
Reisedatum: 2004
Veranstalter: selbst organisiert
Tango, Gauchos und leckere Rindersteaks – das war alles, was ich bis dato mit Argentinien verband. Mehr wusste ich nicht von dem Land. Eine magische Kraft zog mich jedoch an und so machte ich mich ganz unbedarft, ohne ein Wort spanisch zu sprechen, auf den Weg nach Südamerika. Im Gepäck: grenzenloses Fernweh, eine leidenschaftliche Faszination für den mir unbekannten Kontinent und jede Menge Abenteuerlust! Ich musste mehr darüber erfahren – über das Land, die Menschen, die Natur, das Essen, die Art zu leben- einfach alles…
(Auszüge aus meinem Reisetagebuch)
…Die Reise meines Lebens beginnt! ...
…Ich kann leider noch kein spanisch, doch die Sprache ist auch nicht das Wichtigste, um eine andere Kultur kennen zu lernen. Es ist die Energie der Menschen, die Schönheit der Natur, der Lebensstil und das Beobachten, dass uns näher bringt. Mann kann auch ohne viele Worte ein Land kennen und lieben lernen…
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…Argentinien, ein Land das viel zu groß ist, um es wirklich mit all seinen Facetten und Geschichten kennen zu lernen. Man bedenke, dass Argentinien eine Gesamtfläche von mehr als 2,7 Millionen km² aufweist. Auf der Landkarte erscheinen mir die Distanzen zwischen den einzelnen Orten immer viel kürzer als sie in Wirklichkeit sind. Ich bin daher der Meinung, dass die einzige Möglichkeit, ein Gefühl für die hier vorherrschenden Dimensionen zu entwickeln, die Erkundung des Landes per Bus ist. Die einzelnen Provinzen und Gegenden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Die meisten Städte sind in ein gut funktionierendes Bussystem integriert und die Busse keinesfalls alte Weggefährten, sondern sogar ziemlich modern. Es gibt zahlreiche empresas (Firmen), die unterschiedlich teuer sind, was sich auf den Reisekomfort auswirkt. Für eine Busfahrt von Buenos Aires nach Córdoba, die im Schnitt elf Stunden dauert und meist über Nacht geht, zahlt man durchschnittlich vierzig Peso (das sind etwa zwölf Euro). Ich versuche soviel wie möglich mit dem Bus zu reisen. Erstens aus Kostengründen, aber auch weil ich so die Landschaft hautnah und individuell erlebe und unterwegs jede Menge nette Bekanntschaften mit Einheimischen mache…
… Ankunft in Córdoba. Direkt im Zentrum Argentiniens liegt mein neues Zuhause für die nächsten drei Monate. Die zweitgrößte Stadt Argentiniens mit ihren 3,1 Millionen Einwohnern ist ein Ort voller Herzlichkeit. Eine der ältesten Städte des Landes mit vielen Studenten, Kultur, Pubs, Parks, Kirchen und unbeschreiblich gastfreundlichen Menschen. Ein idealer Ausgangpunkt für Reisen – nicht nur in die ursprüngliche Vegetation der Umgebung, sondern auch quer durch das Land. Córdoba – corazon de mi pais (Herzstück meines Landes)…

…Wochenendausflug nach Mina Clavero. Die Landschaft aus dem fahrenden Bus zu betrachten ist phantastisch. Wir kommen aus dem Staunen und Fotografieren gar nicht mehr raus. Erst sind die Ebenen saftig grün, dann wieder hellbraun und irgendwann sehen wir nur noch gigantisch hohe Felswände. Die Vegetation ändert sich ständig und zeigt schon in kurzen Streckenabschnitten eine immense Vielfalt. Unter strahlend blauem Himmel machen wir im Freien ein „Asado“ (Grillmahlzeit) und essen leckeres, argentinisches Rindersteak. Dann geht es auf dem Rücken der Pferde zu einem Ausritt in die Berge. Ich kann nicht reiten, doch das Pferd scheint das nicht zu wissen und galoppiert in hohem Tempo auf Schottersteinen mit mir durch die Landschaft. Ein wenig Angst macht mir das schon! Doch die Natur lenkt mich zum Glück ab: Bergketten, Wasserquellen, kleine schnuckelige Häuschen. Wie im Bilderbuch!...
