NAPALI COAST-KAUAI 

"SECHS TAGE,SIEBEN NÄCHTE" ...

...lautet der Titel einer, der Screwball Comedy verpflichteten ,Abenteuerkomödie aus dem Jahre 1996 von Ivan Reitman,mit Anne Heche und Harrison Ford in den Hauptrollen....

und... FÜNF TAGE,SECHS NÄCHTE ...

...dauerte unser Aufenthalt auf der wunderschönen fast kreisrunden, nordwestlich von O'ahu gelegenen Insel.Und soviel Zeit sollte man auch investieren denn die älteste der Hawaiiinseln hat an atemberaubenden Attraktionen so einiges vorzuweisen...

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...Angefangen mit der überwältigenden Vegetation ,die einen Glauben lässt man wäre geradewegs im Garten Eden gelandet,...

...über die wildzerklüfteten bizarren Steilwände der Napalicoast... ...oder der wolkenverhangene Krater des Mt.Waialeale ,mit seinen gewaltigen Wasserfällen ,einem der regenreichsten, wenn nicht sogar der regenreichste Punkt unserer Erde...

...Und auch nicht zu vergessen der narbige, ockerfarbene Waimea Canyon-der Grand Canyon des Pazifik....!

Hollywood entdeckte....


K A U A I

...schon in den dreißiger Jahren als Filmlocation.Auch Heute noch doubelt die wildromantische Landschaft der Insel je nach Bedarf, südamerikanischen Regenwald,Südseeparadies und die Tarofelder des Hanalei Valley vietnamesische Reisterassen.Das Kauai natürlich weder Südamerika noch Asien und auch selbst der Südsee nicht zugeordnet werden kann(schließlich liegen die Hawaiiinseln auf der Nordhalbkugel).Das macht den Filmemachern wenig-es ist schließlich Showbiz-That's Entertainment !

Wir haben unseren Beitrag mit einem Filmtitel begonnen und nun erlauben wir uns ein Zitat aus einer anderen Großproduktion der Universalstudios zu bemühen... Wie sagte doch so erwartungsvoll und ehrfürchtig ,der von Sir Richard Attenborough so glänzend gespielte Millionär John Hammond als er die anderen, von Sam Neil und Laura Dern gemimten Charaktere, auf der Insel begrüßte...

" W I L L K O M M E N   I M  J U R A S S I C  P A R K ! "

16.11.2007 + 17.11.2007

Einem urzeitlichen Insekt gleich schwirrte die kleine Canadair CRJ 200 über den aquamarinfarbenen Ozean.Die Mittagssonne spiegelte sich gleißend auf den Tragflächen des Flugzeugs der "GO!"-Airline.

Zuckend hüpfte sein Schatten von Wellenkamm zu Wellenkamm und näherte sich unaufhaltsam der steilen Küstenlinie Kauai's.Weiße Gischt peitschte kaskadengleich an die Gestade der nordwestlich von O'ahu gelegenen Hawaiiinsel.Unter uns breitete sich postkartentauglich die Hafeneinfahrt von Nawiliwili aus.

Wir hatten Honolulu mit seinem weltbekannten Waikikibeach mit Flug Nr.1024 der "Go" Airline(Info's und Buchung unter :http://www.iflygo.com/)um 11.35 Uhr verlassen und setzten nach nur knapp 40 Minuten zur Landung auf dem kleinen Airport von Lihue an.(Der Eingangs erwähnte Film mit Harrison Ford hatte hier übrigens ein paar Szenen.)Wir näherten uns den allgegenwärtigen Palmenwipfeln und der Horizont füllte unsere Fenster.

Nach den Formalitäten der Autoübernahme bei "Alamo" setzten wir unsere Reise in Richtung Kapa'a fort.Für unseren Aufenthalt auf "Garden Island"-Kauai hatten wir das am Lydgate State Park gelegene "Aloha Beach Hotel"(http://www.alohabeachresortkauai.com/,3-5920 Kuhio Hwy, Kapa'a, HI 96746)gewählt.

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Das wenige Meilen entfernte Kapa'a, ein gemütlicher kleiner Ort mit netten Einwohnern an der Ostküste der Insel ,eignete sich hervorragend für Ausflüge in jede Richtung des Eilands.Und so fuhren wir schon am darauf folgenden Tag dem Highway 56 folgend, einige der schönsten Strände Kauai's an.

