AOTEAROA & RAROTONGA
TEIL 1:
DIE SÜDINSEL :
VON MEERESRIESEN UND LAWINENMÄDCHEN

Die Boing dreht ein , die Landeklappen öffnen sich .Das Fahrwerk wird ausgefahren .Wir verlieren zusehends an Höhe .Endlich reißt die Wolkendecke auf und auf unserer rechten Seite breitet sich bis zum Horizont das Meer aus. Der Tag ist bedeckt ,trotzdem hat der Ozean eine türkisgrüne Farbe .Es ist jetzt gerade 10.30 Uhr und wir würden fast pünktlich landen .Die Maschine von Singapore ist zum Glück nicht total ausgebucht ,so konnten wir es uns in unseren Sitzreihen ein bisschen bequemer machen .Wir sind am Samstag den 14.November in Frankfurt gestartet ,hatten einen dreistündigen Zwischenaufenthalt in Singapore und würden nun endlich am Montag ,den 16.November 2009 ankommen.
Schneebedeckte Bergmassive füllen die Fenster begrenzen die Aussicht auf der linken Seite.
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AOTEAROA- LAND DER LANGEN WEISSEN WOLKE
Christchurch ,Südinsel ,NEW ZEALAND ,den 16.November 2009
Die Einreiseformalitäten Zoll und Biocontrol haben wir hinter uns gebracht .Ein kleines Geschäft mit dem Namen “Next Stop Antarctica“ erinnert uns daran , wie weit südlich wir uns hier befinden .Gerade haben wir unseren Mietwagen bei Hertz in Empfang genommen ,kontrolliert , dass Navigationsgerät eingestellt und mit der ersten Adresse „gefüttert“.
Ungefähr 189 Km ,rund zweieinhalb Stunden Autofahrt lagen noch zwischen uns und einer heißen Dusche .Lange hatten wir überlegt eine Übernachtung in Christchurch einzuplanen .Wäre es wirklich ratsam sich nach einer rund 30 stündigen Anreise hinter das Steuer eines Autos zu setzen und sich dann auch noch mit den Tücken des Linksverkehrs auseinanderzusetzen ?
Unser Notfallplan sah vor ,bei Übermüdung ,ein Motel aufzusuchen ,ein paar Stunden zu schlafen und dann weiter in Richtung Norden bis Kaikoura zu fahren .Soweit der Notfallplan .Dank des geruhsamen Hinflugs sind wir guter Dinge ,auch diese letzte Tageshürde zu nehmen .Um den Jetlag in den Griff zu bekommen ist es sowieso sinnvoll den Tag durchzumachen.
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In Kaikoura hatten wir uns ein Zimmer im äußerst empfehlenswerten „ BUSH+SEA BOUTIQUE BED AND BREAKFAST“ via Internet reserviert .Die guten Kritiken bei Tripadvisor hatten uns schnell überzeugt die perfekte Bleibe für die erste Nacht in Kiwicountry gefunden zu haben.
Bush +Sea Boutique Bed and Breakfast
14 Takahanga Terrace ,Kaikoura ,Infos und Buchung:
www. Bushandsea.co.nz
Ca.NZD 210 / Nacht
Wir folgten der SH1 vorbei am Antarktiszentrum an zahlreichen idyllischen Weingütern ,durch gelbblühende ,duftende Täler und ein geradezu malerisches sattgrünes Hügelland nach Norden .Wie weiße Farbtupfer auf grünem Grund grasen hunderte von Schafen an den mitunter recht steilen Hängen.
Die Sonne kommt hervor und taucht die Landschaften in leuchtende Farben .Jetzt ist die Sonnenbrille eine sehr gute Idee.
Irgendwann teilen sich die Berge und die Straße führt direkt am kobaltblauen Meer entlang .Wir reiben uns die Augen .Nein das ist kein Traum!
Prospekte und Reiseführer haben nicht gelogen .Der Ozean erstrahlt in einer sattblauen Farbe .Wir parken unseren Wagen direkt am naturbelassenen Strand atmen die frische salzige Seeluft ein und sehen den am Himmel kreisenden Möwen zu.
Eine plötzliche Bewegung im Wasser fesselt unsere Aufmerksamkeit.
Da schon wieder!
Nicht einmal 30 Meter vom Strand entfernt jagt ein Seehund durch die Wellen .Nach anscheinend erfolgreicher Jagd hat er eine beachtliche Beute einen großen Fisch, zwischen den Kiefern.
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Immer das Meer zu unseren rechten liegen lassend kommen wir nun in
KAIKOURA
an .Einen Ort so schön wie diesen haben wir bis Dato kaum gesehen. Direkt in einer halbrunden Bucht gelegen ,schmiegt sich der kleine Ort perfekt in die grandiose Landschaft ein .Das tiefblaue Meer bildet einen wunderbaren Kontrast zur subtropischen Vegetation und der eindrucksvollen schneebedeckten Bergkette ,die postkartentauglich das ehemalige Walfängerstädtchen umrahmt.
