Da wir bis zum Nachmittag Freizeit in Los Angeles hatten, habe ich noch am Abend vorher eine Stadtrundfahrt für unsere Gruppe bestellt, und um 11.00 Uhr wurden wir dann auch pünktlich von einem kleineren Bus vor dem Hotel abgeholt und ab ging es zu einer vierstündigen Besichtigungsfahrt. Seit meinem ersten Besuch dieser Stadt vor sieben Jahren hatte sich nicht viel verändert, auch Hollywood sah noch genau so aus wie damals. Anders hingegen waren jedoch die Erdbebenschäden, die an vielen Stellen noch sehr markant zu sehen waren. Eingestürzte oder eingerissene Häuser gab es häufig, sogar eine komplett eingestürzte Autobahnbrücke sahen wir. In der vergangenen Nacht hatten wir auch zwei Erdstösse bemerkt, das scheint hier inzwischen keinen mehr allzu sehr zu beunruhigen.

 

Nach einiger Zeit zeigte die Flugtafel auch meinen Flug an, der für 11.45 Uhr nach Pittsburgh angesetzt war, aber ausgerechnet dieser Flug sollte Verspätung haben. Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich mir die unselige Übernachtung ersparen können! Ich lungerte also im Flughafen herum, den ich bald in- und auswendig kenne, versuchte herauszufinden, wer wohl zu unserer Kolibri-Reisegruppe gehören könnte und war dann doch langsam ziemlich genervt als nach über zwei Stunden Verspätung sich immer noch nichts tat. Aber endlich wurde tatsächlich unser Flug aufgerufen, und in der Wartehalle sprach mich ein Mann an, ob ich auch mit “Kolibrireise. Das war der fröhliche Richard, und Klaus, ein weiterer Mitreisender, saß auch dabei. Diese beiden waren die ersten und gleichzeitig auch die nettesten der Gruppe, die aus insgesamt 6 Teilnehmern bestand. Im Flugzeug selber fanden wir den Rest, denn wir kannten die für uns reservierten Sitzplätze, und wer dort saß, gehörte also zur Gruppe. Es waren noch zwei junge Frauen aus Ostdeutschland dabei, wovon die eine breitestes Sächsisch sprach, und ausserdem ein junger Mann aus Düsseldorf. Klaus war Mittelalter und kam aus Thüringen und Richard, Mitte 50, stammte aus dem Sauerland.