Wie an einer Perlenkette liegen sie, unweit des Highways aufgereiht.Anini Beach, die fast schon kitschig schöne Hanalei Bay mit dem westlich anschließenden weißsandigen Top-Traumstrand Lumahai Beach und der am Ende des Highway 56 liegende Kee Beach.

Heute ,nach fast einem Jahr, wenn die Gedanken zurück zu den wundervollen Stränden Kauai's wandern, kann man noch förmlich den feinen Sand spüren der einem durch die Finger rinnt kann man noch den frischen ,salzigen Duft des Meeres riechen, fühlt den angenehmen Wind auf der Haut und spürt den unnachgiebigen Sog der Strömung an den Füßen ...

Apropos Strömung: Bei der Wahl des jeweiligen Strandes sollte man aber unbedingt, die aus Sicherheitsgründen aufgestellten Schilder beachten!Gefährliche Unterströmungen und eine nicht zu unterschätzende hohe Brandung haben schon so manchem Leichtsinnigen das Leben gekostet!

 


18.11.2007

 

Der stahlblaue Himmel überspannte das traumhafte Kauai.

Wir hatten uns für diesen denkwürdigen Tag so einiges vorgenommen.Am frühen Morgen steuerten wir unseren weißen Pontiac nach Lihue.In der Nähe des Airports von Lihue befindet sich auch der Heliport ,mit einigen Büros der jeweiligen Betreiber.Nachdem wir uns ein paar Angebote eingeholt hatten ,suchten wir noch die Niederlassung der "Safari Helicopters"  in der Ahukini Rd. in Lihue auf.Hier bekamen wir zu erfahren, dass noch für den gleichen Tag ein Flug möglich wäre.Da das Wetter für einen Flug über die Insel bestens war zögerten wir nicht lange und buchten diesen Flug in den Mittagsstunden.Der enorme Preis von 189,- US Dollar pro Person bedarf guter Überlegung aber er war jeden Cent wert und man wird ihn ein Leben lang nicht vergessen!

Ein Helicopterflug über den Hawaiiinseln lohnt sich auf jeden Fall, allerdings sind Flüge über Big Island mit seinem aktiven Puu Oo und Kauai mit seinen landschaftlichen Höhepunkten um einiges spetakulärer als auf den restlichen Inseln des Archipels.

Bis zum Abflug hatten wir aber noch ein bisschen Zeit und so fuhren wir den Highway 583 zurück und suchten die sehr fotogenen Wailua Falls ,gelegen in einer wunderschönen Landschaft auf.

Die Rotorblätter blitzten in der Sonne und zerteilten immer schneller werdend das Firnament...

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Der ohrenbetäubende Motorenlärm wurde durch unsere Kopfhörer gedämpft als der Heli startete.Er schwankte kurz ,gewann an Höhe, flog über den Hafen von Nawiliwili und überquerte den Menehune Fishpond.Passend dazu erklang aus unseren Headsets John Williams pompöse Titelmelodie von "Raiders of the Lost Ark"("Jäger des verlorenen Schatzes" der erste Teil der Indiana Jones Reihe aus dem Jahre 1981),der hier zu unseren Füßen gedreht wurde(-Die Szenen die Südamerika doubelten -sic!).

Einen Hügelkamm überquerend, nahmen wir Kurs auf das Hanapepe Valley. Der Charakter der Landschaft änderte sich und aus den Kopfhörern erklang nun der bekannte Soundtrack von" Jurassic Park"(USA 1993).Der Helicopter verlor an Höhe und drehte sich langsam so das sich uns ein atemberaubender Blick auf die "Jurassic Park Falls" -den Manawaiopunafalls darbot.Hier wie auch am Olokele Canyon drehte Steven Spielberg einige Szenen seines bahnbrechenden Blockbusters.Wer erinnert sich nicht an die Szenen als im ersten Drittel des Eventmovies der Hubschrauber, mit den Forschern an Bord ,vor dieser spektakulären Naturkulisse der Manawaiopunafalls landete.

Der Heli drehte ab und folgte dem gigantischen in allen Rot- und Brauntönen leuchtenden Waimea Canyon zum Kokee State Park mit seinem phänomenalen Kulalau Lookout. Der Astar 350 Helicopter überflog den Kulalau Lookout.Die smaragdgrüne Landschaft zu unseren Füßen entfernte sich immer mehr und machte dem endlosen ,azurblauen pazifischen Ozean Platz.