Herzlich werden wir von Yvonne und Scott in Ihrem Bed and Breakfast begrüßt .Yvonne schlägt ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen als wir Ihr erzählen seit über 30 Stunden unterwegs zu sein ,ohne Zwischenstop in Christchurch .Sie rennt aufgeregt zu Scott und muss es Ihm erst einmal berichten .Wir beziehen unser Doppelzimmer und können nun endlich die längst überfällige Dusche genießen .Schnell frische Sachen übergezogen und schon machen wir uns mit dem Auto auf eine kleine Erkundungstour durch das kleine Städtchen.
Anlaufpunkt unserer Tour ist Point Kean .Am Point Kean befindet sich eine recht geruchsintensive Robbenkolonie. Ein paar wenige Tiere liegen hier dösend auf den vorgelagerten Felsen und genießen sichtlich die Nachmittagssonne .Gleich hinter dem kleinen Parkplatz schlängelt sich ein Pfad den Berg hinauf zu einem Aussichtspunkt .Hier vom Viewpoint erschließt sich uns erst jetzt wie viele Robben sich auf den rauen Klippen der kleinen Inseln wirklich tummeln .Es wimmelt hier förmlich von den Tieren.

Seevögel durchschneiden unter uns die Luft und schwirren kreischend über das klare aquamarinfarbene Wasser.
Wir beschließen den Tag bei einem gemütlichen Essen in einem netten kleinen Restaurant auf Kaikoura‘s „Mainstreet“.
der 17.November 2009
Die Sonne meint es gut mit uns .Wir sitzen auf der Terrasse des Bush +Sea Bed and Breakfasts und freuen uns über den tollen Ausblick den wir, auf die sich unter uns ausbreitende Bucht, haben.
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Scott serviert uns das Frühstück .Yvonne bringt gerade ihre Tochter zur Schule.
Mit uns am Tisch befindet sich ein älteres Ehepaar aus San Francisco .Sie haben gleich für ein paar Tage hier bei unseren netten Vermietern eingecheckt und bewohnen das Zimmer gleich neben dem unseren .Schnell kommen wir ins Gespräch .Wohin wir während unseres Aufenthalts auf der Südinsel denn noch wollten?
Wir erklären Ihnen unsere Reiseroute.
Zum Franz Josef Gletscher?
Ja ,unter anderem.
Lächelnd schüttelt der Herr aus Kalifornien den Kopf .Voriges Jahr waren auch sie am Franz Josef Gletscher gewesen und haben nichts gesehen .Nur Nebel und eine Wand aus Regen .Im übrigen kenne er kaum jemanden der den Gletscher je im Sonnenschein erlebte.
Bei durchschnittlich 250 Tagen Regen im Jahr keine guten Aussichten für unsere für den 19.November, geplante Gletscherwanderung.
Scott macht eine ausladende Geste und deutet hinaus aufs Meer.
Vor geraumer Zeit so sagt er ,habe er hier in der Bucht ,direkt von seiner Terrasse ,einen gewaltigen Wal gesehen .Im ersten Moment hätte er geglaubt es wäre eine kleine Insel……bis sie sich bewegte.
Tatsächlich ist Kaikoura vor allem durch sein maritimes Leben bekannt .Auf Grund der geologischen Besonderheit der Region gibt es eine Vielzahl von Tierarten die man hier beobachten kann .Neben den genannten Robben tummeln sich Delfine ,Orca ‘s und zahlreiche Walarten in den Gewässern vor Kaikoura .
Unweit der Küste fällt der Meeresgrund von anfänglichen 90 Metern auf gut 800 Meter jäh ab .Die Strömungen bringen Plankton Krill und somit auch die mächtigen Wale an die Wasseroberfläche .Gute Voraussetzungen für eine Walbeobachtung die wir für den heutigen Tag geplant haben.
Beim örtlichen Anbieter Whale Watch Kaikoura haben wir für 10.00 Uhr für 145 NZD pro Person eine Tour gebucht .Falls auf einer Tour keine Wale gesichtet werden bekommt man 80% des Ticketpreises vom Veranstalter zurückerstattet.
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Bevor die Schiffe auslaufen wird erst ein Helikopter zur Luftaufklärung vorgeschickt und gibt die Koordinaten der gesichteten Meeressäuger an die Schiffe weiter .Heli und Schiffe sind im ständigen Kontakt zueinander .Somit wird das Risiko einer erfolglosen Walbeobachtungstour deutlich minimiert.
Wir packen unsere Taschen ins Auto und verabschieden uns von Scott , Yvonne (die noch gerade rechtzeitig zurückkehrte)und dem Paar aus Kalifornien.