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…Fahrt nach Alta Gracia – ein winziges verlassenes Städtchen, wo die Uhren langsamer zu ticken scheinen. Bekannt ist Alta Gracia vor allem wegen der Estancia der Jesuiten, die seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Wir besuchen das Che-Guevara-Museum, das einstige Wohnhaus des bekannten Revolutionärs. Er sagte einmal: „Nichts ist unmöglich wenn man nur will!“ Dieses Zitat nehme ich mit auf die Weiterreise. Im Kino läuft gerade der Film „Diarios de motocicleta“ (Die Reise des jungen Che) an. Meine wenigen Spanischkenntnisse lassen mich nur wenig verstehen. Zum Genießen der wunderschönen Landschaftsaufnahmen und attraktiven Schauspieler auf Großleinwand bedarf es jedoch keiner vielen Worte J …
..Rundreise durch Argentinien/Chile. Zu dritt brechen wir zu unserer Abenteuerreise auf. Alles mit dem Bus, noch nichts gebucht, aber einen groben Plan wo es überall hingehen soll: Córdoba, Mendoza, Überquerung der Anden, Santiago de Chile, Valparaiso, Vina del Mar, Purmamarca, Pucara, Tilcara, Humahuaca, Jujuy, Salta zurück nach Córdoba. Von dort nach Misiones zu den Iguazú-Wasserfällen und natürlich Buenos Aires. Die Herausforderung: alles innerhalb von zehn Tagen. Im Reisebüro haben sie uns für verrückt erklärt. „Das schafft ihr niemals alles in so kurzer Zeit“. Das wollen wir doch mal sehen! Wir planen unsere Reise jetzt selbst. Bin gespannt, freu mich auf die kommenden Abenteuer! Irgendwie – irgendwo - irgendwann. Alles spontan, haben nichts reserviert...
… Mendoza: überall Alleen, riesige Bäume, Wassergräben, streunende Hunde, Löcher im Boden, ausgezeichneter Wein und die Berge am Horizont. Dem Himmel so nah…
..Auf nach Chile! Wir kommen nach etwa acht Stunden Fahrt über den Paso de San Francisco bis an die Landesgrenze und fahren weiter nach Santiago de Chile. Die Fahrt über die Anden ist gigantisch. Man verspürt die Kraft der Natur und kann sich an der Aussicht gar nicht satt sehen. Die Schatten der Berge, die schneebedeckten Vulkane, weite karge Bergwände und Felsbrocken, bizarr geformte Schluchten, Canyons, einsame Brücken, kleine Siedlungen, Pferde, Bächlein – ein grandioses Naturerlebnis!...
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…Santiago de Chile. Bei strömendem Regen kommen wir nachts in der Hauptstadt Chiles an. Eine Unterkunft ist weit und breit nicht in Sicht. Alle Läden sind geschlossen. Lediglich aus einer kleinen Apotheke schimmert noch Licht. Also fragen wir dort nach einem nahegelegenen Hotel. Die Kunden tummeln sich in dem winzigen Raum, doch der Apotheker hört uns geduldig an und verschwindet plötzlich wortlos für eine gefühlte Ewigkeit im Nebenraum. Wir wollen schon wieder gehen, als er unerwartet mit einem Telefonbuch und einigen Notizen zurückkommt. „Ich habe zehn Hotels in der Nähe angerufen und nach verfügbaren Zimmern gefragt. Hier sind die Preise.“ Wir können es kaum glauben. Nachdem wir uns entschieden haben, bringt er uns unter dem Schutz seines Regenschirms sogar persönlich zu unserem Hotel. Die Kunden, die noch im Laden stehen müssen warten. Wir sind sprachlos und beschämt zugleich. Gibt es so eine Gastfreundlichkeit gegenüber Ausländern auch in unserem Land? Überaus dankbar verabschieden wir uns und fallen in die weichen Hotelbetten. Am nächsten Tag bringen wir ihm ein kleines Dankeschön vorbei. Unterwegs treffen wir ein älteres Paar aus Amerika, das auch bei uns im Hotel wohnt. Im Gespräch erfahren wir, dass sie in Valparaiso Verwandte haben und aufgrund der gleichen Reiseroute beschließen wir, die Fahrt gemeinsam anzutreten.
