Spitzbergen Reisebericht: Spitzbergen & Eisbären erleben

Die Arktis- Unsere Expeditionskreuzfahrt führt Sie in die entlegene Eiswelt des hohen Nordens. Eine abenteuerliche Reise durch das ewige Eis entlang Spitzbergens Westküste direkt in das Reich des Königs der Arktis.
Die Anreise nach Longyearbyen, der Hauptstadt Spitzbergens, erfolgt mit dem Flugzeug von Deutschland aus über Oslo und Tromsö. Nach der Landung besteht die Möglichkeit für einen Erkundungsgang durch den Ort oder Sie besuchen das Svalbard – Museum mit interessanten Ausstellungen zur Polargeschichte.
Am Nachmittag geht es dann an Bord der „Professor Multanowskiy“. Sie reisen mit dem ehemaligen Forschungsschiff aus Murmansk, das zu einem komfortablen Expeditionsschiff ausgebaut wurde. Das 71 Meter lange Schiff hat die unter konventionellen Schiffen höchste Eisklasse mit verstärktem Rumpf und kann bis zu 1 Meter dickes Eis brechen.
Dann heißt es „Leinen los!“ und Sie fahren durch den Isfjord, den größten Fjord Spitzbergens, mit einem Panorama aus schneebedeckten Gipfeln und riesigen Gletschern. Das Expeditionsschiff dreht auf Kurs Nord, Sie verlassen die Zivilisation und tauchen ein in die fantastische Welt der Hocharktis.
Aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse können wir unsere Expeditionstour nur während des arktischen Sommers durchführen. Plötzlich auftretender dichter Nebel und nicht zu passierende Drifteisfelder lassen den Tourenverlauf einer jeden Reise immer etwas abwandeln. Jedoch wird der Kapitän versuchen die Packeisgrenze nördlich des 80. Breitengrades zu erreichen.
Obwohl das Licht der Mitternachtssonne auch dazu beiträgt, die Reise zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden zu lassen, liegen die Temperaturen nur zwischen 3 Grad und 9 Grad Celsius über Null. Ebenso muß mit Kälteeinbrüchen bis Minus 5 Grad Celsius gerechnet werden.
Von der Reeling aus lassen sich am besten die Vorbereitungen für den ersten Landgang beobachten. Mit dem Zodiak, einem sehr robusten und großen Schlauchboot werden Sie täglich zu 2 Landgängen gebracht.
Die „Professor Multanowskiy“ verfügt über 5 dieser Boote. Mit einem Kran werden die Zodiaks zu Wasser gelassen und an die Gangway des Schiffes gefahren. Ausgestattet mit Schwimmwesten und der Hilfestellung der Crew nehmen sie auf der Aussenhaut des Schlauchbootes Platz und müssen sich nun eigentlich nur noch gut festhalten. Denn bei stärkerem Seegang kann die kurze Überfahrt etwas unruhig und auch mitunter naß verlaufen.
Die Boote werden von der Schiffscrew auf den Strand gefahren. Allerdings sind kniehohe Gummistiefel für das Aussteigen ein absolutes Muß!
Kaum das man festen Boden unter den Füßen hat, zeigen sich auch schon die ersten arktischen Bewohner, wie hier ein brütendes Küstenseeschwalbenpärchen.
Einem Eisbären beim Spaziergang zu begegnen ist nicht unmöglich und auch nicht ungefährlich. Deshalb sind die 3 Gruppenleiter mit Schreckschußpistolen und großkalibrigen Gewähren ausgerüstet.
Unter orts- und sachkundiger Führung der Guides gibt es für Sie die Möglichkeit, sich einer ausgedehnten Wanderung anzuschließen oder an einem kleinen Spaziergang teilzunehmen. Sie erkunden die arktische Tundra, entdecken eine vielfältige Tier und Pflanzenwelt. Dabei durchqueren Sie Geröllfelder genauso wie weite Schneeflächen und morastigen Permafrostboden. Auch hier bewähren sich Gummistiefel und dicke Socken.
Zurück auf dem Schiff lohnt sich ein Besuch beim Kapitän auf der Brücke. Gäste sind hier rund um die Uhr herzlich willkommen und können beim manövrieren des Schiffes gern zuschauen. Das man von hier oben einen guten Blick hat, versteht sich von selbst.
Die Eisbären – Tour führt Sie entlang der Westküste Spitzbergens in den Norden der Insel. Und mit jeder zurückgelegten Seemeile steigt die Chance einen Eisbären zu entdecken. Aber vorerst lassen sich das Svalbard Rentier und Weißwangengänse beobachten.