Keine 5 Minuten später befinden wir uns in der Whaleway Station Road und tauschen unsere Buchungsausdrucke gegen die Tickets .Im gut gefüllten Raum nebenan läuft schon das Briefing .Es ist nun schon fast 11.00 Uhr .Die Abfahrt verzögert sich .Anscheinend wurden noch keine Wale gesehen .Der Bus der uns zu unserem Schiff bringen soll steht schon bereit.
Dann geht wie auf ein geheimes Zeichen alles sehr schnell .Der bereitstehende Bus der uns zum Schiff bringen soll füllt sich innerhalb weniger Minuten .Es geht los!
Am Pier liegt wartend das blau-gelbe Beobachtungsschiff die „Tohora“.
Wir begeben uns an Bord.
Kommandos hallen über Deck.
Leinen los!
Blubbernd erwacht der Motor, ein leichtes Zittern geht durch den Schiffsrumpf.
Wir haben uns gleich vorne links , neben einem großen Flatscreen platziert .Auf dem Bildschirm wird die jeweilige Position des Schiffes angezeigt.
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Die „Tohora“ nimmt Fahrt auf.
Noch befinden wir uns in seichten Gewässern ,doch der Unterwassercanyon kommt näher .Eine Mitarbeiterin von Whalewatch Kaikoura gibt interessante Infos über die Geologie und die Geschichte Kaikouras an uns weiter .Demnach blühte von , Mitte des 19.Jahrhunderts bis in die zwanziger Jahre des 20.Jahrhunderts ,in Kaikoura das Geschäft mit der Walfängerei .Ähnlich wie im hawaiianischen Lahaina auf Maui werden hier die riesigen Meeressäuger nun nicht mehr mit der Harpune ,sondern nur noch mit der Kamera „gejagt“.
Die Gischt peitscht .Durch die aufgewühlte See stampft das kleine Schiff weiter .Der Meeresgrund zu unseren Füssen fällt ins Bodenlose .Wir befinden uns jetzt direkt über dem Unterwassercanyon .Das noch am Anfang unserer Fahrt türkisfarben schimmernde Wasser hat nun ein dunkles ,schmutziges Blau angenommen .Die Sonne verschwindet hinter ein paar Schleierwolken.
Über Funk bekommt der Steuermann die Koordinaten der aus der Luft gesichteten Giganten .Die „Tohora “ ändert Ihren Kurs .Kurze Zeit später erstirbt der Bordmotor .Wir begeben uns an Deck .Suchend schweifen unsere Blicke über das Meer .Videokamera und Fotoapparat halten wir bereit.
Dann die erste Fontäne!
Wow!
Der mächtige Körper eines Pottwals zeigt sich an der Wasseroberfläche .Erneut stößt er eine meterhohe Wasserfontäne durch sein Blasloch in die Luft.
Schnell das Objektiv gewechselt .Das Weitwinkel reicht vollkommen aus .Schon sind die ersten Fotos im Kasten.
Der Pottwal taucht unter dem Beifall seiner Zuschauer ab .Äußerst fotogen reckt sich seine mächtige Fluke sekundenlang in die Luft und schlägt dann klatschend auf die Wasseroberfläche.

Ein weiteres Beobachtungsschiff ist eingetroffen .Auf einmal taucht zwischen uns und der „Wawahia“die Finne eines anderen Pottwals auf .Surrend klicken die Kameras machen Reihenaufnahmen des Spektakels .
Erneut beginnt der Gigant abzutauchen. Die Flosse emporhebend hinterlässt er bald nur aufgeschäumte Schaumkronen im tosenden Meer.
Möwen fliegen kreisend über die Szenerie und stoßen kreischend hinab als sich die Finne und der narbige Rücken des Tieres erneut über Wasser zeigt…
Wir befinden uns jetzt wieder auf festem Boden, studieren die Karten und entschließen uns für die ca.390 Kilometer lange Route gen Süden, via Christchurch über den Arthurs Pass nach Hokitika.
Ein Zug der Transcoastal Kiwi Railway fährt donnernd an uns vorbei.
Wir starten den Toyota.
Auf geht’s.
Durch blumig duftende gelbe Täler (das Jakobsgreiskraut steht in voller Blüte) und über kristallklare Flüsse fahren wir in Richtung Westen .Die südlichen Alpen mit ihren schneebedeckten Gipfeln thronen vor uns.
Um von der Ost-an die Westküste zu kommen überqueren wir auf dem
ARTHUR’S PASS
die Southern Alps .Der landschaftlich sehr reizvolle Weg über den Arthur ’s Pass führt durch die gleichnamige mit 924 Metern höchstgelegene Siedlung Neuseelands .Der einst von den Maori genutzte Pass wurde 1864 von Arthur Dobson für die „zivilisierte“ Welt wiederentdeckt und wurde seitdem ständig ausgebaut.