Zu unserer Überraschung zeigen sie uns nicht nur den Weg dorthin, sondern laden uns auch noch für die Übernachtung zu ihrer nichtsahnenden Familie ein. Uns ist es unangenehm, denn die Wohnung der Familie, die aus einer netten chilenischen Mama und zwei erwachsenen Söhnen besteht, ist spärlich und viel zu klein für so viele Gäste. Doch sie bestehen darauf und so teilen wir uns zum Schlafen ein winziges Sofa und einen Liegestuhl. Wir trinken Wein, lauschen den Klängen der Gitarre und erzählen uns bis in die Nacht Geschichten. Unser Spanisch wird mit jedem Tag besser. Eingehüllt in Winterjacken der Familie, verbringen wir die Nacht im Wohnzimmer, während sie sich das Schlafzimmer teilen. Wir werden köstlich bekocht, erhalten eine individuelle Stadtführung, lachen viel und verbringen so einen unvergesslichen Aufenthalt im idyllischen Valparaiso. „Warum habt ihr das gemacht?“ fragen wir unsere Gastgeber zum Abschluss. „Ihr kanntet uns doch gar nicht!“ „Das stimmt, aber wir hatten von Anfang an ein gutes Gefühl bei Euch. Und wir glauben daran, dass ihr diese Gastfreundschaft hinaus in die Welt tragt und die Gastfreundschaft ebenso weiter gebt, wenn Euch einmal so etwas widerfährt.“
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Tiefst beeindruckt von der Lebenseinstellung dieser Menschen, die uns auf dem Kontinent übrigens immer wieder begegnete und hier durchaus keine Seltenheit ist, erkunden wir das chilenische Valparaiso. Ein kleines verträumtes Hafenstädtchen mit bunten Häuschen, über fünfundvierzig Hügel und strahlendem Sonnenschein. Der Pazifik liegt nur wenige Häuserblocks entfernt. Mit einer sehr historischen Seilbahn holpern wir den Hügel empor. Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die zahlreichen Gassen, die viktorianische Wellblecharchitektur, die Bucht und den Hafen. Auch Pablo Neruda´s ehemaliges Wohnhaus (heute Museum) ist auf dem Berg gelegen. Eine wundervolle Aussicht auf das endlose Meer. Überragend! ...
…Reise Richtung Purmamarca, in den indianisch geprägten Nordwesten Argentiniens. Der Bus hält in der Einöde. Wir haben noch mindestens drei Kilometer Fußmarsch vor uns. Inmitten von gewaltigen Bergketten, einer verlassenen Straße und glühender Sommerhitze. Es ist kein einziges Auto zu sehen und auch sonst weit und breit kein Mensch. Nur wir drei und die Natur. Wir wandern vorbei an riesigen Kakteen und bunten Felsen. Ein winziges Bächlein fließt friedvoll durch die Landschaft. Ein kleiner Indianerjunge kommt uns entgegen. Seine Nase läuft, seine Haare hängen ihm ins Gesicht und er trägt bunt leuchtende Farben. Auf dem Arm hält er ein Schaf.
