
Die 11 tägige Reise beginnt mit einer 2614km langen Bahnfahrt in Berlin. Sie führt über Saßnitz – Trelleborg, Malmö nach Stockholm.
Von hier aus geht es weiter mit einer wunderschönen Panoramafahrt durch die weite und endlose Landschaft Schwedens, direkt über den Polarkreis bis zur eindrucksvollen Berg- und Fjordlandschaft Norwegens.
Am Nachmittag des zweiten Tages erreicht man Narvik, den nördlichsten Bahnhof Europas.
Der Bus zur Weiterfahrt nach Andenes steht dann schon bereit.
Auf dem letzten Teilstück durch unzählige Fjorde, ist die Wahrscheinlichkeit, Elchen zu begegnen, sehr groß. Die erfahrenen Reiseleiter und Fahrer kennen sich mit solchen Begegnungen bestens aus.
Am späten Abend erreicht man dann das Ziel.
Andenes – der nördlichste Ort der Welt, an den man Pottwale sehen kann.
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Andenes liegt im äußersten Norden der Vesteralen, ca. 300km nördlich des Polarkreises, auf der Insel Andoya.
Fast 6000 Einwohner bewohnen diese Insel. Davon leben allein die Hälfte, hier, im Gemeindezentrum Andenes.
Besonders Sehenswert ist hier das Polarmuseum, die kleine Kirche und das Hisnakul, ein äußerst spannendes Naturzentrum. Oder man besteigt einfach den 1859 erbauten Leuchtturm, mit seinen 148 Treppenstufen und genießt die phantastische Aussicht.
Direkt am Hafen gelegen befinden sich die Unterkünfte. Die für Norwegen typischen knallroten Holzhäuser sind sehr gemütliche Ferienhäuser und bieten 2-4 Personen, mit 2 kleinen Schlafzimmern und einem Aufenthaltsraum, bequem Platz.
Das Walzentrum Andenes führt seit 1988 Whale Watching Touren durch und ist einer der weltgrößten und erfolgreichsten arktischen Walbeobachtungsanbieter.
Bevor es aufs Schiff geht, besucht man das Walmuseum. Deutschsprachige Führer geben hier Erklärungen zur ständigen Ausstellung.
Nach dem man umfangreich vom naturkundlichen Reiseleiter informiert wurde, geht es nun aufs Schiff.
Whale Safari hat zwei große Schiffe, die ein bis vier mal täglich Fahrten in die Hochsee durchführen. Eine Fahrt dauert durchschnittlich 3-5 Stunden.
Jetzt ist es soweit in See zu stechen und die riesigen Meeressäuger selbst zu sehen.
Die großen Pottwale halten sich in einem besonders nahrungsreichen Gebiet nordwestlich von Andenes auf.
Die Struktur des Meeresbodens, sowie atlantische und arktische Strömungen bilden hierfür die Grundlage. Denn nirgendwo sonst in Norwegen, reicht die steil abfallende Kontinentalschrägung so nahe ans Land heran. Nach weniger als 10 Seemeilen fällt der Kontinentalsockel auf über 1000m Tiefe ab. Daher ist Andenes der einzige Ort in Nordeuropa, wo mit fast 100%iger Sicherheit, Wale beobachtet werden können.
Bereits eine Stunde nach dem das Schiff Andenes verlassen hat, kommt man in dem von Walen bevorzugten Gebiet an. Hydrofone helfen bei der Suche nach Pottwalen.
Da bläst er!
18m lang, 40 bis 50 Tonnen schwer und ein vollkommender Taucher.
Der Blas eines Pottwales ist eine meterhohe Atemwolke, bestehend aus Tausenden von Wassertropfen. Das tellergroße Blasloch befindet sich links vorne am Kopf.
Nach dem der Wal minutenlang genügend Sauerstoff in Blut und Muskeln aufgenommen hat, hebt sich seine beeindruckende Fluke aus dem Wasser und taucht urplötzlich in die unergründliche Tiefsee ab.
Es ist unmöglich von diesen Tieren nicht beeindruckt zu sein.
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Nach knapp 4 Stunden geht es zurück aufs Festland und man nimmt Abschied von den Meeressäugern.
Flukenbilder können zusammen mit den Meeresbiologen noch identifiziert und ausgewertet werden. Denn jeder Wal hat seine unverwechselbare Fluke, -wie ein Fingerabdruck.
Müde von der Aufregung neigt der sich auch der Tag dem Ende und die Nacht bricht herein.
Die Insel Andoya hat neben den Walen noch mehr zu bieten. Entlang der 231km langen Uferstrecke kann man auf einer Inselrundfahrt die verschiedenen Seiten der Insel kennen lernen.
Schroffe Berge, weite Moorflächen und lange Sandstrände bestimmen das Bild. Andoya wird auch als „geologisches Lehrbuch“ bezeichnet, denn hier findet man die ältesten, als auch die jüngsten Gesteinsarten. Der Ort Bleik war während der letzten Eiszeit wahrscheinlich auch der einzige eisfreie Ort Norwegens.
Ein Goldregenpfeiffer – auch er genießt die Ruhe auf dem 408m hohen Berg – Matind.
Eine Wanderung dorthin ist sehr lohnenswert und bietet einen faszinierenden Blick auf den schönsten und längsten Sandstrand Norwegens.
2,5km lang ist der Strand und liegt an dem kleinen malerischen Ort Bleik.
Andoya erstreckt sich bis zum 70. Breitengrad und liegt somit nördlicher als Murmansk auf der Halbinsel Kola. Doch dank des Golfstromes ist das Klima relativ mild. Und mit etwas Glück kann man in den Sommermonaten sogar Badewetter erleben.
Im nahegelegenen kleinen Fischerort, -Namens Bleik, geht es mit dem Schiff auf, zur letzten Etappe der Reise.
Zur Vogelinsel Bleiksoya.
Alljährlich nisten hier bis zu 50000 Papageientaucher Paare, 6000 Dreizehenmöwen Paare, sowie unzählige Kormorane, Tordalken und Trottellummen. Sogar Seeadler kann man auf dieser 2 stündigen Fahrt mit etwas Glück erspähen.
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