Es ist kalt hier .Fröstelnd ziehen wir uns unsere gefütterten Jacken über .Wir halten hier nur für eine Zigarettenlänge und lauschen dem aufgebrachtem schrillem Geschrei eines Keas .Leider bekommen wir den Gebirgspapagei nicht zu Gesicht.
Der Tag neigt sich dem Ende als wir die Westküste erreichen .Das Meer grollt gegen die Gestade .Wir fahren nach Süden bis wir
HOKITIKA
Erreichen .Bevor wir uns eine Schlafgelegenheit suchen wollen wir noch zu Abend essen .Die Suche nach einer anständigen Mahlzeit erweist sich schwieriger als erwartet .Erst in einem kleinen indischen Restaurant werden wir fündig und satt.
Für die heutige Nacht kommen wir im sehr sauberen und gepflegten viktorianischen Historic Bed and Breakfast „Teichelmann’s “ in der Hamilton Street unter.
Ob wir denn schon etwas zu essen bekommen haben?
Ja!
Ja?
Dann vielleicht eine Tasse Kaffee?
Gerne!
Sonst noch irgendwelche Wünsche ?
Nein Danke!
Für wann soll denn das Frühstück bereitet werden?
Wenn es keine Umstände macht würden wir gern gegen 08.00Uhr frühstücken!
Um 08.00 Uhr ? Selbstverständlich ! Dann lernen Sie ja auch gleich das Pärchen aus Australien kennen die im Gartenbungalow nächtigen ! Na dann ,bis Morgen!
Gute Nacht!
Gute Nacht!
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der 18.November 2009
Die Morgensonne kitzelt uns aus dem Schlaf .Wir duschen und finden uns beim Frühstück ein .Die Australier sitzen schon am Tisch.
Es riecht lecker nach gebratenen Eiern mit Speck .Der Kaffee läuft gerade durch.
Wir stellen einander vor und schnell ist ein Gespräch in Gange .Die beiden Aussies sind gestern am Franz Josef Gletscher gewesen.
Da wollen wir heute auch hin wir haben für 12.30Uhr eine Halbtagestour auf den Gletscher vorgebucht.-lassen wir sie wissen.
Wie war das Wetter? Fragen wir interessiert.
Regen, Regen, nichts als Regen .Sie hätten den Regen förmlich geatmet!
Das lässt unsere Hoffnung auf eine gute Sicht und schönes Wetter am Gletscher ein bisschen schwinden .Was hatte doch der Kalifornier in Kaikoura zum gleichen Thema gesagt…?
Habt Ihr eine Unterkunft im Glaciercountry für die Nacht ? Fragen sie.
Ja ,in Fox !
Das ist gut .Sie selbst hatten gestern das Pech, keine Unterkunft weder in Franz Josef noch in Fox, zu bekommen .Überall prangte Ihnen nur “No Vacancy“ entgegen.
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Wir verstauen unsere Reisetaschen im Auto und verabschieden uns .Die Vermieterin bringt uns noch bis zum weißgetünchten Gartenzaun .Sie wünscht uns noch eine angenehme Reise und winkt uns nach bis sie aus unserem Rückspiegel verschwindet.
Wir fahren die Weld Street hinunter vorbei an einem Uhrenturm, auf dem der Name der kleinen 4000 Seelengemeinde prangt in Richtung Franz Josef.
WESTLAND TAI POUTINI NATIONAL PARK
Die rund 147 Km lange Strecke ins Glacierland führt durch eine beeindruckende Landschaft .Stahlblaue Flüsse ,Lichtungen auf denen Mannshoch der Farn wächst ,dichte sattgrüne Wälder aus denen ab und an eine Palme ragt und immer im Hintergrund das strahlende Weiß der schneebedeckten Berge ,bilden eine Kulisse von atemberaubender Schönheit.
Wir sind im Bilderbuchstädtchen Franz Josef angekommen .Zahlreiche Souvenierläden unterstreichen hier den recht touristischen Charakter des quirligen Ortes .Das tut dem alpinen Flair Franz Josef’s allerdings keinen Abbruch.
Zwischen dem Fern Grove Food Center und einer MOBIL Tankstelle befindet sich der Stützpunkt der Franz Josef Glacier Guides .Vor dem Gebäude wartet ein dunkelroter Bus.
Wir haben hier für 12.30 Uhr ein Half Day Glacier Experience gebucht.
Wir begeben uns hinein und legen den Buchungsausdruck vor.
An der Info hängt die Wettervorschau für Franz Josef Glacier des heutigen und der kommenden Tage aus .Die Worte des netten Herrn aus California und die gestrige Erfahrung des australischen Pärchens kommen uns nun wieder in Erinnerung .Regen, Regen…..und keine Sicht…..!
Der Wetterbericht verheißt für die nächsten Tage nichts Gutes:
Morgen : wolkig-Regenschauer möglich.
Übermorgen : Regen .Regen .Regen.
Nur für Heute lacht uns das gelbe Sonnensymbol von der Wetterkarte freundlich entgegen!