Wir sind im Innersten von Argentinien angekommen. Bei den Einheimischen. Dem wahren ursprünglichen Argentinien. Inmitten der imposanten Gegend treffen wir auf eine kleine Hütte, wo eine Greisin wohnt. Mit überragender Herzlichkeit werden wir begrüßt. Vom Alter gezeichnet kann sie kaum sprechen, doch das Strahlen in ihren Augen, verrät uns, dass wir willkommen sind. Ich kaufe ihr für ein paar Cent eine selbstgeschnitzte hölzerne Hirtenflöte ab. Eine Träne kullert vor Freude über ihre Wangen. Nur selten verirrt sich wohl ein Tourist in diese abgelegene Gegend. Wir sind überglücklich und ergriffen. Die Sonne strahlt die Berge an, der Anblick ist traumhaft…
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…Fahrt zu den Salinas Grandes, den großartigen Salzwüsten. Ein Einheimischer hat sich bereit erklärt uns in seinem Auto auf dem langen Weg zu begleiten. Die unbeschreibliche Pracht der an uns vorbeiziehenden Landschaft lässt sich nicht in Worte fassen. Wir machen ständig Fotostopps, um die landschaftliche Vielfalt und Schönheit in Bildern festzuhalten. Die unterschiedlichen Felsformationen sind einfach nur gigantisch. Der höchste Berg ist 6000 Meter, der auf dem wir fahren 4000 Meter hoch. Die Straße entstand im Jahr 1973, doch wir haben Glück – vor drei Monaten wurde sie asphaltiert. Unterwegs begegnen wir zahlreichen Tieren, die teilweise unter Naturschutz stehen. Wir sehen Lamas, Guanakos, Alpakas und Vikumjas. Wir nehmen einen alten Mann ein kurzes Stück auf unserer Fahrt mit. Er lebt hier in der Einöde fern ab von allem in einem winzigen Haus aus Stein ohne Strom. Für uns ist solch ein Leben unvorstellbar. Bei den Salinen angekommen sind wir alle erst einmal ganz still – beeindruckend diese riesige weiße Fläche mit den Salzrändern. Man kann die Eindrücke kaum verarbeiten. Wir lassen die Gewalt der Naturschönheit auf uns wirken. Das ist sie also, die Salzwüste Puna Jujena, von der wir schon soviel gehört hatten. Ein gewaltiges Naturspektakel. In der glühenden Hitze ist es schwer vorstellbar, dass die Nächte hier eiskalt und stürmisch sind. Ein wahres Paradies für Naturliebhaber wie wir. Ein magischer Ort. Rundherum eine friedvolle Stille. Man riecht förmlich die Freiheit. Ein Platz für Träumer. Der Boden glitzert in einem grellen Weiß. Endlose Weiten soweit das Auge reicht. Lediglich kleine Salzseen und Tische aus Salz und wenige Einheimische, die sich mit schwarzen Masken vor der grellen Sonne schützen. Diese Landschaft übertrifft wirklich alles! Bei der Rückfahrt sehen wir Schafsherden, Kühe und die vielfarbig schimmernden Berge, die im Untergang der Sonne ganz besonders schön glänzen. Die Berge sind alle sehr farbenfroh, daher sind wir uns nicht sicher welches der bekannte „Berg der sieben Farben“ ist. Ein sehr erlebnisreicher, wunderschöner Tag neigt sich dem Ende entgegen….
…Machen uns auf nach Pucara. Ein kleines Indianerdorf, das einen Kilometer von Tilcara entfernt liegt. Fühle mich wie das dicke „Michelin-Männchen“ aus der Werbung. So voll gepackt ist mein dicker Wanderrucksack J. Ein Hahn kräht, die Luft riecht ländlich, aus den Häusern klingt lateinamerikanische Musik und ich fühle mich richtig wohl. Der Ausblick von einer verlassenen Brücke auf die Berge und ein Kakteenfeld sind gigantisch und werden von uns sofort als weiteres Fotomotiv genutzt. Bizarre geografische Gestalten erwarten uns hier. Schließlich treffen wir auf ein altes indianisches Wehrdorf. Wir wandern umher und stellen fest, dass die Kakteen immer größer werden – Wahnsinn! Am Gipfel angekommen genießen wir die Aussicht auf das unglaubliche Panorama, das meilenweit reicht. Man fühlt sich richtig frei – genieße den Ausblick sehr. Die Sonne brennt und wir fahren mit dem Bus weiter nach Humahuaca….