Zu unserer rechten türmte sich die Küste zu guinnessbuchartigen Werten auf.Hier also war sie nun sich neben uns grandios aus den Fluten des Meeres emporhebend.Ein spektakuläres ,gefaltetes Bollwerk der Natur die zyklopische Napalicoast!

Staunend sahen wir aus unseren Fenstern.Aus den "Bose"-Kopfhörern kamen erklärende Worte unseres Piloten.Der Schatten des Helis verlor sich auf den riesigen ausladenen Hängen der Küste. Der Küstenlinie folgend lag nun am östlichen Ende der Napalicoast der traumhafte Kee Beach vor uns ausgebreitet.Über der Hanalei Bay kreisend nahm nun der Helicopter Kurs in Richtung Inselmitte.

Stets eingehüllt in sich auftürmenden ,regenschweren Wolken öffnete sich der Krater des Mt.Waialeale,der regenreichste Punkt der Erde und erlaubte uns den Blick auf die, über den Kraterrand lotrecht, stürzenden tosenden Wasserfälle in seinem Inneren. Regentropfen klatschten an die Scheiben und jagten durch den Wirbel der Rotorblätter aufgescheucht ungestüm durcheinander."The Wettest Point on Earth"-hier nun waren wir! Mit einem durchschnittlichen Jahresniederschlag von 11684 mm,regnet es hier zehnmal mehr als in deutschen Gefilden. Wir verließen den dampfenden Schlund und flogen nun zu unserem Ausgangspunkt dem Heliport in Lihue zurück.

 


Glühend versank die Sonne im Ozean und tauchte den Strand von Weimea in eine blutrote Sinfonie der Farben...

Wir saßen am Waimeabeach und sahen hinaus aufs offene Meer wie es sicherlich auch die Ureinwohner Kauai`s am 19.01.1778 getan haben als am Horizont die Segel der "Resolution" und "Discovery"erschienen.Heute befindet sich in Waimea das "Captain Cook Monument"und erinnert an jenen Tag als die ersten Europäer unter der Ägide von Captain James Cook, an diesem fast schwarzen vulkanischen Strand hawaiianischen Boden betraten.

Am Horizont entdeckt hier der aufmerksame Beobachter die Silhouette von "Forbidden Island" Ni'ihau.Hier leben die von der Zivilisation verschont gebliebenen letzten Hawaiianer.

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19.11.2007

Etwas nordwestlich vom kleinen Städtchen Waimea dem Waimea Canyon Drive folgend beginnt der Waimea Canyon-der 'Grand Canyon des Pazifik'-wie Ihn Mark Twain einst treffend bezeichnete.Eine gewisse Ähnlichkeit mit seinem Großen Bruder in Arizona kann er sicherlich nicht leugnen.Vom Highway selbst hat man einen exzellenten Blick auf den tief eingeschnittenen Canyon .Einige Aussichtspunkte laden zu einem Fotostop ein.

Am Ende der Straße ,im Kokee State Park befindet sich der Kulalau Lookout.Dieser Viewpoint findet sich auf fast jeder Postkarte welche man in Kauai erwerben kann.Aber leider ist die auf den Karten versprochene Aussicht auf das Kulalau Valley auf Grund von Nebel und tiefliegenden Wolken die vom Mt.Waialeale herüberziehen reine Glückssache.Als wir am Lookout verweilten bot sich uns ein nicht gerade filmreifer Ausblick.Der Nebel hatte das Tal vollends bedeckt und verwehrte uns den Blick auf die Postkartenidylle.

 


20.11.2007

 

Noch am Vormittag des nächsten Tages hatten wir uns vorgenommen eine Filmlocationtour zu unternehmen.In Kapa'a werden Touren ,vom örtlichen Anbieter"Hawaii Movie Tour's"(www.hawaiimovietour.com),zu den Drehorten der auf der Insel gefilmten Produktionen angeboten.Neben der Coastal Tour, gibt es noch die 4x4 Tour die auch die entlegensten Locations anfährt. Mit 119 Dollar(plus Tax) für die Coastal-und 131 Dollar(plus Tax) für die 4x4 Tour ist das allerdings ein sehr teurer Spaß.

