleinste hat gerade einmal 3, unser Camp verfügt so-gar über 10 Plätze. Wir genießen den Tag und die einsamen Strände des Indischen Ozeans, relaxen, schwimmen, schnorcheln an der Turquise Bay unmittelbar am Ningaloo Riff, das dieser Küste direkt vorgelagert und quasi zu Fuß vom Strand aus zu erreichen ist.
Wir erleben eine einzigartige Unterwasserwelt, Hunderte von bunten, kleinen und großen Fische umgeben uns, die Korallen reichen bis zum Strand, rund 200 m weiter hinten brechen sich die Wellen am Riff. Eine mediterrane Atmos-phäre, die dazu einlädt, länger zu bleiben.
Vielleicht war es gerade diese scheinbare Idylle, die mich einen Augenblick lang unachtsam werden ließ, ein kleiner falscher Schritt nach hinten, ein Rundholzbalken am Boden als Abgrenzung für den Autostell-platz, den man nur zu schnell übersehen konnte, und schon verliere ich das Gleichgewicht, stürtze nach hinten, versuche mich in der Dreh– und Fallbewegung abzustützen und höre im Moment des Aufpralls ein hässliches, krachendes Geräusch, verbunden mit einem stechenden Schmerz im rechten Handgelenk. Mir ist sofort klar, dass das Gelenk gebrochen ist, ein Blick reicht, um Gewissheit zu haben. Sch ...... !
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Plötzlich und unerwartet hat unsere Reise eine neue Wende bekommen. Was ist jetzt zu tun ? 3 Dosen eiskaltes Bier als Soforthilfe-Maßnahme auf das Gelenk gelegt und mit einem Handtuch eingebunden, ein Fahrzeug schnell startklar gemacht und schon geht die Fahrt zurück zum ca. 50 km entfernten Ort Exmouth, wo sich das nächstgelegene Hospital befindet. In der tief stehenden Nachmittagssonne gestaltet sich die Fahrt als nicht ganz ungefährlich, da zu dieser Zeit nach und nach die Tiere des Nationalparks aktiv werden. Emus, Echidnas und insbesondere unzählige Kängerus kommen aus dem Buschland und machen es sich auf dem warmen Asphalt der Straße bequem. So wird die Fahrt zur unfreiwilligen Slalomtour, verläuft aber unfallfrei.
Rührend werde ich dann vom behandelnden Notarzt und einer Schwester in der Klinik versorgt, nach eingehender Untersuchung und Vorlage der Röntgenbilder wird die Hand unter Narkose gerichtet und eingegipst, die Kontrollbilder gefallen dem Arzt aber noch nicht, deshalb wird die Aktion nochmals wiederholt. Nach 5 Stunden Aufenthalt und unter dem Hinweis, die Hand auf jeden Fall noch mal einem Spezialisten zu zeigen, darf ich das Hospital wieder verlassen, nicht ohne vorher die beachtliche Rechnung in Höhe von sage und schreibe umgerechnet 80.00 EURO zu bezahlen. Das deutsche Gesundheitswesen lässt grüßen, wieviel hätte ich für die Behandlung wohl in Deutschland bezahlt ?
Die Nacht überstehe ich unter Schmerztabletten im Dachzelt unseres Jeeps, am Morgen brechen wir wieder auf weiter gen Süden, unser Reiseplan muß weitergehen.
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Nach nur wenigen Kilometern scheint die Fahrt bereits wieder unfreiwillig zu enden. Eine breiter Fluß versperrt uns den Weg und wir sind nicht sicher, ob wir die Durchquerung wagen sollen.
Wir testen die Tiefe und Beschaffenheit der Durchfahrt, bedenklich ist die Meeresbrandung, die immer wieder Wellen vom Ozean in die Flussmündung schickt. Wir ver-suchen, uns an unser Fahrtraining in Darwin zu erinnern, bis zu welcher Höhe darf das Wasser am Auto stehen, ohne das Gefahr besteht, abzusaufen ? Fast bis Festerhöhe oder war es doch nur der Radkasten ? Beim Durchwaten reicht das Wasser bis kurz unterm Allerwertesten, also müsste es passen - wir wagen es - und es klappt !
Die nächsten rund 70 km führt uns die sandige und ausgewaschene Piste immer dem Küstenverlauf folgend nach Süden Richtung Coral Bay vorbei an traumhaften Strandabschnitten, die zum Campen einladen. Viele australische Camper verfügen mittlerweile über aufstellbare Solarzellen bzw. einen Generator und sind damit unabhängig von externer Strom-versorgung. Dazu die passende Angelausrüstung und dem einsamen Wildniserlebnis steht nichts mehr im Wege. Überhaupt ist das Angeln Volkssport in „down under“. Auf meine Anfrage zu Beginn unserer Tour an einer Tankstelle, wo ich denn bitte eine Angellizenz kaufen könne, wurde ich wie von einem anderen Stern entgeistert angeschaut und bekam als Antwort „.. to buy a fishing license ??? ... go fishing and enjoy !“ An die unkomplizierte, lockere und auf Freizeit ausgerichtete Lebensart der Australier kann man sich sehr schnell gewöhnen.