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…Die Luft im Bus nach Jujuy ist stickig, wir sind die einzigen Touristen und werden von allen Seiten angestarrt. Es ist heiß, eng und wir haben für die dreistündige Fahrt leider keinen Sitzplatz mehr bekommen. Doch wir nehmen es mit Humor und stellen uns vor, wie es wohl wäre, wenn wir jetzt das Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ spielen würden - nur um gedanklich einen Sitzplatz zu ergattern. Auf einmal riecht es komisch und wir bleiben stehen. Ein Schaden am Bus. So kommen wir in den Genuss mitzuerleben, wie man hier eine Alltagskatastrophe inmitten einem Handyfunkloch und in tiefster Einöde löst. Zu unserer Überraschung kann die Fahrt schon nach dreißig Minuten fortgesetzt werden und wir haben jetzt sogar einen Sitzplatz. Zwar nur einen Platz zu dritt, aber wir wollen uns nicht beklagen. Immerhin!...
…Unsere Reise führt weiter in das zivilisierte Städtchen Salta. Die schöne Stadt ist berühmt für ihre alte spanische Kolonialarchitektur in der Altstadt, aber auch für den weltberühmten Tren a las Nubes (Zug in die Wolken), der auf 4200 Meter über dem Meeresspiegel von hier über die Anden fährt…
… Zwischen Brasilien und der argentinischen Provinz Misiones stürzen fast dreihundert tosende Wasserfälle aus über achtzig Metern in die Tiefe. Ein absoluter Höhepunkt einer jeden Südamerikareise. Die gigantischen Iguazú-Wasserfälle liegen in zwei Nationalparks, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Sie sind breiter als die Victoria-Fälle, höher als die Niagara-Fälle und schöner als beide zusammen. Auf argentinischer Seite fahren wir mit kleinen Booten ganz nah an die tobenden Wassermassen heran. Wir sehen aus wie kleine Schlümpfe in unseren blauen Regenmänteln. Was für ein Spass! Da die meisten Wasserfälle in Argentinien liegen, hatten wir den schöneren Panoramablick jedoch von der brasilianischen Seite. Von hier genießen wir einen imposanten Gesamtblick auf die 800 Meter breite Wasser-Front. Auch die Flora und Fauna ist hier überwältigend. Mehr als 200 Vogelarten, knapp 300 Schmetterlingsarten, Fische, Amphibien, Schlangen, Eidechsen und sogar einige Raubtiere soll es geben. Vor unserer Rückreise verewigen wir uns auf einem Foto am Dreiländereck (Argentinien, Brasilien, Paraguay) und erhaschen einen Blick auf das kolossale Wasserwerk Itaipu mit seinem riesigen Stausee….
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…. Vor dem Rückflug, Stopp in der Hauptstadt Buenos Aires, der pulsierenden Stadt des Tangos. Sie sprüht geradezu vor Leidenschaft und Lebensfreude. In einer Hotelbar hoch über den Wolken trinken wir einen Maté-Tee (Nationalgetränk) und kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Unter uns liegt die breiteste Straße der Welt, die Avenida 9 de Julio mit dem monströsen Obelisk, in der Mitte des Prachtboulevards. Sie ist 140 m breit und besteht aus 20 Fahrtstreifen. Weitere Höhepunkte der Hauptstadt sind ein Besuch im Teatro Colón, der Stadtteil San Telmo mit seinen Tango-Shows, der kunterbunte Stadtteil La Boca sowie der Friedhof von Recoleta mit beeindruckenden Grabstätten wie der von Evita Perón. „Eine Stadt, die Besucher oft tanzen lässt – vor Begeisterung!“ (GEO). Auch uns zieht sie in ihren Bann, die Stadt die niemals still steht…
…Ankunft am Flughafen in Frankfurt. Freue mich riesig auf meine Familie. Endlich sehe ich alle wieder! Erst jetzt merke ich, wie sehr ich sie die letzte Zeit vermisst habe. Wie ich es mir gewünscht habe scheint auch in Deutschland die Sonne. Daheim werde ich ganz herzlich mit einem riesigen Willkommensschild begrüßt. „Sweet home Karlsruhe“ hat mich wieder! Bin froh wieder hier zu sein, doch trage ich ab sofort im Herzen eine Sehnsucht mit mir.
Don´t cry for me Argentina! The truth is I never left you. All through my wild days, my mad existence. I kept my promise, don´t keep your distance.