Für gerade einmal 22,95 Dollar erwarben wir uns in einem Gemischtwarenladen in Kapa'a, daß "Kauai Movie Book" von Chris Cook sehr detailliert wird hier auf die umfangreiche Filmgeschichte Kauai's und die zahlreichen Drehorte eingegangen.

Unsere selbstorganisierte Tour führte uns am Beginn zum Strand von Kapa'a.Hier hinter dem Büro der "Hawaii Movietour's" ,gegenüber von Otsuka's Warehouse drehte Steven Spielberg eine Szene die wir die "Embryo-Behälter-Übergabeszene" nannten. Am Wailua River liegt das Kamokila Hawaiian Village, hier drehte Wolfgang Petersen im November 1994 Szenen zu seinem Virenthriller "Outbreak-Lautlose Killer".Dabei doubelte das Kamokila Hawaiian Village das Dorf in Zaire in dem der mit Ebola verwandte Motabavirus ausbrach.

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Weitere Stationen unserer Tour waren das verfallene "Coco Palms Hotel"("Fantasy Island","Blue Hawaii"mit Elvis Presley)und das Privatanwesen "Valley House"auf dem Grundstück befand sich einst das Empfangsgebäude des Jurassic Park.Kurz vor unserer Ankunft wurden hier Szenen, vom erst jetzt in den Kino's anlaufendem neuen Ben Stiller Film "Tropic Thunder" abgedreht. Und Last but not least die Mary Lucas Estate eine Ranch im Norden Kauai's(auch Privatgrundstück!)die sich mit der Brachiosaurierszene im vielzitierten "Jurassic Park"einen Platz in der Filmgeschichte sicherte.

Es würde den Rahmen dieses Reiseberichtes sprengen und wir wollen den geneigten Leser nicht weiter mit den unzähligen Filmdrehorten langweilen.Deshalb halten wir uns nun kurz.Nur der Anahola's Kalalea Mountain sei hier noch erwähnt dieser Fels "ersetzte"das Firmenlogo-den Paramountberg -am Anfang von "Raiders of the Lost Ark" dem ersten Indiana Jones.

 


21.11.

 

Ein Besuch Kauai's ohne eine Wanderung entlang der eindrucksvollen Napaliküste ist unvollständig.Dem Meer trotzend ragt die imposante Steilküste -sicherlich eine der schönsten der Welt-im Nordwesten der Insel aus dem Pazifik.Am Parkplatz des Kee Beach's beginnt der Na Pali Trail(oder auch Kulalau Trail genannt) und endet nach ca.11 Meilen im Kalalau Valley.Nur den ersten Abschnitt vom Kee Beach bis Hanakapiai und zu den Hanakapiai Falls darf man ohne gültiges Permit erkunden!

Dem etwas schlammigen rutschigen Pfad(es hatte am Vorabend geregnet),anfangs kletternd später erwandernd, folgten wir dem Trail direkt am Meer entlang.Zu unserer Rechten gähnte der Abgrund und dröhnte die an die Klippen klatschende bis zu sechs Meter hohe Brandung des kobaltblauen Meeres.Zu unserer linken türmten sich die üppig grünen Berge der Steilküste.Den beigefügten Bildern kann man entnehmen welch herrliche Landschaft sich uns offenbarte.Nach ca.zwei Stunden mitunter beschwerlichen Marschs öffnete sich das Jadegrün der Vegetation und gab den Blick auf den Hanakapiai Beach frei.

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Hinweisschilder warnten ausdrücklich vor lebensgefährlichen Wasseraktivitäten an diesem Strand.Den Blick auf die aufgewühlte See und den tosenden hohen Wellen erübrigte in uns das Verlangen nach einem Bad.Vom Strand kann man noch dem Tal landeinwärts zu den Hanakapiai Falls folgen was wir allerdings nicht taten.Nach einiger Zeit des Verweilens machten wir uns auf den Rückmarsch.

Am Nachmittag besuchten wir den Farmer's Market kauften frische Ananas und ließen den Tag am Anini Beach ausklingen. Am nächsten Morgen verließen wir das idyllische Kauai....

