Brasilien & Amazonien erleben

Brasilien – ein riesiges Land voll Naturreichtümer, ein überwältigendes Universum an Farben, Düften und Klängen.

Brasilien besitzt mit einer Fläche von 8,5 Mill. Km2 fast kontinentale Ausmaße und ist somit der Riese unter den Ländern Lateinamerikas. Es ist das fünft größte Land der Erde. 92x größer als das einstige Mutterland Portugal und 24x größer als Deutschland. Umgeben von allen südamerikanischen Ländern mit Ausnahme von Chile und Ecuador erstreckt sich das Land rund 4300km jeweils von Ost nach West und Norden nach Süden. Eine Entfernung, welche der Strecke Lissabon – Moskau entspricht.

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Es ist die Sehnsucht vieler, einmal den Amazonas, das Tierparadies Pantanal oder die atemberaubenden Iguacu Wasserfälle zu sehen und somit beginnt diese Reise 14tägige Tour in der grünen Lunge der Erde.  Dem Amazonasbecken.

Das größte und wasserreichste Flusssystem der Welt. Ein tropischer Urwald, der bis zu 1000 Jahre alte Baumriesen und noch unentdeckte Indianerstämme verborgen hält.

Mitten im Amazonastiefland befindet sich die Millionen Metropole Manaus, welche auch heute noch nur auf dem Wasser- oder Luftweg vom Rest des Landes aus zu erreichen ist. Manaus ist heute eine moderne Stadt mit 1,4 Mill. Einwohnern am Ufer des Rio Negro.

Manaus´s Flusshafen mit seinen im Wasser vertäuten Docks und unzähligen Fracht- und Passagierschiffen, Gaiolas und Einbäumen ist sowohl eines der interessantesten und lebhaftesten Gegenden der Stadt. Er ist ein schwimmender Verschiebebahnhof und das Lebensorgan für viele Einwohner. Hier wird alles umgeschlagen, was die Urwaldbewohner und Menschen von Manaus zum Leben und Überleben brauchen.


 

In unmittelbarer Nähe befindet sich der Mercado Municipal, eine unter Denkmalschutz stehende Markthallenkonstruktion aus dem Jahre 1882. Sie sind den Pariser „Les Halle“ nachempfunden und das Eisengerüst wurde damals bei Gustav Eiffel in Paris hergestellt. Der Markt selbst ist jedoch mindestens genauso sehenswert. Alles was der Regenwald und seine Flüsse hergeben, kann man hier finden. Besonders interessant sind hierbei die Prachtexemplare aus dem Rio Negro, dem Schwarzwasserfluss.

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Während des Kautschukbooms nach der Erfindung luftgefüllter Reifen im 19. Jh. War Manaus größter Lieferant des weltweit begehrten Gummi-Rohstoffs. Das Geld floss in Strömen. Manaus wurde eine der wichtigsten und wohlhabendsten Städte der Welt und die Kautschukbarone ließen in ihrem Übermut sogar eine Kopie der berühmten Pariser Oper im Jahre 1896 bauen. Eine Mischung aus Barock, Renaissance, Neoklassik und Jugendstil reich bestückt mit italienischem Marmor, franz. Dekor und schottischer Kuppelverzierung. Es ist das bedeutendste Zeugnis aus der Blütezeit.

Plätze mit dem Muster der beiden Schwarz und Weißwasserflüsse sowie elektrische Straßenbahnen und vieles mehr gehörten ebenfalls zu den neuesten Errungenschaften.

Wenig später war es jedoch vorbei mit dem Reichtum, als rausgeschmuggelte Kautschuksamen auf britischen Plantagen Südostasiens das Weltmonopol brachen und das „Paris der Tropen“ in einen Dornröschenschlaf verfiel.

Erst 1967 setzte die wirtschaftliche Erholung durch Manaus`s Ernennung zur Freihandelszone wieder ein. Seitdem wächst die ehemalige Kautschuk-Metropole zur modernen Millionenstadt und ist ein internationales Touristenziel.

