Chile Reisebericht: Rapa Nui, die Osterinsel
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Chile Reisebericht: Rapa Nui, die Osterinsel PDF Drucken E-Mail
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Copyright: Barbara Staub   
FRIDAY, 23 OCTOBER 2009 20:44

Heute bin ich etwas wehmütig aufgestanden, war wieder Abreisetag. Die Osterinsel hat mir sehr gut gefallen. Rapa Nui, Nabel der Welt oder einsamer Fleck wie die Einheimischen es nennen hab ich nun auch entdeckt - zusammen mit weiteren tausend Touris. Hätte nicht gedacht, dass sich hier am Nabel der Welt die ganze Welt trifft! Mit einer Blumenkette wurde ich also am Flughafen begrüsst und im ganzen Hotelzimmer waren Blumendekorationen. Eine Freude fürs Auge, am nächsten Morgen die reinste Plage für mich. Hatte ich doch mit Freuden auf meinem zweiten Bett die grösste Auslegeordnung, da ich ja nun eine Woche hier bleiben würde...

Zwecks Ameiseninvasionsbekämpfung schüttelte ich dann alle meine Kleider aus und packte sie sofort wieder in meine Tasche, welche dann verschlossen wurde und Ameisensicher verstaut! Krabbelten doch die Fiecher überall auf dem Boden und dem Bett umher. Die Blumenpracht wurde natürlich sofort aus meinem Zimmer verbannt und musste draussen im Garten bleiben. Ich lebte weiter aus der Tasche wie gewohnt - dafür ohne Meisen. Tja denen hab ich's gezeigt. Traute sich keine mehr in meine Tasche.        So und einsam ist man wirklich nicht. Kaum aus dem Haus, stehen sie da. Einmal sind mir sogar drei nachgelaufen, einer bis vor meine Zimmertür. Setze ich mich an den Strand, ist postwendend einer da und setzt sich zu mir. Ich glaub die wollen einfach ein Bisschen Zuwendung, denn aufdringlich sind sie nicht, eher etwas scheu - die Hunde. Aber anfassen mochte ich sie doch nicht, sahen allesamt zerzaust aus und einer hatte es bestimmt nur auf mein Eis abgesehen. Im kleinen Hafen sind noch andere Tiere zu Hause. Eine Schildkröte streckt ab und zu den Kopf aus dem Wasser um Luft zu holen und wenn man dann Schreie hört, weis jeder, dass wieder Touristen sie entdeckt haben. Natürlich war ich auch tauchen! War sehr schön und tolle Sicht - ganz klar das Wasser.  

Die vorgelagerten Inselchen, die Motus, bieten wirklich sehr schöne Tauchplätze mit kleine Caves, Canyons und tollen Felsformationen.   Koffer- und Kugelfische, verschiedene Muränen, Flöten- und Trompetenfische, sogar Steinfische konnte ich entdecken. Die Dünung ist jedoch gut spürbar. Im flachen Wasser lassen sich Schildkröten sehr schön beobachten. Also ich kann es euch nur empfehlen.Mit aufstehen hatte ich auch keine Probleme.

Die haben da so ein Inselweckdienst, der jeweils in der Früh beginnt und erst endet, wenn der alltägliche Lärm überhand nimmt. Die haben bestimmt mehrere Hundert von diesen Gockeln oder ich höre den gesamten Inselbestand. Hühner haben sie zu wenige, da die Hunde sie reissen, die Hähne nehmen sie nicht. Sind denen wahrscheinlich auch zu laut. Na ja, schlafen kann ich ja dann zu Haus wieder. 

Aber eigentlich geht man ja wegen den Moais auf diese  Insel. Das sind diese Steinskulpturen, die den Forschern noch heute Rätsel aufgeben. Die gibt es von 10 m Höhe bis zu wenigen cm in allen Souvenir-geschäften. Natürlich sprechen auch alle von der Verfilmung durch Kevin Costner. Kennt ihr den Film? Ich scheine da ernsthaft eine Bildungslücke zu haben.

 

 

Einen Sonnenbrand und Mückenstiche so gross wie ein Frankenstück hab ich mir auch eingefangen. Also die hielten mich in der Nacht warm, brauchte keine Wärmeflasche mehr.Nun kam ich auch auf die Idee einige Postkarten zu schreiben. Das hab ich ja schnell hingekriegt, aber dann Briefmarken dafür zu bekommen ist ein Unterfangen für sich. Also heute ist es mir schliesslich gelungen einige zu ergattern, musste aber drei Mal hingehen. Oft hatten sie nicht die richtigen Marken für Europa, dann nahm die eine Dame mein Geld nicht, weil ich es nicht auf den Peso genau geben konnte und sie mir kein Retourgeld geben wollte. Also musste ich Leute ansprechen, ob sie mir Geld wechseln könnten. Die Chilenen sind allgemein schon hilfsbereit. Hatte sich bald eine Traube von Leuten gebildet, die Geld hin und hertauschten, bis ich es der Dame richtig geben konnte. Es handelte sich dabei umgerechnet um einen Betrag von etwa 5 Franken. So also alle die von mir keine Karte bekommen - sorry, ich mag den kleinen Papierchen nicht mehr nachjagen.Und Morgen geht es weiter nach Ushuaia. Mal sehn ob sich da was verändert hat. Hoffe das Geschäft mit den Stiefeln existiert noch. Die muss ich ja auch wieder haben. Aber das ist  eine Geschichte von der ich ein anderes Mal berichten werde.Barbara 

 



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