Auf der Website der Franz Josef Glacier Guides wird darauf hingewiesen möglichst Stoffhosen bei einer Gletscherwanderung und keine Jeans zu tragen!
Warum ?Dazu später ein erklärendes Erlebnis.
Wer keine passende Outdoorbekleidung besitzt hat die Möglichkeit sich im Gebäude der F. J. Glacier Guides das nötige Equipment kostenlos auszuleihen.
Wir tauschen unsere dicken schweren Jacken gegen leichtere wasserdichte und atmungsaktive , blaue Gore- Tex Jacken ein.
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Jacken , Hosen , Bergschuhe und Steigeisen wechseln für die Dauer des Trips die Besitzer.
Schon im Bus ist es sehr warm .Gut das wir unsere Jacken eingetauscht haben!
KA ROIMATA O HINE HUKATERE
DIE TRÄNEN VOM LAWINENMÄDCHEN
Die Sonne erstrahlt über einem tiefblauen wolkenlosen Himmel als wir kurze Zeit später und wenige Kilometer weiter den Bus verlassen.
Die Guides führen uns auf einem steinigen ausgetretenen Pfad durch dichtes Buschwerk .Ein Bach kreuzt unseren holprigen Weg .Das Dickicht lichtet sich.
Nun liegt er rechterhand vor uns.
Die weiße mächtige Zunge rollt sich aus alpinen Höhen bis hier ins Tal, keine 1000 Meter von uns entfernt, hinab. Der wunderbare Kontrast des ewigen Eises vor der grünen Kulisse des Regenwaldes hier in ca.300 Höhenmetern ,machen den Franz Josef-wie auch den Fox Gletscher auf der Welt so einzigartig.
Einer alten Maori Sage zufolge stürzte der Geliebte eines jungen Maori Mädchens von den Gipfeln zu Tode .Ihre tausenden Tränen ob des schrecklichen Verlustes gefroren zu Eis und bildeten den Gletscher .Soweit die Legende.
Den heutigen Namen verdankt er Julius von Haast der Ihm den Namen des damaligen österreichischen Kaisers verlieh.
Und wahrlich majestätisch sieht er aus , wie er da vor uns emporragt.

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Wir folgen der steinigen Grundmoräne .Abgetragenes Geröll und Schutt soweit das Auge reicht. Markierungen an der Endmoräne zeigen wie weit der Gletscher im Jahre 1750 ins Land reichte.
Wir werden nun in drei Gruppen von ca. 12 Mann aufgeteilt .Jede Gruppe wird nun von einem Guide angeführt.
Etwa 200 Meter vom Gletscher entfernt befinden sich Absperrleinen ,um allzu unachtsame und wagemutige Besucher ,vor dem kalbenden Giganten zu schützen .Nur mit einer geführten Tour geht es ab hier, weiter in die unbekannte Welt des ewigen Eises.
Zu Füssen des Riesen angekommen ,stecken wir uns die Hosen in die Socken ,schnüren unsere Steigeisen an die schweren Bergschuhe und ziehen die Jacken vorerst aus .Schnell noch eine wollene Mütze aufgesetzt ,die Sonnenbrille zurechtgerückt und schon kann es losgehen .Tuben von Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor machen die Runde .
Ich verzichte dummerweise.
Vergessend das, dass eintreffende Sonnenlicht vom Gletschereis zu 90% zurückgespiegelt wird.
Einige wichtige Verhaltensweisen auf dem Gletscher werden uns nochmals ans Herz gelegt.
Unser Guide geht voran und beseitigt mit der Spitzhacke loses Geröll auf unserem Weg hinauf .Wir sind die erste Gruppe .Die anderen warten noch unterhalb der Gletscherfront.
Die klobigen Steigeisen verrichten gute Dienste .Der Tritt ist wesentlich sicherer selbst hier noch auf dem schütterem Gestein .Wir kommen nur langsam vorwärts .Immer wieder stoppen wir. Unser Guide ein junger aufgeweckter Neuseeländer beseitigt nichttrittsicheres Geröll um einen drohenden gefährlichen Steinschlag vorzubeugen.
Zu unserer Rechten stürzt tosend ein Wasserfall von der steilaufragenden Felswand hinab ,an der deutlich erkennbar die Schliffgrenze markiert bis zu welch gewaltiger Höhe die Eismassen des Franz Josef Gletschers einst reichten.
Es geht ins Eis .Zuerst schmutzig Weiß ,verfärbt von den abgetragenen Sedimenten ,nimmt es je weiter wir hinaufsteigen ein immer reineren ,helleren Farbton an .Dem Bergführer folgend ,geht der jetzige Abschnitt senkrecht die blanke Eiswand empor .Ein angebrachtes Seil erleichtert uns den Aufstieg an dieser etwas schwierigeren Passage .Spätestens an diesem Teil der Wegstrecke überzeugen uns die im Eis unschlagbar vorteilhaften Steigeisen vollends .Tauwasser läuft uns über die Hände ,als wir uns an dem Eisberg hinaufziehen.

