Montag, 3. Oktober

 

 

Den heutigen Tag verbringen wir im Hotel. Früh gehen wir alle drei zur Aroma-Massage. 15$ für eine Stunde ist ein wirklich fairer Preis. Am Strand - wegen der Gezeiten nur bis Mittag vorhanden – drängeln sich die Tourenanbieter und Curio-Händler. Die Ausflüge sind die gleichen wie im Hotel, aber billiger: Dhau – Ausflug mit Dorfbesuch, Krokodilfarm. Die Curios sind o.k., aber nicht wirklich schön. Die Händler der Swahili-Küste kommen auch immer mit den gleichen Tricks: persönliches Verhältnis aufbauen (Name, Land, Fussball) und dann schon mal irgend etwas einpacken. Dabei wird versucht, eine Stress-Situation zu erzeugen. Am Ende kaufen wir nichts, weil wir das ganze Zeug schon im Koffer haben und weil uns die Feilscherei nervt. Überall das Gleiche. Nach dem Abendessen beobachten wir die animierten Franzosen, die alberne Spiele spielen und dafür auf Video gebannt werden.
 
 

Dienstag, 4. Oktober

 

 

Auch im Hotel trifft man auf die afrikanische Wildnis. In den Gängen lauern die Geckos auf Insekten, und am Frühstücksbuffet versuchten heute einige Affen mitzuessen. Erst klauten sie eine Banane und schmissen dann die Deko-Skulptur auf den Früchteteller. Danach flüchteten sie sich ins Gebälk und konnten dort nicht erreicht werden. Als wir zum Zimmer zurückgingen, stürzte ein Affe auf Trinity zu – sie hatte eine Banane in der Hand. Erst einige gezielte Würfe mit kleinen Steinen setzten unsere Ansprüche auf die Banane durch. Andere Affen hatten inzwischen Zimmer und Balkons betreten und tranken aus dem Wasserkocher.
 
Die Zeit bis zum Mittag verbrachten wir am Telefon mit der Autovermietung, weil unsere Reservierung bei Budget verloren gegangen war. Nach einigem Hin und Her konnte doch noch ein RAV4 geliefert werden. Der eigentlich bestellte Jeep wird erst morgen geliefert und kommt direkt aus Nairobi.

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Mit dem RAV machten wir einen Ausflug die Küste hoch. Es gab aber nicht viel zu sehen. Nach dem Abendessen mit internationalen Hits vom Band schauten wir im Tembo-Club vorbei. Aber weil Montag ist, war es, bis auf einige Damen mit finanziellen Interessen, ziemlich leer.
 
 

 

 

Mittwoch, 5. Oktober

 

 

Heute wurde endlich der versprochene Mitsubishi Pajero geliefert. Frisch aus Nairobi. Und natürlich mussten wir den RAV volltanken. Wenn schon die Reservierung versaut wird, muss wenigstens hier alles seine Ordnung haben. Naja, zumindest hatte Baron Blixen die Genugtuung, die Budget-Managerin noch etwas anzuschreien. Mit dem Pajero sind wir sehr zufrieden. Er ist größer und neuer als der RAV und hat lustige Offroad-Instrumente wie Kompass und Neigungsmesser. Wir mussten nun noch zum Kenya Wildlife Service, um den Eintritt für den Tsavo Park zu bezahlen. Daher nutzten wir gleich die Gelegenheit zum Stadtausflug. Israel Hands steuerte uns souverän durch das Gewühl der Mini-Busse. Die Karte im Reiseführer erwies sich auch als ausreichend genau, so dass wir problemlos zu KWS fanden. Man muss hier neuerdings eine SmartCard kaufen, also eine Art elektronische Eintrittskarte, weil man am Parkgate nicht mehr mit baren Dollars zahlen soll. Und Kreditkarte geht ja auch nicht. Wir waren die einzigen Besucher, weil alle Safari-Busse immer ganz früh ihre Touren bezahlen, sobald die Zahl der Teilnehmer klar ist. Das Personal war wirklich hilfsbereit und freute sich, uns zu sehen. Leider macht das KWS-Headquarter einen ziemlich traurigen Eindruck, und man kann nur hoffen, dass die Löwen und Elefanten noch etwas durchhalten. Der Eintritt pro Tag in den Tsavo beträgt 27$, aber für die Tiere gibt man doch gern. Vom KWS ist es nur ein Kreisverkehr bis zum Fort Jesus und der Altstadt. Am Fort warten schon die offiziellen Parkplatzwächter und Fremdenführer. Der Eintritt ist mit 200 Khs pro Mzungu noch ganz o.k., und für weitere 200 Khs presst sich noch ein Führer auf. Ohne Führer geht es sowieso nicht, und mit ist es sogar interessanter, weil der Mann direkt von Osama, dem dicken Sklavenhändler abstammte. Glauben wir. Wir marschieren durch das Fort und bestaunen Gemäuer und die Aussicht. Interessant sind auch zwei alte weiße Tanten, die direkt mit zwei Massai aufkreuzen. Also, es sind zwei ziemlich wohlgenährte Kenyaner in traditionellen Massai-Klamotten. Mhhm, selbst in der Mara tragen sie jetzt eher weniger rote Decken....