In eigener Sache: Um diesen Bericht ein bisschen zu straffen und um die Aufmerksamkeit des geneigten Lesers nicht zu sehr zu strapazieren haben sich die Verfasser erlaubt die bis zu diesem Zeitpunkt eingehaltene Tagebuchform für unsere nächste Station- Maui- abzuändern.Da wir gerade auf der Insel Maui ,doch den einen oder anderen Strandtag verbrachten.Aus diesem Grunde haben wir die Tage auf Maui in Kapitel unterteilt und hoffen die Form des von uns so dargelegten Berichtes in Ihrem Erzählrythmus nicht zu stören.Die chronologische Reihenfolge des Berichts bleibt unangetastet.Jedoch haben wir uns erlaubt mehr Augenmerk auf die Highlights zu richten und einzelne Tage hier nicht mit aufzuführen.(d.Verfasser)

D I E  A N K U N F T

Wir hatten Lihue und damit Kauai ,in Richtung unserer letzten Destination auf den Hawaiiinseln, um 09.25 Uhr am Morgen des 22. Novembers mit Flug HA 0508 der Hawaiian Airlines(Info's unter www.hawaiianair.com) verlassen.

Der Ozean lag unter uns ausgestreckt.Die Insel Moloka'i schälte sich aus dem Dunst des Horizonts.Kurze Zeit später ,Lana'i überquerend tauchte das Panorama...


M A U I ' S...

...aus dem Meer.Nach Oah'u ist Maui die am meisten von Touristen frequentierte Insel.Beim Landeanflug auf den internationalen Flughafen von Kahului,blieb unser Blick auf dem gewaltigen Bergmassiv des Haleakala hypnotisch hängen.Einem Heiligenschein gleich umschlossen bauschige Wolkenfelder das mächtige Haupt des Vulkankegels.

Nach der Landung nahmen wir unseren Mietwagen bei "Alamo" in Empfang und folgten dem Highway 30 vorbei an Lahaina und Kaanapili bis zur wunderschönen Napili Bay. Unseren Aufenthalt verbrachten wir im sehr zu empfehlenden "Mauian Hotel"(www.mauian.com, 5441 Lower Honoapiilani Rd
Lahaina, HI 96761) direkt am Strand der Napili Bay gelegen.Sehr freundliches Personal schöne große Zimmer mit Kitchenette.Vom Strand hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Nachbarinsel Moloka'i.

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Ein paar Meilen südlich von der Napili Bay liegt das nette ehemalige Walfängerstädtchen Lahaina.Neben seinen spektakulären jede Südseeklischee's erfüllenden Sonnenuntergängen ,konnte der urige Ort mit einer äußerst gelungenen Architektur punkten.Neben einigen Galerien und den unvermeidlichen Souveniershops gab es entlang der Flaniermeile-der Front Street- zahlreiche bezahlbare Restaurants und nett dekorierte Geschäfte.Schräg gegenüber des historischen Hotels "Pioneer Inn",aus dem Jahre 1901, im Banyan Square wurzelt ein riesiger Banyantree Baum-der größte Hawaii's- und lud zu einem kurzen Fotostop ein.Kurzum einfach jede Pore des quirligen Lahaina atmete relaxte Urlaubsatmosphäre!

Dem Honapilani Highway in Richtung Süden folgend befanden sich einige Meilen unterhalb Lahaina's ein paar sehr schöne, besonders hervorzuhebende Strände.Hier verbrachten wir die meisten der Eingangs erwähnten Strandtage.


R O A D  T O   H A N A

In fast jedem Souveniershop Maui's kann man sich T-Shirts mit der Aufschrift"I Survived the Road to Hana"erwerben.Durch einige lobende Worte in Reiseführern ermutigt machten wir uns auf den Weg nach Hana.Ähnlich wie beim bekannten Highway 1 in Kalifornien ist auch bei der" Road to Hana" der Weg das Ziel!

Doch bevor wir uns der"Road to Hana"widmeten fuhren wir in Wailuku links abbiegend in das moosiggrüne Iao Valley.Aus dem Tal ragt das Iao Needle ein basaltener Monolith empor in dessen Schatten sich im Jahre 1790 eine Schlacht zwischen verfeindeten Hawaiianern zutrug.

