Als ich um 6.00 Uhr den Bungalow verlasse, ist es draußen noch stockfinster. Mit der Taschenlampe suche ich den Weg zum Hauptgebäude, wo noch kein einiges Licht brennt.

Komisch. Die Tür zur Halle ist noch mit einem Stuhl verstellt.

Ich warte kurz, gehe wieder zum Bungalow, kehre um 6.20 Uhr zurück.

Immer noch alles dunkel. Um 6.30 Uhr dasselbe. Genervt lege ich mich in voller Wander-

Montur aufs Bett, lasse nur die Füße draußen hängen, bin schon angesäuert:

Soll ich etwa ohne Frühstück zum Trekking fahren?

Lamech und Brighton sind auch noch nicht da. Langsam finde ich das nicht mehr komisch.

Ohne Essen gehe ich nicht auf eine vielleicht anstrengende Wanderung. Dann fällt das Trekking für mich eben aus und verlange meine 360 $ zurück.

Kurz vor 7.00 Uhr schiebe ich den Stuhl an der Eingangshalle beiseite, betrete den Speiseraum und nehme von dem wenigen, was da bereits aufgebaut ist, ein Glas trockene Ricecrispies mit. Als das geleert ist, kommen Lamech und Brighton. Nun klärt sich der Irrtum auf – die Uhren werden doch zurückgestellt, d.h. ich bin volle 2 Stunden zu früh aufgestanden und not at all amused.

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Statt mit Lamech zu schimpfen schimpfe ich laut über mich, weil ich mich wider besseren Wissens auf andere Leute verlassen habe, obwohl meine Erfahrung mir immer wieder zeigt, dass ich dann verlassen bin. Vertrauen sollte ich lieber nur auf mich selbst und meine eigenen Informationen. Der "Erfolg" meines Vertrauens ist, dass ich 2 Stunden länger hätte schlafen können und jetzt verdammt müde bin.

Ich kann nur hoffen, dass mich die Gorillas für diesen morgendlichen Frust entschädigen werden.

Über eine nicht mehr zu unterbietende Buckelpiste fahren wir zum Eingang des  Volcanoes National Park. Die Entfernung zum Hotel ist zwar nicht groß, fast in Sichtweite, doch brauchen wir dank der Straßenverhältnisse ca. 15 Min. für die kurze Strecke.