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Geschafft!
Vor uns befindet sich nun ein Tal aus Eis .Der Weg führt weiter durch diese Schlucht .Schroff ragen zu beiden Seiten schrundige verharschte Eisbarrieren auf .In der Mitte am Boden der Senke hat sich milchiges Gletscherwasser aufgestaut.

Wir fotografieren die weiße Szenerie .Durch den Wechsel des Objektivs bin ich kurze Zeit unaufmerksam und bekomme die Anweisungen unseres Führers nicht mit .Ein beinahe fataler Fehler wie sich gleich herausstellen wird.
Unser Guide geht vor .Ich bin der zweite in unserem kleinen Tross .Die anderen folgen in einer Reihe.
Ein falscher Tritt und schon ist es passiert!
Blitzschnell bin ich mit dem rechten Bein in einer tückischen Gletscherspalte verschwunden .Bis zum Schritt versunken in dieser bodenlosen Gefahr ,jagt mir nun die Eiseskälte des Gletscherwassers in den Körper .Reflexartig schießt meine Hand zu dem rettenden Seil ,dass glücklicherweise unseren Aufstieg sichert und umklammert es .Ich ziehe mein Bein aus der Spalte.
Alles ging so unglaublich schnell. Unser Bergguide dreht sich ungläubig um .Bald wäre unsere kleine Expeditionsgruppe nicht mehr vollzählig gewesen.
Er fragt mich: Alles klar?
Ja Glück gehabt!
Die Hose ist durchgeweicht bis zum Schritt .Mein Bein ist taub durch das frostig kalte Wasser . Die Sekunde hat gereicht selbst in die festgeschnürten Bergschuhe ist das kalte Nass gelaufen.
Ich bedeute Ihm , dass es weiter gehen kann.
Er nickt.
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Hinten in der Gruppe höre ich das schadenfrohe Lachen eines Teilnehmers ,der sich über meinen Vaux Pax sichtlich amüsiert .Keine zwei Minuten später steckt auch er ,vor sich hin fluchend ,in der selben Gletscherspalte .Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.
Wir befinden uns nun oben direkt auf dem Gletscherrücken .Eine Rast ist eine gute Idee .Die Sonne brennt förmlich .Man kann fast beobachten wie sich die Haut hier unter dem Einfluss der starken UV-Strahlung, schmerzhaft rötet.
Und selber haben wir keine Sonnencreme aufgetragen…Was für eine stümperhafte Vorbereitung!
Der Vorteil an der kräftigen Sonneneinstrahlung ist:
Meine dünne Stoffhose ist innerhalb weniger Minuten trocken! Nur die Socken sind noch etwas klamm.
Uns wird nun klar weshalb man auf einem Gletscher keine Jeans tragen sollte .Der dickere Jeansstoff braucht wesentlich länger um zu trocknen und der Körper kann somit schneller auskühlen.
Hier oben ist sicheres Terrain .Lässt uns der Guide wissen.
Er zeigt uns in welchem Umkreis wir uns aufhalten sollen .So erlauben wir uns nun einen kleinen Rundblick.
Schwer vorstellbar das sich der Gletscher bewegt .Er bewegt sich zwar nicht so rasend schnell wie der Kutiah Gletscher in Pakistan der bei einer Messung in den fünfziger Jahren eine atemberaubende Geschwindigkeit von 112 Metern pro Tag (Sic!)den Rekord hält.Mit einer Fließgeschwindigkeit von ca. 80 Metern im Jahr legt der Franz Josef Glacier bis zu 0,5 Meter am Tag zurück, nach Jahren des Rückzugs wächst er wieder und das mit einer für einen Gletscher respektablen Geschwindigkeit.
Talwärts erstreckt sich die Moräne .Oben über dem Eisfall kreisen Helikopter .Neben der von uns gebuchten Halbtagestour werden außerdem noch Glacierwalk ,Iceclimbing ,Full Day Glacier Adventure und Heli-Hike’s angeboten.
Je nach gewählter Tour staffelt sich die Icetime-die tatsächliche Zeit im Eis- und dem Schwierigkeitsgrad .Die Preise belaufen sich von anfänglichen NZD 105 (Half Day)bis zu beachtlichen 390 NZD für den Heli Hike .Vorteil des Heli Hike ist wie schon der Name verrät ein Helikopterflug der Interessenten in weit höher gelegene Regionen des Franz Josef Gletschers bringt und dort auch landet.
Trip Guide:
ca.8 Stunden(Icetime 6 Stunden) Schwierigkeitsgrad :Schwer
Heli Hike:Dauer ca.3 Stunden(Icetime 2 Stunden) Schwierigkeitsgrad :Moderat.