Am frühen Nachmittag erreichen wir den Küstenort Coral Bay, Aus-gangspunkt für Touren zum Ningaloo Riff. Insbesondere Tauch– und Schnorcheltouren werden ange-boten, wobei je nach Saison die Mög-lichkeit besteht, mit Walhaien oder Delphinen und Mantarochen zu schwimmen.
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Leider sind wir für die Walhaie zu spät dran, die letzten Touren liefen vor einer Woche. Die 5-stündigen Manta Ray Adventure Touren starten täglich früh morgens ab 09:00 Uhr und passen deshalb leider auch nicht in unseren Zeit-plan, schade. Coral Bay selbst ist nicht sonderlich attraktiv, die Campingplätze überfüllt und der touristische Rummel lässt uns deshalb nach kurzem Aufenthalt weiterfahren.
Wir sind wieder „on the road“, befinden uns nun auf dem North West Coastal Highway und verbringen die Nacht beim Wooramel Roadhouse. Erstmals spüren wir nachts eine ungewohnte feuchte Kälte in die Schlafsäcke kriechen, am Morgen ist der Himmel bedeckt und leichter Sprühregen lässt uns an zuhause denken. Im Overlander Roadhouse wärmen wir uns bei einer Tasse Kaffee auf, der Klimawechsel hat uns etwas überrascht. Unterwegs haben zahlreiche großflächige Pfützen und Wasserflächen rechts und links des Highways aber schon erkennen lassen, dass wir nun in den australischen Winter fahren.
Am Roadhouse biegen wir ab Richtung Shark Bay Marine Park, Monkey Mia ist unser nächstes Ziel. Unterwegs, am Hamelin Pool, stehen wir staunend auf einem Holzsteg, der ins Meer führt und uns einen Einblick in die Erdgeschichte gewährt. Sog. Stromatolithen, die ältesten, noch lebenden Fossilien der Welt sind hier zu sehen. Es bedarf schon etwas Vorstellungskraft, zu verstehen, das die im Wasser erkennbaren braunroten, fleckigen Steinhaufen die ältesten Lebewesen der Erde sind. Nur wenige Kilometer weiter kommen wir zum Shell Beach, einem Strandabschnitt, der aus Abermillionen von winzigen, weißen Muscheln besteht, die sich über Jahrhunderte meterhoch aufgetürmt haben.
Das Wetter hat wieder aufgeklart als wir in Denham an-kommen, nur 25 km später erreichen wir unser Tagesziel, Monkey Mia. Monkey Mia gilt als einer der Hauptanzie-hungspunkte in Westaustralien, täglich kommen hier früh-morgens frei lebende Delphine bis an den Strand und lassen sich füttern.
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Mittlerweile ist dies allerdings eher zu einem Touristenspektakel verkommen. Mehrere Hundert Besucher drängen sich morgens an einem kleinen Strand-abschnitt, an dem die Delphine erwartet werden und ein Ranger bzw. eine Rangerin gibt über Mikrophon entsprechende Erklärungen. Uns ist dies denn doch zu touristisch und so verbringen wir den Tag überwiegend mit Faulenzen und Strandspaziergängen und genießen die Annehmlich-keiten des Resorts, in dem wir übernachten. Am Abend werden wir wieder einmal mit einem prächtigen Sonnenuntergang belohnt.
Wir verlassen den Shark Bay Marine Park etwas enttäuscht und müssen uns noch mal vor Augen führen, dass der schönste Teil der Reise bereits seit einigen Tagen hinter uns liegt. Je mehr wir uns der westaustralischen Hauptstadt Perth nähern, je mehr nimmt die touristische Infrastruktur zu und je weniger „Wildnis“ ist zu spüren.
Im Kalbarri N.P. hat der Murchinson River über Jahrtausende tiefe Schluchten gegraben und die leuchtendroten Fel-sen kommen in der Nachmittagssonne so richtig zum Glühen. Im gleichnamigen Ort Kalbarri beziehen wir unser vor-letztes Camp und spüren bereits beim Zeltaufbau die zunehmende Kälte.
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Die Nacht bleibt zwar trocken und ster-nenklar, doch am nächsten Morgen haben wir das Gefühl, schockgefroren zu sein. An Frühstück auf dem Campingplatz ist nicht zu denken, zu steif und zu klamm sind die Hände und so wärmen wir uns bei einem üppigen Pan-cake-Breakfast im nahegelegenen Restaurant auf. Hier erfahren wir auch, dass wir soeben die kälteste Nacht zu dieser Jahreszeit seit über 100 Jahren überstanden haben.
Unsere Fahrt neigt sich dem Ende zu, die vorletzte Etappe führt zunächst noch weiter entlang der Küste, wo wir an einem Aussichtspunkt das große Glück haben, 2 Buckelwale vorbeiziehen zu sehen, führt dann aber weiter durchs Hinterland, vorbei an riesigen Weideflächen und Farmen bis hin zum Nambung National Park, der auch als Pinnacles bekannt ist.