Knapp eine Stunde mit dem Boot den Rio Negro flussaufwärts befindet sich an einem  ruhigen Seitenarm die erste Unterkunft dieser Tour, mitten im urwüchsigen Regenwald des Amazonas und bereits die Hinfahrt ist ein unvergessliches Erlebnis.

Die Amazon Eco Park Lodge ist mit allen Annehmlichkeiten, einem guten Restaurant, einer Bar mit Blick auf das Wasser und einem Naturpool ausgestattet.

Die im indianischen Stil erbauten Bungalows verteilen sich großzügig im gesamten Lodge Gelände und liegen mitten im Dschungel.

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Von hier aus geht es auf täglichen Exkursionen mit einheimischen Naturführern und deutsch/englisch-sprachigen Reiseleitern mitten hinein in den Amazonas Regenwald. Dabei erfährt man alles Wissenswerte über das Ökosystem Regenwald und die Geheimnisse der Flora und Fauna.

Die Flora Brasiliens weist von allen Gebieten der Erde den buntesten Artenreichtum der Pflanzenwelt auf. Das Amazonasgebiet mit 40% der Fläche Brasiliens ist dabei die größte genetische Bank der Welt. Allein 1000 Farn- und Orchideenarten sowie 2500 Baumarten wie hier der Namensgeber dieses Landes – einem Pao Brasil -  sind hier zu finden.

Mit Hilfe von einheimischen indianischen Führern bekommt man einen kleinen Einblick in das Leben und Überleben indianischer Stämme mitten im dichten Regenwald. Das geschickte Fallenbauen oder die Nutzung verschiedenster Ameisensorten zum Überdecken des menschlichen Duftes sind dabei nur ein Bruchteil der Nutzungsmöglichkeiten des Regenwaldes für die Ureinwohner.

Für die natürliche Bedachung Hütten und Häuser benutzen die Ureinwohner seit Generationen sehr junge Palmenblätter einer bestimmten Art, welche erst durch Auffächern ihre Blätterpracht entfaltet und somit geflochten für lange Zeit den Regen abhält.

Das Amazonasgebiet ist, was die Tierwelt betrifft, ebenso eine besonders reich gefüllte Schatzkammer. Allein 3000 Wirbeltier- und Süßwasserfischarten, sowie über 500 Säugetierarten wurden bisher gezählt. Nur verteilen sie sich auf enorme Flächen und sind zudem meist noch nachtaktiv, sodass man selten im dichten Dschungel ein Tier zu Gesicht bekommt.

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Jedoch hat der Amazon Eco Park eine Halbinsel geschaffen, (die Halbinsel war vorher schon da) ein Reservat auf einer Halbinsel geschaffen, auf der verschiedenste Affenarten aus Haushalten, die verbotener Weise auch heute noch privat gehalten werden, wieder langsam an den Dschungel gewöhnt und ausgewildert werden.

 Hier hat man ausreichend Gelegenheit, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten und sollte keine Scheu haben, auch selbst von einem neugierigen Affen näher begutachtet zu werden.

Da man im Regenwald nur sehr langsam zu Fuß ist, starten von der Lodge aus einige Exkursionen mit dem Boot. Allein die Fahrt auf einem dieser amazonastypischen alten Holzboote, den sogenannten Gaiolas, ist eine Tour wert.

Das ruhige Tickern Tuckern des Motors, die unendlich weiten und langsam am Schiff vorbeiziehenden Uferzonen, sowie unverwechselbare Düfte und die Lichtspiele auf der Wasseroberfläche bieten ein einzigartiges Amazonasflair und regen zum Träumen an.

Nur mit Holzbooten dieser Art gelangt man in weit abgelegene Uferzonen der unzählig flachen Seitenarme, wo man noch heute kleine Dörfer indianischer Urbevölkerung besuchen kann. Bereits am Ufer erwarten den Besucher die spielenden Kleinen des Dorfes.

Nach einem kleinen kurzen Fußmarsch durch das Dickicht erreicht man dann den Stamm der Indios. Viel Wissenswertes über deren Leben erfährt man von einheimischen Führern, die ihre Sprache verstehen und sie seit Jahren besuchen.

Von ehemals geschätzten 4-5 Millionen indianischer Urbevölkerung um 1500, sind es heute nur noch rund 350 000 Indios, verteilt auf etwas 200 verschiedene Gruppen mit mehr als 100 Sprachen.