Glacierwalk: Dauer ca.3 Stunden( Icetime 0 Stunden!) Schwierigkeitsgrad :Leicht
Half Day Glacier Adventure : Dauer ca.4,5 Stunde ( Icetime 2 Stunden) Schwierigkeitsgrad: Moderat
Full Day Glacier Adventure : Dauer ca.8Stunden( Icetime 6 Stunden) Schwierigkeitsgrad :Schwer
Ice Climbing: Dauer ca.8Stunden (Icetime 6Stunden ) Schwierigkeitsgrad :Schwer
Von unserem jetzigen Standpunkt aus sehen wir, dass Teleobjektiv als Fernglas nutzend weiter oben, unterhalb des Eisfall‘ s die zurückehrende Seilschaft der Full Day Glacier Gruppe .Winzig klein ,wie Ameisen ,bewegen sich die Menschen vor der gigantischen Kulisse des Gletschers .Erst hier wird uns bewusst mit welch imposanten Dimensionen der Franz Josef Glacier aufwartet.

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Ein paar Wolken schieben sich vor die Sonne .Die Temperatur auf dem Gletscher sinkt schlagartig .Nun schnell die Jacken übergezogen.
Wir machen uns auf den Rückmarsch.
Unser Guide führt uns wieder hinab .Wir nehmen eine andere Route als Hinauf.
Unten zu Füssen des Eistor‘s sicher angekommen begrüßt uns ein hier lebender Bergpapagei lautstark. Aufgeregt flattert er wild umher und kommentiert das abschnallen unserer Steigeisen mit dem für Keas charakteristischem Pfeifen .

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Mit gesteigertem Interesse und gesträubtem Federkleid beobachtet er neugierig wie wir uns an einer mitgebrachten Tafel Schokolade gütlich tun…
Am späten Nachmittag geben wir in Fran Josef zurück gekehrt unsere Ausrüstung zurück und tauschen sie gegen unsere Jacken ein.
Vor uns liegt , nur noch ungefähr 30 Kilometer bis nach Fox.
In Fox Township angekommen nehmen wir die Cook Flat Road und folgen der Straße bis wir Links in den Williamsdrive einbiegen .Hier befindet sich das Anwesen von Karen Simpson .Bei Ihr haben wir für die Nacht vorgebucht.
Am 05.November schickte uns Karen Simpson die Bestätigung per Email .Schon rund zwei Wochen bevor wir hier anreisen ist dieses freundliche und saubere Bed and Breakfast bis auf ein Häuschen welches wir nun für eine Nacht unser Eigen nennen können ausgebucht.
Karen empfängt uns herzlich.
Das Auto sollen wir vor unserem Häuschen parken, wenn wir dann mit dem ausräumen der Taschen fertig sind würde sie uns gern ein paar Tip‘s für Fox und Umgebung geben .Einfach nachher ins Hauptgebäude kommen, wo sich auch der Frühstücksraum befindet. Sagt Sie.
„ Fox Glacier Mountain View “ heißt Karens kleines Reich .Und der Name Mountainview ist hier Programm .Direkt von der Terrasse unseres zartgelben Bungalows haben wir eine grandiose Sicht auf, die vor uns aufragenden, schneebedeckten Gipfel des Mount Tasman und des mit 3754 Metern höchsten Berges des Pazifiks dem Mount Cook.

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Der lichtdurchflutete Bungalow trumpft mit Doppelbett und einer Küchenzeile für Selbstversorger auf .Rechts vor dem Häuschen parkt in der Scheune ein Helikopter .Darauf angesprochen ob der Heli Ihr gehört ,verrät Karen uns einige Minuten später bei Ihr im Wohnzimmer ,dass es sich lediglich um den Hubschrauber eines Nachbarn handelt der Ihn hier , bei Ihr eingemietet hat .
Wir bestellen bei Karen das Frühstück für den folgenden Tag .Einmal Kontinental und einmal Scrambled Egg für 08.30 Uhr.
Wollt Ihr Fotos vom Lake Matheson machen? fragt Sie uns und zeigt uns eine wunderschöne Postkarte .Das Motiv zeigt den Lake Matheson und in seinen Gewässern spiegeln sich eindrucksvoll die Southern Alps.
Um so ein Foto schießen zu können müsst Ihr aber sehr früh aufstehen so gegen 5.00 Uhr dann ist das Wasser des Sees noch ruhig und die Berge spiegeln sich einfach besser .Lässt Karen uns wissen.
So früh aufstehen? Wir lehnen Dankend ab.
Wollt Ihr Glühwürmchen sehen? Vor dem „The Plateau Cafe & Bar“ beginnt gegen 21.00 Uhr eine kleine Nachtwanderung auf der man diese kleinen Tierchen erleben kann? Wendet Sie sich erneut an uns.
Nein, vielen Dank für die Informationen, aber wir wollen Morgen bis nach Queenstown fahren und gehen Heute frühzeitig zu Bett. Bevor wir aber in Richtung Süden fahren wollen wir Morgen uns noch den Fox Gletscher anschauen.