Als letzten Außenposten der Zivilisation und nördlichste Dauersiedlung der Welt läuft unser Schiff Ny Alesund an. Hier steht auch das nördlichste Postamt der Welt. Der ehemalige Bergbauort wird seit Jahren als internationale Forschungsstation genutzt. Bekannt wurde Ny Alesund auch als Ausgangspunkt für Polarexpeditionen mit dem Luftschiff. Roald Amundsen erlangte als Polstürmer große Berühmtheit und ihm wurde hier auch ein Denkmal gesetzt.
Die nächste Zodiaktour führt Sie nach Smeerenburg, der größten holländischen Walfängersiedlung aus längst vergangenen Tagen. Hier besichtigen Sie Trankocheröfen und andere historische Funde. Der Geist der alten Siedlung scheint noch über dem Strand zu schweben.
Unsere Gruppenleiter sind arktiserfahrene Biologen, Meeresbiologen oder Geografen, die mit interessanten Vorträgen in Deutscher und Englischer Sprache jede Exkursion begleiten. Mit guter Ortskenntnis und fachlichem Wissen führen Sie die Reisegruppe zu den schönsten und interessantesten Plätzen Spitzbergens.
Man weiß nie wann und wo sie auftauchen, aber sie tun es mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent – Eisbären.
Diese Eisbärin hat für sich und ihre beiden Jungen eine Robbe erbeutet. Ein Schwerpunkt dieser Reise liegt auf Tierbeobachtungen. Und dazu werden Sie viele Gelegenheiten haben, den die Expedition führt Sie zu den beliebtesten Aufenthaltsorten der Eisbären, Polarfüchse und Walrosse im Norden Spitzbergens.
Seenebel und diffuses Licht geben den Vogelfelsen im Alkefjellet eine mystische Aura. In den steil aufragenden Klippen leben zehntausende Dickschnabellummen.
Ganz dicht heran an die Vogelkolonie pirschen die Zodiaks und bieten hervorragende Beobachtungsperspektiven!
Die Arktis ist Heimat für 160 Vogelarten, unter anderem auch für Seltenheiten wie Krabbentaucher und Elfenbeinmöwen. Tierbeobachtung inmitten dieser Szenerie wird für Sie zum Ereignis.
Unser Expeditionsschiff steuert inzwischen auf den magischen 80. Breitengrad zu. Wenn das kein Grund zum Feiern ist...
Zur Feuer des Tages findet auf dem Vordeck der „Professor Multanowskiy“ ein arktisches Babeque statt. Nach den ereignisreichen Tagestouren füllen sich die beiden Speiseräume schnell.
Die gute Seeluft macht Appetit auf die Künste unserer beiden Schiffsköche. An Bord unseres Expeditionsschiffes erwartet sie Vollverpflegung.
Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und äußerst schmackhaftes Mittagessen, sowie warmes Abendbrot machen die Reise auch zu einem kulinarischen Vergnügen. Das bezaubernde Licht der Mitternachtssonne verleitet immer wieder zum wachbleiben. Doch in den schön ausgestatteten Kajüten mit den gemütlichen Kojen läßt es sich herrlich von den Wellen in den Schlaf schauckeln.
Die „Professor Multanowskiy“ fährt während Sie fest schlafen durch taghelle Nacht in Richtung Packeisgrenze. Am Morgen erscheinen die ersten Frühaufsteher auf dem Vordeck und können eine erstaunliche Beobachtung machen. Der Mann in Badehose ist der Kapitän Juri Bapkin und und möchte auf mutige Weise den neuen Tag begrüßen.
Ein paar Kurzentschlossene folgen manchmal seinem Beispiel. Vor Unterkühlung brauch jedoch niemand Angst zu haben, denn Sie können sich rund um die Uhr in der Schiffssauna aufwärmen.
Unsere Expedition hat die Packeisgrenze erreicht. Das Schiff schiebt sich tief ziwschen die großen Eisfelder. Unter uns brechen rieige Eisschollen.
Arktische Endlosigkeit umfängt das Schiff und hüllt es mit Stille ein.
Auf meterdickem Eis in bizarrer Landschaft fühlt er sich am wohlsten. Und mit etwas Glück läßt sich der Eisbär auf dem Höhepunkt der Reise nocheinmal beobachten.
Am Ende der Spitzbergen Eisbären – Tour waren Sie 8 Tage zu Gast auf der „Professor Multanowskiy“. Je nach Tourenverlauf wurden ca. 800 Seemeilen mit dem Expeditionsschiff zurückgelegt.
Die „Professor Multanowskiy“ nimmt wieder Kurs auf Longyearbyen. Nun heißt es langsam Abschied nehmen von einer überwältigenden Landschaft und einmaliger Natur.


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