Als Gast dieses Dorfes hat man anschließend die Ehre einem traditionellen Indianertanz beizuwohnen und deren selbst hergestellte alkoholische Getränke zu verkosten.

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Nach einem aufregenden Tag im Dschungel und der indianischen Urbevölkerung geht es voller Eindrücke über die Seitenarme des Schwarzwasserflusses zurück zur Lodge.     

Ein unvergleichliches Farbenspiel der untergehenden Sonne auf dem Rio Negro bildet dabei den perfekten Ausklang eines unvergesslichen erlebnisreichen Tages im Amazonasgebiet.

Nach Einbruch der Dunkelheit erreicht das Boot den Amazon Eco Park und gleitet fast lautlos über das spiegelglatte Wasser der Nacht. Abenteuerlustigen Reisenden bietet sich noch die einmalige Gelegenheit mit kleinen Holzbooten oder Kanus die endlosen Seitenarme des Amazonas im nächtlichen Mondlicht zu erkunden. Ausgestattet mit Taschenlampen, Schwimmwesten und Holzpaddel geht es auf die Suche nach den nachtaktiven Bewohnern Amazoniens.

Dabei lassen sich mit Vorsicht und Ruhe Kaimane, Frösche und manchmal sogar die grüne bis zu 10 9 m lange Anakonda entdecken.

Kaimane kann man in der Dunkelheit recht leicht entdecken. Denn ihre Augen strahlen im Scheinwerferlicht wie Sterne. Zahlreiche Arten wie hier der Brillenkaiman, die Glattstirn- oder Mohrenkaimane lauern in den Gewässern Brasiliens. Letztere erreichen sogar eine Körperlänge von bis zu 6 Metern.

Morgens erwartet den Besucher ein üppiges Frühstücksbüffet unter tropischem Palmendach. Sogar das Wappentier Brasiliens, der Ara, stattet den Besuchern zu dieser Tageszeit einen kleinen Besuch ab … jedoch ist er weniger an den  Menschen, als an den Köstlichkeiten auf den Tellern interessiert.

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In den europäischen Sommermonaten, der Trockenzeit des Amazonas, kann man jeden Tag den Rückgang des Wasserspiegels beobachten. Somit gelangt man einige Tage später nur noch über lange Holzbrücken zum Anlegesteg der Boote.

Von hier aus geht es nun in einer Ganztagestour zum Naturphänomen „Encontro das Águas“, dem Zusammentreffen von Rio Negro und Rio Solimöes. Der Rio Negro entspringt im nordwestlichen Amazonasbecken und führt Schwarzwasser, während der Rio Solimöes seine Quellen in den Anden hat und ein gelbbrauner Weißwasserfluss ist.  15 Kilometer südlich von Manaus vereinigen sich beide Flüsse und bilden den Amazonas.

Mitten auf dem mächtigen Strom erscheinen die Holzboote klein und zerbrechlich. Fährt man am linken Ufer sieht man oft das Rechte nicht mehr. Der Amazonas ist ein Süßwassermeer, rund ein Fünftel des gesamten Süßwassers der Erde fließt hier dem Ozean entgegen und drängt das Salzwasser des Atlantik 200 Kilometer zurück. Pro Sekunde entlässt er dort 175 Millionen Liter Wasser, genug um in einer halben Minute den Durst allen Erdenbewohner zu stillen.

An Manaus vorbei, kommt das lehmfarbige nährstoffreiche Wasser des Rio Solimöes in Sicht und bildet mit dem Schwarzwasser des Rio Negro eine kilometerlange Trennlinie. Bedingt durch unterschiedlicher Temperatur, Wasserdichte und Fließgeschwindigkeit fließen die Wasser beider Flüsse nach 8-10 Kilometer nebeneinander her, bevor sie sich langsam vermischen und einen neuen Namen erhalten: Rio Amazonas.