Kahului durchquerend folgten wir dem Highway 36 in Richtung Lower Paia. Unweit der Straße macht die Natur mit einer weiteren Attraktion auf sich aufmerksam.Am Hookipa Beach türmen sich die Wellen in den Wintermonaten zu atemberaubender Höhe.Zum Zeitpunkt unseres Besuches erreichten die Wellenberge eine beachtliche Höhe von über acht Metern bevor sie mit einem markerschütterndem Grollen an den Klippen brachen.Das aufgewühlte Meer hatte hier bedingt durch seine Unruhe,eine weiß gischtige Farbe.Schon beim Anblick dieser wild entfessellten brachialen Kräfte hatte sich unser Ausflug gelohnt!

Entlang der "Road to Hana"(Highway 360)fuhren wir zwischen dampfendem Regenwald auf der einen und azurblauem Ozean auf der anderen Seite.Mit über 56 einspurigen Brücken und 617 Kurven wird hier Fahrfreude neu definiert.

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An dieser "Scenic Road"laden einige Wasserfälle und Aussichtspunkte zum verweilen ein.Am Ende dieser Straße liegt das verschlafene ,von üppig grüner Vegetation geprägte Städtchen Hana.Hier verbrachte der Atlantiküberquerer Charles Lindbergh seine letzten Jahre und wurde auf dem Friedhof der Palapala Hoomauchurch einige Meilen südöstlich von Hana begraben.

Links und Rechts entlang des Highways bieten Hawaiianer selbstgemachtes äußerst schmackhaftes Bananenbrot zum Verkauf an.Unweit des mondänen Hotels"Hana Maui"gibt es den Kaihahulu Beach, gelegen hinter einem Berg.Dieser Strand hebt sich von den anderen Beach's der Insel, durch seine rote Farbe ab.Da jedoch der Abend dämmerte und noch einige Kurven vor uns lagen machten wir uns auf den Heimweg.


D I E  G I G A N T E N  V O N  M A U I

Am Morgen des 26.November erstrahlte die Sonne von Wolken ungestört über dem sattblauem Himmel von Maui.Der Wind wehte uns schwach salzig ins Gesicht und ließ kleine Wellen gegen den Bug der "Ocean Explorer"plätschern.

Möwen kreisten am Hafen von Lahaina und stritten sich kreischend um Beute.

Wir standen am Pier und warteten das es losging.Am Horizont lag wie mit einem Pinselstrich hingezogen die blassblaue Silhouette von Lanai...

Dann beherrschte geschäftiges Treiben die idyllische morgendliche Szenerie.Die Gangway wurde freigegeben.Tickets wurden verglichen und entwertet.Plätze wurden eingenommen.Kurze Kommandos der Crew hallten über das Deck der "Ocean Explorer".

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Taue wurden eingezogen.Motorengräusche vermischten sich mit den Ukuleleklängen einer hawaiianischen Band die am Pier die Touristen eines im Hafen vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffs begrüßte.

Wir legten ab.

Der Kurs unseres Schiffs brachte uns hinaus auf's Meer in tiefere fahrbare Gewässer und dann der Küstenlinie folgend in Richtung Süden.Die Konturen von Lahaina verblassten mit zunehmender Entfernung. Die Sonne brannte. Die "Ocean Explorer"verfügte über kein Dach für die Passagiere was sich für die Beobachtung von Tieren als unschätzbarer Vorteil aber für die ungeschützten Hautpartien einiger Touristen als Nachteil erweisen sollte.

Die Bordmotoren verstummten.

Gespannt starrten wir auf den Ozean.

Vor einigen Jahren hatten wir uns schon einmal einer ,leider erfolglosen Walbeobachtungstour-in philippinischen Gewässern-angeschlossen.

Die Erwartungshaltung war groß und sie sollte dieses mal nicht enttäuscht werden!Wir fühlten uns wie in den Romanklassiker"Moby Dick"von Hermann Melville versetzt ,als wir wie weiland Kapitän Ahab nach dem Wal Ausschau hielten.

Ein Geräusch ließ uns herumfahren.

Noch weit entfernt sahen wir eine Wasserfontäne meterhoch in die Luft schnellen.

Videokameras liefen surrend,Fotoapperate klickten.Ein aufgeregtes Durcheinander an Bord.

Dann eine zweite Fontäne nicht einmal so weit weg!

Die Menschen riss es aus den Sitzen.Eine freudige Erwartung lag in der Luft.Die Nerven wie Drahtseile gespannt konnten auch wir nicht mehr sitzen bleiben und schnellten hoch, als die Finne eines Buckelwales leviathangleich aus dem Meer auftauchte!

