So 11.11. Aus der Wüste an die Küste nach Swakopmund
 
 Auch an diesem Morgen rütteln Windböen an unserem Hüttchen, aber heute stört uns das nicht so, wir können liegen bleiben. Sind erst um 8:00 beim Frühstück und stärken uns im Schatten auf der Veranda. Verlassen diese Luxusunterkunft gegen 9:45 und rumpeln wieder im eigenen Auto weiter durch Namibia. Die C19 die wir bis Solitair nehmen, ist auch nicht besser als die Straße auf dem Hinweg, aber ein paar mehr Autos sind unterwegs.
Füllen den Tank und biegen dann in die C14 ein. Holpern auf fast gerader Wellblechpiste und über Schotter, aber langsam ändert sich die Landschaft, es wird kurviger und es geht aufwärts. Die Gegend hier sieht aus wie versteinerte Dünen, ein Wellental nach dem anderen. Kommen in den Namib-Naukluft-Park, in dem einige Kilometer der Straße sogar asphaltiert sind, und kurven hinauf auf den Kuisebpaß. Untem im Kuiseb-Tal fehlt uns ein Permit für den Abstecher zum Canyon, in dem sich zwei Geologen vor dem zweiten Weltkrieg versteckt haben.
 
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Die Landschaft ändert bald wieder ihr Gesicht, es ist wieder absolut eben und fast vegetationslos. Die Hitze quält trotz Klimaanlage und die eintönige Straße wirkt sehr einschläfernd, zumal der Belag etwas besser wird. Sind glücklich, daß kurz vor Walvis Bay wieder Asphalt kommt und ein paar Abzweigungen die Aufmerksamkeit beanspruchen.
Machen einen kleinen Abstecher in die drittgrößte Stadt Namibias, aber heute ist ja Sonntag, da ist die Innenstadt so gut wie ausgestorben. Auf der Weiterfahrt über die asphaltierte B2 nach Swakopmund sehen wir der Küste entlang viele Ausflügler und Angler, außerdem eine Radarkontrolle. Leichter Dunst hängt in der Luft.
 In Swakopmund finden wir das reservierte Hotel Europa Hof rasch und sind froh, bei zivilisierten Temperaturen ein zivilisiertes Zimmer zu bekommen. Nach der langen Fahrerei müssen wir uns erst mal ausruhen, aber schon um 15:30 Uhr raffen wir uns zu einer Stadtbesichtigung auf. Dabei sehen wir fast alle nennenswerten Sehenswürdigkeiten (Woermanhaus mit Turm, Hohenzollernhaus, alter Bahnhof, Hansa-Hotel,...) und finden zusätzlich noch ein Internet-Cafe. Am Strand gönnen wir uns im Lighthouse-Pub eine kleine Erfrischung, dann stapfen wir zur Mole und spazieren der Uferpromenade entlang zum alten Landungssteg. Auf dieser heftig umtosten "Jetty" vertrödeln wir ein Viertelstündchen, bis um 18:00 Uhr das gleich daneben gelegene Restaurant "The Tug" öffnet. Haben Glück, es ist total ausgebucht, nur jetzt gleich ist noch ein kleiner Tisch frei. Zufrieden vertilgen wir ein feines Fischmenü und nutzen den Weg zurück zum Hotel als willkommenen Verdauungsspaziergang. Beim Abstecher zum Internet-Cafe erfahren wir, daß daheim in Österreich der Winter mit Schneechaos ein kräftiges Lebenszeichen von sich gibt - igitt!!