In den Uferzonen des jungen Amazonas und Rio Solimöes sind die Böden durch monatelange Überflutungen während der Regenzeit äußerst fruchtbar. Maniok, Kautschuk und reiche Fischgründe bilden auch heute noch die Grundlage für die dort lebenden Einwohner. Eine Demonstration der Kautschukverarbeitung ist bei kurzen Wanderungen ebenso faszinierend und lohnenswert, wie die von Juli-September blühenden riesigen Amazonas-Seerosen, deren schwimmende Blätter einen Durchmesser von bis zu 4 Metern erreichen können.

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Bei einem Abstecher in die flachen Seitenarme begegnet man häufig den Caboclos. Mischlinge aus Ureinwohnern und Weißen. Sie leben meist in schwimmenden Häusern auf meterdicken Baumpontons. Anakondas, Piranhas und Kaimane sind für diese Wasserbewohner etwas Alltägliches. Denn das Wasser ist ihr Lebensraum. Für den Besucher allerdings verlangt selbst eine kleine Anakonda große Überwindung.

Die Zeit im Amazonasbecken geht nun dem Ende entgegen und man nimmt wir nehmen Abschied vom größten zusammenhängenden Regenwaldgebiet der Erde.

Von Manaus geht es nun über den Luftweg rund 2000 Kilometer in den Süden. Nach Campo Grande, Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso do Sul und Ausgangspunkt für Reisende in den größten Süßwassersumpf der Erde.

Das Pantanal ist eine wahre Arche Noah der Menschheit. Der Name „Pantanao“ bedeutet zwar „Sumpf“, doch ist es kein reines Sumpfland. Der größte Schwamm der Erde ist eine Mischung aus Flüssen, Seen, Grassavanne, Trocken- und Tropenwäldern. Mit einer Größe von 230 000 km2 ist diese sumpfige Tiefebene so groß wie Portugal, Holland, Belgien und die Schweiz zusammen und von der UNESCO zur schützenswerten Welt-Biosphäre erklärt.

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Im Pantanal übernachtet der Besucher auf sogenannten Fazendas. Diese alten Rinderfarmen oder Bauernhöfe mit einst einer Ausdehnung von europäischen Kleinstaaten sind heutzutage durch Erbteilung geschrumpft und größtenteils zu naturnahen Ferienhotels umgewandelt.

Die Fazenda „Aguapé“ ist rund 3000 Hektar groß und liegt direkt am Rio Auquidauana. Ein großer Pool mit Wasserfall, ein Restaurant im Freien, sowie 14 großzügige Zimmer hat diese rustikale Fazenda zu bieten.

 

Den Tukan, oder Pfefferfresser mit seinem imposanten gelborangen, langen Schnabel bekommt man im Pantanal häufig zu Gesicht. Speziell am Morgen eines jeden Tages hat man oft während des Frühstücks die Möglichkeit, die neugierigen „Clowns des Urwalds“ ausgiebig zu studieren.

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Die 14 großzügigen Zimmer mit Bad und Klimaanlage verteilen sich auf mehrere Bungalows im gesamten Gelände. Ferien auf dem Bauernhof ist hier die passendste Beschreibung, denn mit dem Weckruf des Hahnes beginnen die täglichen Exkursionen durch dieses einmalige Tierparadies. Wer möchte, kann früh am Morgen aufsatteln und an einem Reitausflug teilnehmen.

Wer es jedoch gemütlicher mag, kann sich auf einer Pferdekutsche durch die Savannen- und Sumpflandschaft transportieren lassen und in aller Ruhe diese einzigartige Biosphäre genießen.

Symbol des Pantanal ist der Tuiuiú, oder auch Jabiru Storch genannt. Mit einer Größe von bis zu 1,50 Meter, ist er der größte Storch der Welt. Dank seines strahlend weißen Gefieders, seinem nackten, schwarz-roten Hals und seiner Angewohnheit hoch oben in den Baumkronen riesiger Bäume Nester zu bauen, kann man ihn bereits aus großer Entfernung entdecken. Mit etwas Geduld und Vorsicht lässt er den Mensch auch bis auf wenige Meter an sich heran. Ein faszinierender Moment, solch ein großes elegantes Tier, wie aus vergangenen Zeiten, aus der Nähe betrachten zu können.