Unterwegs säumen riesige Wildblumenwiesen unseren Weg, die Regen-fälle der letzten Zeit lassen die Blumen sprießen und ein Meer von weißen, gelben und blauen bzw violettten Blüten geben einen Vorgeschmack auf die Wildflower-Saison im September, wenn sich ganze Landstriche in ein buntes Blumenmeer verwandeln.
Mittags machen wir Rast in Geraldton, der Hummerhauptstadt Australiens, aber auch hier ist die Saison vorbei und am Hafen ist alles ruhig und leer.
Wir verlassen den Hwy. 1 kurz hinter Dongara und folgen dem Indian Ocean Drive, einer sehr schönen, wenig be-fahrenen Nebenstrecke bis Cervantes. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zu den Pinnacles, die wir gera-de noch rechtzeitig im goldenen Licht der untergehenden Sonne erreichen. Lange Zeit hat man nach dem Geheimnis der Entstehung dieser Felsnadeln geforscht, heute ist klar, dass Wind und Erosion in Verbindung mit Feuchtigkeit dafür sorgt, dass diese bizarren Gebilde entstehen und sich ständig verändern können.
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Es folgt eine weitere, die letzte, eiskalte Nacht im Zelt, auch mehrere Lagen Kleidung übereinander halten die Kälte nicht zurück, dann beenden wir unser Campingabenteuer. Am Morgen verschenken wir unsere restlichen Lebensmittel an ein italienisches Pärchen, das sich gerade in umgekehrter Richtung auf den Weg nach Norden begibt und dann ist es nicht mehr weit bis Perth. Der Verkehr nimmt deutlich zu, die Besiedlung auch, wir kommen nach Swan Valley, einem ersten Vorort von Perth, der geprägt ist von kleinen, aber offenbar wohlhabenden Weingütern.
An kilometerlangen Einfallstraßen säumen sich Industrie– und Gewerbe-betriebe, wie in anderen Großstädten auch, schließlich kommen wir bei weiterhin strahlendem Wetter in Freemantle an, wir haben unser Ziel erreicht.
Rund 7.700 km liegen hinter uns, davon rund 2.500 km staubige Pisten mit 3 platten Reifen, 13 Nationalparks haben wir besucht, von 28 Reisetagen waren lediglich 2,5 Tage leicht verregnet, ansonsten war uns das Wetter stets wohlgesonnen, 1 Handgelenksbruch musste versorgt wer-den, an 45 Roadhouses und Haltepunkten wurde als Erinnerung jeweils 1 Stubbyholder (Bierdosenkühler) gekauft, so bleibt die Route auch im Nachhinein noch anschaulich nachvollziehbar, eine Route, die alle Reiseteilnehmer begeistert hat und die im nächsten Jahr wieder auf dem Programm steht
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Reise-Informationen:
Die zuvor beschriebene Reise wurde als sog. Pilotreise vom 10.06.—09.07.05 durchgeführt. Veranstalter:
FLUGBÖRSE LIPPSTADT
Poststr. 17 - 59555 Lippstadt
Tel: 02941-720007 Fax: 02941-720009
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Einreise / Visum:
Für die Einreise nach Australien wird ein gültiger Reisepass und ein Visum benötigt. Für Aufenthalt bis 3 Mon. (Touristen-Visum) stellen wir ein kostenloses, elektronisches Visum ( ETA ) aus.
Klima / Reisezeit:
Es hat sich gezeigt, dass für den ersten Teil der Reise (Northern Territory & Kimberleys) die Wetterbedingungen optimal waren, die Durchschnitts-temperaturen lagen zwischen 25-30 Grad tagsüber, nachts bei 15-20 Grad. Die Region gilt zwar als Tropenzone, hat aber in unseren Sommermonaten ein sehr gemäßigtes, meist trockenes und sonniges Klima.
Südlich von Broome wurden die Temperaturen allerdings deutlich kühler (besonders nachts), im letzten Teil gingen sie nachts bis an die Frostgrenze, sodass sich für diesen Teil ein späterer Termin eher empfiehlt, z.B. September-Dezember.
Zeitverschiebung:
Darwin und die Northern Territories liegen gegenüber der deutschen Zeit 7,5 Std., Perth und Westaustralien 6 Std. voraus.
Gesundheitsvorsorge:
Australien ist ein sicheres und sauberes Reiseland. Es gibt keine zwingenden Impfvorschriften, allerdings empfiehlt sich, die bei uns auch üblichen Schutzimpfungen, wie z.B. Tetanus vor einer Reise aufzufrischen.
In den nördlichen Regionen, insbesondere im Kakadu N.P. ist ein guter Mückenschutz unerläßlich. Dabei sind die regional erprobten Mittel, wie RID oder Bushman Mitteln wie Autan unbedingt vorzuziehen. Als bester Schutz gilt jedoch die Regel „bei Sonnenunter– bzw. -aufgang unbedingt lange Hosen und langärmlige Hemden/Shirts tragen.