Habt Ihr eine Tour auf den Gletscher Gebucht?
Nein, wir wollen Ihn uns nur aus der Nähe anschauen. Auf einem Gletscher waren wir heute schon.
Karen erklärt uns an Hand einer Karte das zwei Wege zum Fox Glacier führen .Einmal die Glacier Access Road und die Glacier View Road.
Karen schaut stirnrunzelnd aus dem Fenster .An den Bergen haben sich ein paar dünne Schleierwolken gebildet.
Morgen gibt es Regen .Vielleicht nehmt Ihr doch besser die Glacier Access Road und dann ein kleiner Marsch bis zum Fuße des Gletschers .Vom Aussichtspunkt am Ende der Glacier View Road ist die Sicht bei Regen nicht so prickelnd! Weiß Karen
Wir danken Ihr und fragen Sie nach einem empfehlenswerten Restaurant wo wir zu Abend essen können .Sie empfiehlt uns das urige „Cook Saddle Cafe and Sallon“ direkt am Eingang des kleinen Städtchens.
der 19.November 2009
Dicke schwere Wolken hängen fast in den Baumwipfeln der kleinen Farm ,so scheint es uns .Von der atemberaubenden ,gestrigen Sicht auf die Southern Alps sind nur die Erinnerungen geblieben und ein paar Fotos auf unseren Speicherkarten .
Es regnet Karen hatte also recht mit Ihrer Wetterprognose.
Vor dem Bungalow grast eine Kuh und lässt sich vom schlechten Wetter nicht beeindrucken.
Wir begeben uns in den Frühstücksraum .Die anderen Gäste drei Polen und ein englisches Ehepaar sitzen bereits zu Tisch. Karen stellt uns den anderen als Deutsche vor.
Sie bringt uns das reichhaltige Frühstück und füllt den anderen Gästen den Kaffee bzw. den Tee nach.
Der englische Herr fragt aus welcher Gegend in Deutschland wir denn kommen.
Aus der Mitte von Deutschland .Entgegnen wir .Und aus welcher Region in England kommen Sie?
Wales .Sagt er und zeigt uns sogleich Fotos seines Heims .Dann präsentiert uns der englische Gentleman ein erst Heut in der Früh gemachtes sehr schönes Foto vom Lake Matheson .Anerkennend nicken wir.
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Karen und dem englischem Paar .Die drei Polen sind schon vor uns aufgebrochen da sie noch einen langen Trip in Richtung Norden vor sich hätten.
Unser heutiges Tagesziel ist Queenstown etwa 330 Kilometer in südliche Richtung .Vorher befolgen wir noch allerdings Karens Rat und fahren auf der Glacier Access Road zum
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FOX GLACIER.
Vom Parkplatz in der die Straße mündet ist es noch ein etwa zwanzig minütiger Fußmarsch um zum Gletscher zu kommen.
Wir Streifen uns die Jacken über und ziehen uns die Kapuzen über.
Wir folgen dem U-förmig geschnittenen Tal .Zahlreiche Senken haben sich mit blauem Gletscherwasser gefüllt und bilden nun kleine Seen .Links und rechts stürzen kleinere Wasserfälle in das vom Gletscher geformte Trogtal. An der Absperrung angekommen begrüßen uns gelbe Schilder, die vor Eisbruch und anderen Gefahren die vom Gletscher ausgehen können, warnen.
Auch hier sind die markanten Abschürfungen an den umliegenden Felswänden zu sehen, die der Gletscher im Lauf der Jahrtausende hinterlassen hat.

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Der Fox stellt sich uns ganz anders als der Franz Josef Gletscher vor .Regnerisch und Nebelverhangen präsentiert er einen gänzlich anderen Charakter .Beinahe schon mythisch recken sich die schroffen ,schmutzig weißen Eisspitzen in den grauen düsteren Novemberhimmel .

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MORDOR geht es uns beiden durch den Kopf .Aber nein die Mordor-Szenen aus Peter Jacksons “Herr der Ringe“ wurden nicht hier ,sondern im Tongariro National Park auf der Nordinsel abgedreht .
Wir gehen bis zur Absperrung und machen ein paar Aufnahmen.
Vom Gletscher kommt gerade eine Seilschaft der Fox Glacier Guides von einer Tour zurück .Auch auf dem Fox Gletscher Besteht die Möglichkeit verschiedener geführter Touren und auch Heli Hikes werden auf der Website der Fox Glacier Guides angeboten .Die Preise sind hier ein kleines bisschen günstiger als die Ausflüge am Franz Josef Glacier.
Infos und Buchung unter:
www.foxglacierguides.co.nz
Vor uns liegt heute noch eine verdammt lange Strecke .Wir starten den Motor des Toyota und fahren los.
FORTSETZUNGEN FOLGEN !