Ganz in der Nähe hält sich ein Emu Pärchen auf, welche vom Tuiuiú aufmerksam beobachtet werden. Im Gegensatz zum Storch können Pampastrauße nicht fliegen. Jedoch Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h über das Land ist kein Problem für den größten flugunfähigen Vogel Amerikas.

Die beste Reisezeit für den das Pantanal sind die Monate März-November, denn in dieser Trockenzeit befinden sich die Temperaturen im angenehm warmen Bereich und aus Seen und Lagunen werden langsam Sümpfe oder Inseln.

Vögel, Wasserschweine, Kaimane, Otter und Leoparden (die gehören nach Afrika. Und Jaguare können es auch nicht sein, die drängen sich dort bestimmt nicht) drängen sich auf den Landinseln und sind somit am Leichtesten zu beobachten. In der Regenzeit dagegen überflutet das Hochwasser alles, Straßen ertrinken und die Tiere verteilen sich in der gesamten Landschaft und man kommt nur noch mit dem Boot oder dem Pferd  voran.

Südamerika war wie Australien zusammen mit der Antarktis lange Zeit vom Rest der Welt isoliert. Nach dem Zeitalter der Reptilien blieben hier viele Arten auf der Stufe der primitiven Säuger stehen. Drei von ihnen findet man relativ häufig in Brasilien: das Gürteltier, das Faultier und den Ameisenbär.

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Letzterer, der  Tamandua durchfegt mit seinem langen buschigen Schwanz die Trockensteppen und Savannen nach schmackhaften Termiten und Kerbtieren. Der plumpe Klauengänger vertilgt an einem einzigen Tag rund 35 000 Ameisen. Seine Vorderkrallen sind auf das Aufbrechen von Ameisen- und Termitenbauten spezialisiert.

In der Nähe verbliebener Wassertümpel trifft man in den Morgen- und Abendstunden die meisten Tierarten an. Die Wahrscheinlichkeit, in diesen morastigen Gebieten auch auf Schlangen zu treffen, oder gar zu treten, ist sehr hoch.                                            Diese 3-4 Meter lange Jaracucú-do-brejo ist eine Würgeschlange, nicht giftig, jedoch trotzdem nicht ungefährlich.

Harmloser hingegen und leider immer seltener zu finden, ist der kobaltblaue Hyazinth-Ara. Er ist mit über einem Meter Länge der größte Papagei der Welt und gilt als Solitär

Wahrzeichen des Pantanal. Der Bestand der Hyazinth-Papageien wird heute auf nur noch 3000-5000 Exemplare geschätzt und ihr Überleben ist ungewiss, so lange auf dem Schwarzmarkt fünfstellige Summen für ein Exemplar gezahlt wird werden.

Das Wasser ist das Reich der Wasserhyazinthen, auch Aguapé genannt, welche als Namensgeber dieser Fazenda dienten. Inmitten des Aguapé der Wasserhyazinthen lauern unzählige Kaimane. Von den Ureinwohnern werden sie „Jacaré“ genannt. Übersetzt bedeutet das „Großer Kaiman“. Sie gehören zur Familie der Alligatoren, sind Fleischfresser und ernähren sich von Fischen. Amphibien, Krebsen und Vögeln. Im Pantanal soll es nach Schätzungen rund 35 Millionen Kaimane geben. Das würde bedeuten, dass 40 Kaimane auf jeden Pantanal Einwohner kommen.

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Nach intensiven und aufregenden Tierbeobachtungen geht es am frühen Abend zur Unterkunft zurück. Dort hat man genügend Zeit zum Entspannen und Verarbeiten der Eindrücke, bevor es nach Einbruch der Dunkelheit ein weiteres Mal zu den Wassertümpeln geht.

Man kann sich die Zahl der Alligatoren in solchen Tümpeln nicht vorstellen, solange man nicht einmal das Meer funkelnder Kaiman-Augen erblickt hat.

Früh im Morgengrauen zeigt sich der das Pantanal meist von seiner wundervollsten Seite. Mit viel Glück und Vorsicht lassen sich dann größere Kapiwara-Gruppen in den Uferzonen entdecken. Diese hundsgroßen Sumpf-oder Wasserschweine sind friedliche Vegetarier und durchaus sehr scheu und ängstlich. Bei dem kleinsten Anzeichen einer Bedrohung retten sich diese niedlichen Säugetiere oft mit einem lauten Schrei in das Wasser.