Der gewaltige dunkle Körper des Tieres durchpflügte den Ozean.Ein zweiter gesellte sich dazu.Dann verschwanden sie unter der Wasseroberfläche. Ein Walbeobachtung zählt ganz sicher zu den spektakulärsten Erlebnissen die man auf Maui machen kann.Der Anblick dieser massigen und doch so grazilen Geschöpfe ließ uns jubeln.

Was für ein Glück die Walsaison hatte gerade erst begonnen und dann... das!

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Unterwassermikrofone wurden von der Mannschaft ins Wasser gelassen.Seltsame Töne-das Rufen der Tiere hallten über das Deck.Dann eine Bewegung.Die Kameras klickten in wildem Stakkato als die Wale direkt auf das Schiff zuschwammen.Vor uns tauchten sie ab und unter dem Bug der "Ocean Explorer"sah man im herrlich klaren ,blauen Wasser die immensen Körper dieser erhabenen Tiere.Unter dem Schiff drehte sich ein Wal und zeigte uns seine weißleuchtende Unterseite.Begeistertes Klatschen an Bord.

Dann waren sie verschwunden.Doch wie zum Abschied winkend zeigte sich einige Meter weiter die riesige Fluke eines Wal's bevor sie klatschend aufs Wasser aufschlug und die Tiere nun endgültig in den Tiefen des Meeres verschwanden.(Info's unter www.pacificwhale.org)


S O N N E N U N T E R G A N G  U N D  A B S C H I E D  A M  H A L E A K A L A

Noch am selben Tage fuhren wir von Lahaina in Richtung Süden dann auf dem Highway 380 nach Norden abzweigend auf die Highways 36 und 37 in Richtung Pukalani.Kurz hinter Pukalani beginnt der Highway 377 von dem wiederum der Highway 380 abzweigt ,der sich dann in atemberaubenden Serpentinen die 3055 Meter zum Gipfel des größten schlafenden Vulkankraters der Welt hochschraubt.

Die subtropische Landschaft wich nach verlassen der Baumgrenze, der subalpinen Zone je mehr wir uns dem Krater näherten.Dunkler Wald machte grünen Wiesen Platz und ging schließlich in eine triste Mondlandschaft über.

Ein Schild mit der Aufschrift "HALEAKALA NATIONALPARK" begrüßte uns, auf der rechten Seite der Straße.Dunstige Nebelfetzen umschwirrten das Hinweisschild und man fühlte sich eher an eine transylvanische Landschaft erinnert ,als an einen Naturpark mitten auf einer der Hawaiiinseln.

Die Straße quälte sich weiter bergauf.Die Wolken die den Berg umschlossen nahmen uns die Sicht .Wir mussten die Beleuchtung des Wagens anschalten.

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Nebel.

Einige Nene Gänse kreuzten unseren Weg. Die extrem seltenen Nenes kommen nur noch im Haleakala Nationalpark und im Hawaiian Volcanoes Nationalpark auf Big Island vor.

Wir passierten das Park Headquarter und steuerten unseren Wagen weiter in Richtung des Gipfels.

Der Nebel riss auf.Die Sonne stach in den Augen.

Wir hatten nun die erste Wolkenschicht durchbrochen.Weiß und undurchsichtig lag sie nun unter uns ausgebreitet.Der blaue Himmel verscheuchte die, sich bizarr formierenden, ebenso schnell bildenden wie auseinanderreißenden ,in einem wilden Reigen tanzenden Wolken.

Die Landschaft änderte sich wurde dunkler und weniger einladend.Schwarzes Lavageröll bedeckte die Hänge zu unserer linken.

Der Haleakala Nationalpark komplettierte unseren Aufenthalt auf den Alohainseln.Größer kann ein Landschaftsunterschied kaum ausfallen.Eben noch waren wir an den paradiesischen Stränden der Südküste entlang gefahren und nun befanden wir uns innerhalb dieser grotesken Mondlandschaft.