Eine halbtägige Tour mit dem Boot über den Rio Auquidauana rundet das Naturerlebnis im Pantanal ab. Flüsse wie der Auquidauana, Taquari, Miranda und Paraguai, sowie eine Vielzahl kleiner bilden ein riesiges Netz von Wasserläufen und Adern, die in der Trockenzeit durch das Sumpfland mäandern. Während der Regenzeit weiten sich die Flussläufe langsam aus und treten über die Ufer. Nur ein paar Meter höher gelegene Flächen mit Palmenwäldern werden dann nicht überflutet. Somit ist das Land ein sich ständig änderndes Labyrinth aus Flüssen, Seen und Kanälen, dass sich den jahreszeitlich wechselnden Wasserständen anpasst. Nirgendwo sonst in Brasilien verschmelzen Wasser, Sumpf und Wald schöner und erhabener als hier.

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Neben Brüllaffen, die man oft schon aus weiter Entfernung wahrnimmt, kann man im Pantanal mit etwas Glück auch Kapuzineraffen, ein Verwandter der Wollaffen, entdecken. Sie gelten als die intelligentesten Neuweltaffen und treten immer in größeren Familienbeständen auf. Bei der täglichen Suche nach Früchten und anderen Köstlichkeiten, die der Wald zu bieten hat, klettern sie oft mehrere Kilometer am Tag von Baum zu Baum.

Diese Tour bildet den Abschluss eines erlebnisreichen Aufenthaltes im Pantanal, dem größten Süßwassersumpfgebiet der Erde und mit Sicherheit eines der schönsten Naturerlebnisse eines jeden Besuchers. , das man in Brasilien haben kann.

Vom Pantanal geht es nun mit dem Flugzeug zu einem der gigantischsten Naturwunder der Welt. Den Iguacu Wasserfällen.

„Großes Wasser“ bedeutet ihr Name in der Sprache der Tupi-Guarani Indianer, die ursprünglich das heutige Grenzgebiet von Brasilien und Argentinien bewohnten. Heute befindet sich dort der Iguacu-Nationalpark mit einer Größe von knapp 190 000 Hektar. Sekunde für Sekunde donnern hier bis zu 6500 m3  Wasser in die Tiefe.                      150 – 275 verschiedene Fälle sind je nach Wasserstand zu bewundern und mit einer Höhe bis zu   80 Metern sind sie höher als die Niagarafälle. Bezogen auf die gewaltige Breite von      2,7 Kilometern müssen selbst die Viktoria Fälle in Afrika kapitulieren.

Besucher haben die Möglichkeit neben dem Besuch der Brücken, eine Bootssafari in die sogenannte Teufelsschlucht zu buchen. Doch Vorsicht, eine Dusche ist inklusive.

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Der Nationalpark besitzt drei Vegetationszonen, viele Seen und Wasserläufe. Der Park ist Habitat für über 300 Vogel-, 40 Säugetier-, 700 Schmetterlingsgattungen, sowie knapp 60 Reptilienarten.

Durch die in der Flussmitte verlaufende Landesgrenze teilen sich die Fälle in eine brasilianische und argentinische Seite. Die bessere Sicht auf die Fälle und den besten Blick in den berühmten Teufelsschlund hat man von der brasilianischen Seite.

Das 4-Sterne Hotel Resort San Martin befindet sich nur fünf Gehminuten vom Parkeingang entfernt und direkt neben einem wunderschönen Vogelpark. Die elegante Anlage verfügt über 140 Zimmer, einer großzügigen Lobby mit einer Nachtbar, einem guten Restaurant, sowie einer großen Außenpoolanlage. Das passt nicht an den Schluss.

Bevor es nun zurück in die Heimat geht, sollte man noch die einmalige Möglichkeit nutzen, mit einem Helikopter-Flug die Fälle aus der Vogelperspektive zu bewundern, um somit von diesem einzigartigen Land voller Naturwunder, Abschied zu nehmen.