Die Sicht wurde schlechter und tendierte immer weiter gegen Null.Die Wolken hatten uns wieder als wir den Gipfel erreichten. 'Elevation 10.023 Feet (3055 Meter)'ließ uns das Schild am Gipfelhaus wissen.Die Luft war eisig.Einige unbeschwerte Touristen in kurzen(! sic) Hosen versuchten sich im Haus aufzuwärmen.Eine spektakuläre Aussicht auf den Krater und die Insel hatten wir uns versprochen und dann dieses Nichts von Ausblick.Es hatte keinen Sinn. Nach einigen Minuten des Wartens verließen wir den Gipfel wieder.Seltsame nur hier vorkommende, endemische Pflanzen, die Silberschwerter komplettierten den surrealen Eindruck den wir hier von der Natur hatten. Wir wollten unser Glück noch einmal etwas weiter unten versuchen.Am Kalahaku Overlook in 2842 Metern Höhe das gleiche negative Ergebnis.

Der Nebel verdeckte unbarmherzig die Sicht.

Ein letzter Versuch-der Leleiwei Overlook! Eine Tafel am Rande des Kraters machte uns auf ein merkwürdiges, hier auftretendes Naturphänomen aufmerksam.Innerhalb weniger Sekunden kann sich die Sicht auf den gewaltigen Vulkankrater dramatisch ändern.Wir blickten in den allgegenwärtigen Nebel.Kalter Wind blies uns aus dem Kratergrund-oder wo wir ihn vermuteten-entgegen.Nichts geschah.

Doch dann...

brach der neblige Dunst in Sekundenschnelle auf!Der Wolkensud wurde geradewegs aus dem Schlund des Kraters herausgesogen.Wir trauten unseren Augen kaum.Der gegenüberliegende Rand des Vulkans wurde sichtbar.Der Blick bis hinunter zum Kraterboden wurde uns zuteil.Welch ein Schauspiel!

Doch so plötzlich wie er uns sein Geheimnis offenbarte so plötzlich verbarg der Nebel es wieder.

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Wir kehrten frohlockend zum Auto zurück und verließen ,die Straße ein Stück bergabfahrend ,die Nebelzone.

Lange konnte es nicht mehr dauern...

Der Sonnenaufgang am Haleakala wurde schon oft beschrieben und ist mittlerweile legendär.Wir waren zum Sonnenuntergang anwesend und sollten auch von diesem nicht enttäuscht werden.

Dann begann das Schauspiel...

Es verbal zu beschreiben ist nicht möglich.Wir möchten es trotzdem versuchen.

Der Himmel verfärbte sich.Die Sonne brach durch die wild aufgewirbelten Wolkenschleier.Der Sonnenball tauchte die grandiose Szenerie in ein blutrotes Panoptikum der Spektralfarben.

Eine Sinfonie der Emotionen.Eine opernhafte Inszenierung ein infernalischer Paukenschlag von Mutter Natur auf der Klaviatur der Sinne.Die Sonne versank wie ein gequetschter Feuerball in den Wolken unter uns und setzte sie optisch in Brand.Eine wahre Explosion der Farben ergoss sich über das Himmelszelt und tauchte den Haleakala keine Schattierung auslassend ,nach und nach in aufkeimende Dunkelheit...

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Dann glitzerten die ersten Sterne am weiten Firnament. Mit diesen poetischen in Worte gefassten, Bildern möchten wir uns wehmütig von Maui und den anderen wunderbaren Hawaiiinseln verabschieden.

Bei den Hawaiiinseln wurden wir das Gefühl nicht los, Mutter Natur hatte es besonders gut gemeint als sie diese Inselgruppe schuf.

Im pazifischen Ozean liegen sie...

 


Tausende Kilometer von jedem Kontinent entfernt...

 

Vor Äonen durch vulkanische Aktivität aus dem Meer emporgehoben...

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Die Palmen wiegen sich im warmen Wind und verträumte Ukuleleklänge raunen sehnsuchtsvoll über ferne Meere...Die Melodie beschwört Träume herauf...

...von weißen Stränden und tiefblauen Wassern...

...von tiefroten Sonnenuntergängen über einer erhabenen Kulisse...

...von gewaltigen Klippen die dem Ozean trotzen...

...von Wellen die nur hier so branden...

...von rauchenden Vulkanen...

Träume von...

...Gipfeln die wir erklommen...

...urzeitlich anmutenden Gestaden die wir erkundeten...

...und von den gigantischen Meeressäugern...die wir sahen... ...Flüsternde Träume die sich zu Buchstaben formieren und ein Wort, nur ein einziges Wort bilden...

H A W A I I